Ursache mangelhafter Schmierung

Hallo,

Nach drei Turboschaden durch Wellenbruch habe ich den Motor zerlegt. BRT mit Laufleistung 410 Tkm, Ölwechsel immer bei 15tkm mit Mannöl 504/507 nach vwnorm. Turbowechsel immer Zufuhrleitung ersetz und mit Öl gefüllt, zwei Mal überholtes Turbo und einmal neues Original verbaut. Hat immer Öl verbraucht bis 1 Liter pro 3000 km. DPF regelmäßig gespült nach sgaf Anleitung alle 80 bis 100tkm.

Bei 300 tkm Neue Kolbenringen und Ventilschafdichtungen. Die haben das Ölverbrauch nicht geändert. Seit 250 Tkm ist ein Ausgleichswellenmodul mit 100 mm drin. Bei letzen Turbowechsel 395tkm wurde neue Ölpumpe verbaut.

Vor zerlegen des Motors habe ich die Kompression vom Zylinder und den Öldruck geprüft, beide normal. Keine blowby Überdruck im Ölwanne.

Im Ölwanne fand ich zwei kleine Metal Gegenstände wahrscheinlich Reste vom letzen Turbowellenbruch. Die Ölsiebe war ganz offen. Die 100 mm Ölpumpeantrieb ist wie neu.

Verschleiß am ersten drei Zylinder 0,01mm und am vierten 0.02 mm. Kolben 80,93 mm gemessen mitten zwischen Olabstreifring und Unterseite.

Nockenwelle Pleuel eingelaufen und Nocken Zylinder 1 abgenutzt und die unterliegende Hydrostößel sind eingedrückt. Nockenwelle würde zusammen mit Hydrostößel, Ventilschafdichtungen und PDdichtungen bei 300tkm erzetst. Damals wurde der Zylinderkopf geprüft.

Ölfiltergehäuse und Kühler sind frei von Gegenstände und Überdruckventil funktioniert.

Pumpdüsen haben sich im Zylinderkopf eingearbeitet. Aber hätte niemals Ölvermehrung oder Diesel-Geruch im Öl.

Kurbelwelle Pleuel sind Ok.

Die abgenutzte Nocken,Hydrostößel und die Turbowellenbrüche sind wahrscheinlich alle durch mangelhafte Ölversorgung verursacht. Die Anfrage ist nun warum.

Was kann ich noch prüfen zur Ölversorgung?

Schöne Grüße an euch.

Shasha.

Manche Experten sagen der Turbo könnte ein Autoleben lang halten, daher hat der Turboschaden IMMER ein Ursache, die als ERSTES vor dem Einbau eines neuen Turbo erkannt und behoben werden muss.

Wenn eine Welle IMMER wieder mit dem gleichen Fehlerbild bricht, blockiert etwas ein Ende der Welle oder wahrscheinlicher, hat diese eine Mangelschmierung, bei letzterem müsste die Welle auch bläuliche Anlaufspuren von der Hitze haben.

Imho kommt da meist auch ein Öldruck(-durchsatz) Problem in Frage z.B. Vor- oder meist auch Rücklaufleitung zum Turbo verengt oder zu.

I.d.R. ist aber der DPF/ Abgassystem zu und lässt dadurch einen zu hohen Druck/ Gegendruck/ Rückstau auf der Abgasseite im Turbo entstehen, fährt man dann weiter, drücken/ blasen die sehr heißen Abgase durch das Turbogehäuse sofort den Ölfilm der Turbowelle weg, in Deinem Falls siehst Du das durch den weißen Qualm der aus dem Auspuff kommt ( verbranntes MÖL welches durch die Ansaugluftturbine dann dem Motor zugeführt wird).
Und ohne jegliche Schmierung folgt natürlich immer der von Dir beschriebene Schaden.

P.S.:
Meine Glaskugel sagt das Dein Auspufftrakt (fast) zu ist.

Gruß

Rabbit

Sowas entsteht auch gern mal durch eine verstopfte KGH-Entlüftung .

VW schreibt afaik immer den Wechsel des Ventideckels und der Zu-und Ableitung zum Turbolader vor.

Bei verschlammtem Motor hilft das aber alles nix .

KGH Entlüftung wurde mit letzen Turbowechsel ersetzt. Aber könnte niemals erhöhten Druck von Blowby feststellen. Nicht am Öldeckel und auch nicht am Ölmaßstab.

