unser Galaxy hat jetzt auch den ersten unplanmäßigen Werkstattaufenthalt vor sich.
Wenn ich vor einer Ampel stehe, stinkt es nach kurzer Zeit im Auto, als wenn ich direkt neben meinem Holzkohlegrill stehe, den ich gerade angezündet habe.
Man kann den Schaden schon von außen erkennen: undichte Einspritzdüse!
Die Werkstatt hat diagnostiziert, dass die Düse selber defekt ist und daher getauscht werden muss. Und jetzt kommt es:
337,- € kostet das blöde Teil und es ist nur direkt von Ford zu beziehen!!!
Spinnen die eigentlich? Was kostet das Teil denn in der Herstellung???
Hat jemand von euch das auch schon mal gehabt und Erfahrungen zum Preis?
Die „Einspritzdüse“ ist in diesem Fall ein Common-Rail Injektor, der komplett als Einheit getauscht werden soll. Vermutlich ist die Kupferscheibe, mit der der Injektor zum Brennraum hin abgedichtet wird nicht mehr dicht. Wieso gleich der komplette Injektor getauscht werden soll, verstehe ich nicht. Wenn der Injektor selbst undicht wäre, sollte das Fahrzeug nach Diesel stinken und nicht nach Abgasen.
Die Preise sind völlig normal, und wenn dort eine Delphi Anlage verbaut ist, auch dieser Fehler, hatte gerade gestern ein längeres Gespräch wegen einer undichten VP37 mit einem „Bosch Meister“ einer großen Werkstatt der mir sagte das meist nach 200tkm Schluß ist bei der CR Technik
So langsam komme ich auch in das Alter, wo man anfängt, Bewährtes gut zu finden und Neuem gegenüber kritisch eingestellt zu sein. Deshalb kann ich die ganzen Vorurteile gegenüber neuen Systemen irgendwo nachvollziehen. Als ich mir als bekennender PD-Fan 2004 den Galaxy mit AUY Motor zugelegt habe, herrschte in den Foren noch die Meinung vor, dass es nichts besseres als die seinerzeit bereits zu Grabe getragene VE-Pumpe gibt und die PD-Technik einfach zu empfindlich ist. Nun stelle ich fest, dass sich viele User ebenfalls von der Robustheit und Langlebigkeit des PD-Systems überzeugt haben. Jetzt wird Common-Rail verteufelt, bis sich irgendwann in der Zukunft herausstellt, das gute alte Common Rail System war ja doch nicht so schlecht bevor man angefangen hat, 150PS aus 1l Motoren herauszukitzeln.
Die undichten Injektoren sind aber schon seit Anbeginn der CR Technik bekannt, Daimler, BMW, PSA kämpfen alle damit, schau mal bei einem 2,2ltr Motor von Daimler wie es aussschaut um die Injektoren
Die PD Technik ist solange fit, bis sich deren Elemente in den Zylinderkopf einarbeiten, und dann wird es richtig teuer
Die VPE Technik hat den Vorteil das meist „nur“ die Pumpe kaputt geht, bzw undicht wird und das ist mit Kosten im 3-stelligen Bereich zu beheben während es bei den anderen Systemen locker 4-stellig werden kann
Nach Auskunft der Werkstatt ist die Düse selber undicht und nicht nur der Kupferring. Rund um die Düse ist alles mit harten schwarzen Ablagerungen verklebt. Wie gesagt, riechen tut es irgendwie wie ein frisch angezündeter Holzkohlegrill (ein besserer Vergleich fällt mir gerade nicht ein).
Sollte GG Recht haben, so erwarte ich täglich ab sofort den Tod meines TDCI Motors, bzw. eines Injectors.
Sorry für diese Formulierung, aber ich weigere mich grundsätzlich alles über einen Kamm zu scheren. Nichts ist schlimmer als ein Problem zu verallgemeinern.
Würden wir immer so verfahren, so hätten die meisten hier kein Auto sondern eine Pferdekutsche.
Ich denke Diesel hat es bereits sehr gut erläutert. Aufgrund der Beschreibung von Diesel würde ich (als Aussenstehender) die Kupferdichtung favorisieren.
kaputt gehen kann alles.
Dass sich die Technik weiter entwickelt, ist gut und auch gewollt.
Es gibt fast keinen Vorteil ohne einen Nachteil mit sich zu siehen.