Soll Mann bei Verstopften Partikelfilter nicht wenigstens Leistungsverlust und vielleicht eine Fehlercode bekommen. Wie erwähnt habe ich den PF alle 80 - 100 Tkm gespült.

Wenn der Turbo Mangelhafte Ölversorgung hat durch Gegendruck von Abgass, wie wirkt sich dass auf die Nockenwelle aus.

Und warum schluckt er soviel Öl ? Die erneuerte Ventilschatdichtungen und Kolbenringe brachten Null Änderung. Vielleicht ein Riss im Zylinderkopf?

Wärme Grüße aus Frankreich.

Shasha

Moin,
Aschemasse kann man auslesen, unter der Voraussetzung, dass der Wert nach einer DPF Reinigung zurückgesetzt wurde. Ansonsten rechnet Dir die Elektronik Unsinn aus und die Regeneration läuft nicht ordnungsgemäß.
Differenzdruck ist die zweite Größe, die Werte geben Aufschluss über die Durchgängigkeit des DPF (incl. dem Rest des Auspufftrakts). Muß man aber im Fahrbetrieb beobachten. Für einen intakten DPF reichen aber Messungen im Leerlauf und bei 2000 U/Min um einen ersten Eindruck zu gewinnen.
Dritte Größe sind die Regenerationsintervalle. Ein sauberer DPF regeneriert nach festen Intervallen, die mit zunehmender Asche durch den Beladungszustand abgelöst werden. Kann man ebenfalls auslesen (KM seit letzter Regeneration), Muß man nur den richtigen Zeitpunkt erwischen um zu sehen, wann er die Regeneration einleitet.
Die Regeneration erzeugt Temperaturen über 600 Grad im DPF, damit der Ruß verbrennt. Die möchte der Turbo nicht so gern. Ist der DPF zu, gibt es Lichtorgel im Armaturenbrett und Notlauf, weil der DPF die Regeneration nicht mehr hinbekommt. Erst dann siehst Du einen Fehlereintrag.
1L pro 3.000 KM ist jetzt nicht zu viel, meiner hat Öl gefressen bei Vollgasfahrten, bei humaner Fahrweise eher weniger. Öl für den BRT mit DPF laut Handbuch nur VW 50700. Bei mir war immer normales 5W30 oder 5W40 drin. Dünnflüssiger sollte es nicht sein.

Hast Du mal den Öldruck nachgemessen?

Die Turbowelle schwimmt auf einem Ölfilm. Die Ölleitungen siffen mit der Zeit zu, deshalb wechselt man sie immer mit einem neuen Turbo, besser wohl vorher. An den Lagerstellen tritt immer etwas Öl aus, mit zunehmenden Verschleiß / Spiel immer mehr. Sammelt sich dann gerne am tiefsten Punkt, da kann man mal den Schlauch vom Ladeluftkühler unten links abziehen und nachsehen, ob einem da schon Öl entgegen kommt. Das was da normalerweise durchsickert, wird mit verbrannt.

Ein Wellenbruch kann viele Ursachen haben, Aufschluss könnte das Bruchbild unter einem Mikroskop liefern. Blockieren durch Fremdkörper wäre eine Variante, Materialfehler, falsche Legierungen eine andere, und vergessen sollte man nicht die Überhitzung. Und da kommt ggf. der DPF und die zugehörige Regeneration ins Spiel.
Metalle haben je nach Legierung und Kohlenstoffgehalt unterschiedliche Härte- und Warmglühtemperaturen. Es bedarf schon „ein wenig“ Know How die Metalle des Turbos so zu behandeln und zu kombinieren, dass alles thermisch zueinander paßt. Gerrit selbst bietet (nach meinem Kenntnisstand) keine Reparaturkits an. Und was in überholten Turbos drinsteckt, weiß kein Mensch. Deshalb ist bei überholten Turbos Vorsicht geboten. Die meisten Rumpfgruppen kommen aus China.

Aschemasse und Regeneration Intervalle kann ich im moment nicht auslesen weil Motor ganz zerlegt. Nach jedem Spülung habe ich die Aschemasse auf 6 zurückgesetzt.

Öldruck würde ausgelesen und war in Ordnung.

Öl war immer 5w30 nach 50700 Norm.

Was meinst Du mit Öldruck wurde ausgelesen? Der Motor hat ja nur einen Ölstandssensor und einen Öldruckschalter. Sprich es gibt einen Fehlereintrag (bzw. gelbe / rote Leuchte im Armaturenbrett), wenn einer der Sensoren angesprochen hat. Der Öldruckschalter löst so zwischen 0,55 und 0,85 bar aus, eigentlich viel zu spät.
Die bessere Methode wäre natürlich ein Manometer mit welchem Du im kalten und warmen Zustand mal nachmißt. Das könnte Dir Aufschluss darüber geben, ob Du tatsächlich ein Problem mit der Schmierung hast.

Hast Du bei der DPF Reinigung ein Protokoll bekommen? Gewicht vor und nach der Reinigung?
Zuvor sollte man Aschemasse und Rußbeladung auslesen, damit kann man das Ergebnis dann auf Plausibilität prüfen kann. Die anschließend auf einen kleinen Wert einzustellen ist richtig, aber nur dann, wenn die Reinigung auch erfolgreich war. Falscher Aschemassewert führt zu einer Fehlsteuerung der Regenration (zu lang oder zu kurz). Und das wiederum kann zu einer verschärften Regernation mit bis zu 750 Grad führen. Die Krux hier ist, dass eigentlich nur die Luftmasse, der Differenzdruck und die DPF Temperatur gemessen wird. Mehr weiß das Steuergerät vom DPF nicht. Geschweige denn, was an Asche wirklich drin ist.

Satacen haben wir noch nicht angesprochen, das Zeug soll die Abbrandtemperatur imes DPF senken. Eine Füllung reicht so etwa 100 TKM. Gibt auch einen Sensor im Satacen-Tank. Das Zeug ist aber nicht ganz billig. Da wird gerne auf günstigere Produkte ausgewichen. Ob das Zeug dann funktioniert, kann man nur an der Temperatur erkennen, an welchem die Russ-Beladung anfängt zu sinken. Wie das MSG das merkt / berechnet, bleibt wohl das Geheimnis von VW, es bleibt als Messgröße aber nur Luftmasse und Differenzdruck. Das Satacen hat mit dem Abgasreinigung selbst recht wenig zu tun, wären die Temperaturen aber kein Problem, hätte sich VW das Additiv-Gedöns vermutlich gespart.

Was mich an dieser Stelle noch interessieren würde ist die Laufleistung der einzelnen Turbos und auch die Reihenfolge (Original / Überholt). Ebenso die Umstände, in welcher Fahr-Situation die Welle gebrochen ist. Wie @Rabbit schon gesagt hat, alles hat eine Ursache. Und das Schadbild am Turbo könnte einen Anhaltspunkt liefern. Dazu zählen Verformungen, Verfärbungen, ggf. Rostspuren wie auch das Bruchbild selbst. Wenn Du den alten Turbo noch hast, dann würde ich den mal ganz genau unter die Lupe nehmen. Ein Turboverschleiß kündigt sich auch an. Dazu zählen Pfeifgeräusche bzw. deutlich Öl in der Ladeluftstrecke. Wurde das geprüft bzw. beobachtet?

1 „Gefällt mir“

Öldruck kalt 4 Bar, heiß 2.2 Bar. Messung mit Manometer am Öldruckschalter vom Filtergehäuse. Auch die Kompression wurde geprüft, ungefähr 30 bar an alle vier Zylinder.

Die DPF Spülungen habe ich selber gemacht nach Sgaf Anleitung.

Auch Satacen immer selbst nachgefüllt nach Bedarf.

Zu Laufleistung von Turbos, 208tkm Wellenbruch Original verbauter Turbo ohne eine Vorwarnung. Überholtes Turbo une neue Ölleitung drin bis 310tkm . Überholter drin bis 383tkm dann wegen Schleifspuren am Druckseite und Spiel auf die Welle neue Borgwarner montiert bis 400tkm und ja Wellenbruch, überholter drin bis 410tkm und wieder Wellenbruch. Rekordverdächtig oder. :roll_eyes:
Vom letzen Wellenbruch habe ich Bilder.



Anweisungen habe ich keine gemerkt beim ertsen Wellenbruch, plötzlich Leistung weg und Motor aus. Bei die nächsten auch Leistung weg ,Rauchentwiklung und Motor aus.