Hierbei geht es um die empfindlichen Injektoren.
Vorteil: besserer Motorlauf (Komfort, den alle wünschen), weniger Verbrauch und Emissionen (wünschen auch alle),
Nachteil: höhere Kosten
Wenn alle neue Technik verweigern, würden wir heute noch mit lauten, lahmen, stinkenden Dieseln ala MB 200D herumfahren.
Dieser hatte die sagenhafte Leistung aus 2000cm³ 55PS zu kitzeln
Heute eine Lachpille, keiner würde einen S-Max/Galaxy oder Sharan/Alhambra mit solch einer
Motorisierung kaufen geschweige denn fahren.
Hier gab es sogar einige, die einen 115PS-Maxe kritisch gegenüber standen (Kaufberatung).
@Andre: beiss in den sauren Apfel und lass es reparieren.
Frag aber vllt. nach, ob es nicht irgendwo preiswerter geht.
Ich sehe außer besseren Emissionswerten keinen Vorteil von CR gegenüber der elektronisch geregelten VP Technik, und die Nachteile der undichten Injektoren sind ja bekannt, habe das schon mehrfach selbst gesehen, die Bereiche um die Injektoren wie mit Asphalt zugeteert, und das Zeug ist dann steinhart
Und weder Bosch noch Delphi bekommen das ganze mal richtig in Ordnung, man erinnere sich an die Meldungen das tausende Daimler Taxis stehen bleiben mussten wegen genau dieser Probleme und der Ersatzteilversorgung die zusammen gebrochen war, und das war im Jahre 2010, die ersten CR kamen in 1998 auf den Markt bei Daimler
Und das Gespräch mit dem Bosch Meister hat das ganze bestätigt, denn das ist sein täglich Brot
Ich schon. Mit CR lassen eine oder mehrere Voreinspritzungen darstellen, durch die der Motor so leise wird, dass man mit ein paar zusätzlichen Isolierungsmassnahmen im Innenraum nur durch den Blick auf den Drehzahlmesser sagen kann, dass man einen Diesel fährt. Dann heißt höherer Druck bei geringerer Drehzahl besserer Antritt etc.
Das verstehe ich, aber leider merkt man in der Praxis kaum einen Unterschied, der 2007er W211 220CDI von meine Onkel ist innen kaum leiser als mein A4 TDI, und von außen sind die CR von VW vom reinen Geräuschempfinden her nicht leiser als PD oder VEP TDI
Gute Dämmung bringt da mehr, wenn ich an den alten 524D von BMW denke, wenn der warm war dann war der kaum lauter als ein Benziner, und das war noch ein Steinzeit Diesel
Und vom Verbrauch her gibt es auch keinen Vorteil, mein A4 TDI Quattro fährt mit 6ltr/100km, ein neuzeitlicher Quattro braucht auch nicht weniger
Ich sehe es eben von meiner Position aus, und werde somit VEP TDI so lange fahren wie möglich, in der Hoffnung das bis dahin CR Syteme auf dem markt sind die keine hausgemachten Krankheiten haben
Würde ich wie viele von hier Firmenwagen fahren, dann wäre es mir vom Grundsatz egal, kostet ja nicht mein Geld…aber leider muss ich rechnen bei meinem knappen Budget
der „neuzeitliche“ Quattro hat einige (teilweise) sinnvolle Features zusätzlich an Board, ist größer, schwerer,
bietet wesentlich mehr Fahrkomfort und ist schneller.
Das bei gleichem Verbrauch ist auch ein Vorteil
die Kinderkrankheiten werden wohl verschwunden sein, wenn neue Systeme auf dem Markt kommen.
Dann wird es Leute geben, die auf die neue Technik schimpfen, unzuverlässig verschreien
und der guten alten CR-Technik hinterher weinen.
Unter anderem, wei der Austausch einer Injektordüse „nur“ 350,-€ kostet
Wie denkst Du in 10 Jahren darüber?
Dann liegt ein heute aktueller A4 Quattro in dem Bereich, die sich „normalsterbliche“ leisten können.
Erfahrungsgemäss muss man leider sagen das ein Injektor zwischen 120.000 und 200.000 km
lebt. Kommt auch natürlich auf die Treibstoffqualität an.
In Vergleich zu den " alten Dieseln " muss ein modernes Einspritzsystem bis zu 6 mal pro Takt einspritzen. (zB.: Regenerationsvorgang v. DPF), wobei die alten 1 mal bzw. 2 mal (Pilot/Haupteinspritzung) eingespritzt haben.