Bemerkenswert ist nog das ich während die letze 100tkm ab und zu plötzlich starke blaue Rauchentwicklung hatte während einige Kilometer und dann war es wieder weg aber ohne spürbare Leistungsverlust.

Wie schon erwähnt immer neue Ölleitung verwendet.

Im Ansaugtrakt ist es Ölig aber es läuft nicht aus die Schläuche beim Abnehmen.

Auch interessant : der Ölkühler ist nog Original.

Sehr warme Grüße.

Shahsa

Gibt es eine Möglichkeit die Durchflussmenge mit Hausmitteln festzustellen?

Man könnte das Öl in ein Gefäß laufen lassen, dann wird es aber im Ölsumpf leider sehr schnell weniger bzw. zu wenig.

Ich interpretiere mal:
Öldruck würde ich sagen ist völlig o.k.
Beim Schadensereignis würde ich gerne wissen, wie die Motorbelastung war, also 180 auf der Bahn oder im 6 Gang bei 1000 Touren durch die Gegend gerollt. Motor kalt, Motor warm etc. Bist Du eher der Opa-Typ (also die ersten 5 Gänge nur zum Anfahren) oder eher Rally-Fahrer?
Ich lese an Laufleitung deiner Turbos 208, 102, 72, 17, 10…, wird also immer weniger. Könnte darauf deuten, dass die eigentliche Ursache des Schadens zunimmt.

Zu den Fotos: So wirklich viel ist nicht zu erkennen, aber vielleicht hilft es doch.

  • Bruch ist an der Abgasseite
  • deutliche Riefen in der Welle an den Lagerpunkten, stärker auf der Abgasseite
  • ich sehe Anlaufspuren (lila Färbung) auf der Abgasseite
  • Ablagerung (sieht aus wie eine Anschweißung) an der oberen Laufbuchse ?

Zur Schmierung: Der Durchsatz durch die Ölzuleitung und der Durchsatz durch die Ölrückleitung bestimmen den effektiven Druck im Lager. Der Öldurchlauf dient u.a. der Kühlung. Deshalb Ölrücklaufleitung genau inspizieren, ob die zugesetzt ist. Wenn die Druckverhältnisse nicht mehr stimmen, stimmt die Kühlung nicht mehr und es drückt mehr Öl durch das Lager.

Riefen in der Welle deuten ja an, dass die Lager gefressen haben. Üblicherweise läuft die Welle auf einem Ölfilm und damit nahzu verschleißfrei. Ich würde die Riefen erst einmal in der Laufbuche erwarten, denn das Metall ich weicher als die Welle. Bei Fresstellen liegt der Verdacht auf Mangelschmierung nahe, das Öl wirkt aber auch als hydraulische Bremse. Bekommt die Welle mal kein Öl, dreht die Welle erst einmal ungebremst und der Turbo überdreht. Bei solchen Fressstellen hätte ich eher Verunreinigungen im Öl im Verdacht. Andere Erklärung wäre, dass die Riefen erst entstanden sind, als die Welle gebrochen war.

Der Turbo lebt ebenso von Druckverhältnissen auf der Luftseite wie auch auf der Abgasseite. Weichen die Druckverhältnisse voneinander ab, dann entsteht (je nach Ursache) eine Bremskraft auf der einen oder anderen Seite. Ist die Ladeluftstrecke undicht, so versucht die MSG das auszugleichen, was zum Überdrehen führen kann. Gibt es Hemmnisse in der Luftstrecke (Luftfilter dicht, Ladeluftkühler nicht durchgängig weil z.B. viel Öl drin), klemmende Drossenklappe) arbeitet der Turbo dagegen. Auf der Abgasseite ist es meist der DPF, der für Gegendruck sorgt. Hier kommt ebenfalls der Kühleffekt ins Spiel, wenn die Abgase nicht weg können und eher über AGR rückgeführt anstatt nach draussen zu gelangen, entstehen höher Abgastemperaturen. Auch die Regeneration führt durch die Dieselnacheinspritzung zu hohen Abgastemperaturen.

Gegendrücke können zu axialem Verschleiß und zu einer Axialverschiebung führen. Der Abgasgegendruck drückt auf die Abgasschaufel und damit die Luftladeschaufel Richtung Gehäuse. Ist das Spiel große genug, kratzt die Ladeschaufel am Gehäuse, was bei hohen Ladergeschwindigkeiten enorme Torsionskräfte auf die Welle ausübt. Deshalb hätten mich auch brennend die Ladeschaufel und das Gehäuse interessiert.
Axialverschiebung kannst Du ggf auch daran erkennen, dass die Fressspuren (also die blanken Streifen etwas breiter sind als die Auflagefläche der Laufbuchsen.

Verfärbungen am Metall deuten darauf hin, dass das Metall schon seine Anlauftemperatur erreicht hat. Beim Härteprozess bildet sich das Metallgitter von Perlit in Austenit um, was das Metall hart, aber extrem spröde macht. Um dem Metall wieder eine gewisse „Flexibilität“ zu geben, wird es „weichgeglüht“. Dabei bildet sich ein Teil der Gitterstruktur wieder zurück. Temperatur und Dauer bestimmt dann die finale Materialeigenschaften. Eine Überhitzung der Welle hat den gleichen Effekt, die Welle wird durch zu hohe Temperaturen ausgeglüht und damit immer weicher. Das könnte die Riefen in der Welle erklären.

Gründe für die Überhitzung kann fast alles sein, zu hohe Abgastemperaturen, zu geringe Ölkühlung, Überdrehen des Turbos …

Mein Ratschlag wäre nun, wenn Du den Motor wieder zusammen gebaut hast und keine anderen plausiblen Gründe gefunden hat, dir ein VCDS oder Vergleichbares zu beschaffen. Denn den neuen Turbos würde ich dann keine wesentlich längere Lebenserwartung geben. Damit hast Du dann die Möglichkeit ein paar Eckdaten im Fahrbetrieb zu beobachten bzw. aufzuzeichnen. Dazu gehört z.B. das Abgasgegendruck (Differenzdruck), die Luftmasse, aber auch die Soll- Ist Ladedrücke des Turbos. Ebenso das Regenerations-Intervall. Dadurch läßt sich erkennen, ob das System im Gleichgewicht ist.

Was Deine Selbstreinigung DPF betrifft. Hast Du da einen Link der Anleitung für mich?. Grundsätzlich kann man das machen, die Frage ist nur, wieviel Asche dabei heraus kommt. Wenn Du die Gewichte vor und danach nicht selbst gemessen hast, weißt Du auch nicht, ob Deine Annahmen richtig sind. Also ob der wirklich leer war oder Du nur an der Oberfläche „gekratzt“ hast. Hast Du jedesmal nur 30-40% der Asche rausbekommen, dann baut sich über die Zeit immer mehr Asche auf. Und echte Aschemasse und Aschemasse im MSG weichen immer weiter davon ab, was die Regeneration immer weiter aus dem Ruder laufen läßt. VW sagt für den BRT, 150g ist die Austauschgrenze. Der fährt auch noch mit 250g, regeneriert dann aber alle 100 KM. Und dann hast Du einen Abgasgegendruck jenseits der Messgrenze des Sensors.
Bevor Du nun Deinen nächsten Turbo schrottest, vielleicht mal professional reinigen lassen und am Messprotokoll abschätzen, wie gut Deine Reinigungsversuche waren. Kommt raus, was im MSG steht, hast Du gut gearbeitet. Holen die 200g raus, dann war Deine Reinigung wenig erfolgreich. Da es in dem Bereich aber auch Kurpfuscher gibt, ist zusätzliches selber wiegen keine schlechte Idee.

1 „Gefällt mir“

Link zum Reinigen DPF: DPF waschen, Additiv auffüllen, Sharan 2,0 TDI

Motor ist nog nicht wieder zusammen gebaut.
Soll ich die Pumpe Düse prüfen lassen?

Ich mache auf jedem Fall neue Kat ,DPF und Ölkühler.
Dazu noch Nokkkenwelle,Hydrostößel,Kolbenringen.

Kabelbaum ist nog Original , ersetzen oder nicht?

Und zum einbauen von Getriebeseitige Dichtung der Kurbelwelle, braucht man da unbedingt das Spezielles Werkzeug oder geht es auch ohne?

Also die Standard Vorwärts- / Rückwärts Spülmethode habe ich auch ausprobiert. Unterschied war merkbar, aber frei war der anschließend nicht. In dem Artikel wird ebenso auf den Differenzdruck abgestellt, da findest Du ja auch ein paar Referenzwerte. Ich habe irgendwann mal eine Grafik von VW gefunden (leider verbaselt, ist nicht mehr auffindbar), das war eine Differenzdruck / Drehzahl Kurve. Da stand was von 150 mBar als Höchstwert. Der Messbereich des Sensors ended bei 325 mbar. Differenzdruck hängt natürlich am Luftdurchsatz, also auch an der Leistung.
Neuen DPF / KAT wirst Du vermutlich nicht mehr bekommen (ausser für 200 Euro aus der China-Bucht). Da gibt es die unterschiedlichsten Erfahrungen. Was Du noch bekommst sind refurbished DPFs, die sind entweder einfach ausgewaschen oder aber aufgeschnitten, neuer Monolith rein und wieder zugeschweißt. Woher dann der Monolith wiederum kommt ist dann die andere Frage.
Früher war das Auswaschen eine Kostenfrage, heute eher eine Verfügbarkeitsfrage.
Deshalb behalten viele den Original DPF und waschen ihn lieber aus.

Ich weiß ja nicht, ob Du die 1 Mio KM mit dem Motor noch erreichen willst. Klingt nach fast neuem Motor. Dass auf dem Teilemarkt viel China-Schrott verkauft wird weißt Du sicherlich.
Den Fehler für den Turbobruch mußt Du aber trotzdem finden.

Kabelbaum: Es gibt typische Schwachpunkte. Insbesondere die Tür und Heckklappen-Übergänge. Die kann man prüfen, ob Kabel angescheuert sind. Ebenso prüfenswert sind die Massebänder und Massepunkte (kann man reinigen). Kabelanschlüsse am Anlasser waren bei mir noch ein Thema. Solange aber alles funktioniert wie es soll, mach das, wo Du aktuell mit dem auseinander geschraubten Motor gut drankommst. Also primär was im Motorraum ist.

Danke Bembi,
Mit Kabelbaum meinte ich der nach die PD Elemente geht im Ventildeckel.

Ich finde es befremdlich das man hier normales PD bzw. auch Diesel Fahren als " Opa-Typ (also die ersten 5 Gänge nur zum Anfahren) " bezeichnet, den das ist ja gerade der Vorteil mit über 300 Nm aus dem Drehzahlkeller.
Wenn ich das nicht ausnutze brauche ich auch keinen Diesel zu fahren/ kaufen :mecker:

Fakt ist, sobald es weiß oder zwischendurch auch mal blau aus dem Auspuff, qualmt drücken heiße Abgase mit zu hohem Druck durch die Turbowelle den Ölfilm ( zumindest temporär ) weg !
Das MÖL wird dann bei geringen Mengen blau und bei zu viel MÖL auf einmal weiß vom Motor verbrannt.

Partikelfilter waschen bringt gar nichts, wenn er defekt ( z.B. Wabe zerstört ) oder danach immer noch die Keramik zu ist, zudem gibt es ja auch noch 2 Schalldämpfertöpfe oder Reste von Rost oder gelöste Bleche ( im Auspuffrohr ) etc. die hemmen/ verstopfen können.

Gruß

Rabbit

Mußt Du nicht, ich habe nur nach seinem Fahrstil gefragt.

1 „Gefällt mir“

Fahrstil wird durch Straßenbild bestimmt. Ich fahre zu 95% kleine Landstraße und nehme jeden Bucht auf vier Räder und Mittlerweile hat jedes Dorf hier mehrere Bremsschwelle , ärgerlich. :face_with_symbols_on_mouth: Im Durchschnitt zwischen 75 und 150 km täglich, 20 bis 25 Tkm im Jahr.

Je neemt elke bocht op vier wielen?

Was anderes isr auch mit schweren einem Wal mit unter 150- 200 PS nicht möglich :lol:

oder besser gesagt:

Lets anders is ook met zo’n zware walvis met minder dan 150-200 ps niet mogelijk.

Gruß

Rabbit

Hat jemanden von euch schon Mal ein billig Zylinderkopf aus dem Bucht verbaut?
Weil Nockenwelle und Hydrostößel hin sind und die PD Elemente den ZK markierten überwege ich es so ein ZK zu verbauen.

Es ist schon sehr lange her , aber da habe ich mal eine neue zubehörrübe für meinen AFN verwendet . Die war komplett mit Nockenwelle und Ventilen .

Ich habe damals ein paar € mehr investiert (ca 10-20% ) und was von KS oder Mahle verwendet.

Lief problemlos bis zum Verkauf