Es gibt aber sehr viele Firmen die sich auf die Aufbereitung (Regeneration) dieser Teile:
Injektor / Hochdruckpumpe spezialisiert haben.
Erfahrungsgemäss kostet das Überholen von 4 Injektoren inklusive der generation eines neuen Korrekturcodes so um die 500,- Euro . Und eine Tauschpumpe so um die 600,- Euro .
Denke Ich da aber an die VP 30/44 wo immer wieder der Transistor v. Mengenstellwerk oder das Magnetventil geflogen ist und diese noch immer im Tausch so um die 1000,- Euro kosten und oft auch nicht mehr als 150.000 km geschafft haben (FORD Focus , Opel Astra, C-Klasse ) …
Gegen den Fortschritt kann man nichts tun und gegen die Preispolitik mancher Hersteller leider
auch nicht !!!
Ich muss leider auch gestehen das Ich ein TDI / PDI Fan bin !!!
170.000 km - 1 x Kopfdichtung / 1 x Schwung / 1x Kabelstrang PD Elemente …
Aber echt nichts am Krst. System !!
Schöne Grüsse aus Wien,…
PS.: Ist jetzt der Injektor undicht ???
Treibstoffaustritt oder Abgase unten bei der Kupferscheibe ???
Zu 1. Injektor raus und überprüfen , versuchen festzuziehen …
Zu 2. Injektor raus, reinigen, Dichtung neu gegebenfalls Sitz unten
am ZK nachfrässen.
Das Problem ist nicht alleine das die Injektoren undicht werden, sodnern das dadurch die Köpfe mit eine glasharten Teerschicht überzogen werden so das die Injektore teilweise nur mittels gleichzeitiger Zerstörung des Zylinderkopfes einher geht und dann gehen die Kosten in 4-stellige Höhe
Und Daimler (bzw Bosch) hat von 1998 bis heute diese Probleme nicht in Griff bekommen
TDI mit VEP habe ich einige im Umlauf, alle weit über 200tkm, der mit dem höcchsten KM Stand liegt bei 465tkm
Und genau das neue Autos immer schwerer werden ist das Problem, VW muss mit dem UP erst eine neue Klasse „erfinden“ und das Auto ist trotzdem nicht sparsamer als ein 15 Jahre alter Lupo 3L, wo ist da der wirkliche Fortschritt gerade im Bereich Verbrauch?
Warum werden keine Hybriden gebaut mit einem kleinen 2-3 Zylinder Diesel Motor an Bord, sondern nur solche die bei längerer Strecke mehr Sprit brauchen als viele herkömmliche Autos ohne E-Technik
Weil die meisten Käufer sich für dumm verkaufen lassen, und sich das viele mehr Sicherheit oder Komfort als Fortschritt aufschwatzen lassen und dann auch noch teuer bezahlen
Die Hersteller könnten es und ein gutes komfortables sparsames Auto auf die Räder stellen für einen guten Preis, aber solange es genug „Dumme“ gibt ist das nicht nötig
Also ich hatte am Wochenende das Glück einen neuen 530d fahren zu dürfen. Das war schon extrem nett. Der Motor klingt gut, das Auto zieht untenrum super durch und man hat zu keinem Zeitpunkt den Eindruck in einem Diesel zu sitzen sondern in einem richtig großen Benziner . Trotzdem ist der Langstreckenverbrauch, selbst beim Ausnutzen der Fahrleistung sehr gut.
Technisch hat sich da schon was getan.
Trotzdem werde ich meinen Dicken behalten, denn er ist günstig im Unterhalt, hat 7 vollwertige Sitze und ist immer noch unter den sparsamsten Autos dieser Größe.
Bin gerade auf der Bahn 250km mit 6,7 Liter gefahren (natürlich helfen da die vielen Baustellen in Richtung Norden )
Also lt. Werkstatt ist der Injektor selber defekt und nicht nur die Dichtfläche undicht. Das war natürlich meine erste Frage. Und ich muss sagen, dass ich dieser Werkstatt eigentlich wohl vertraue.
Das Ersatzteil hat er schon bestellt (wie gesagt, nur Original bei Ford erhältlich, kostet 337,- € Brutto). Ich gehe davon aus, dass das Ding in dieser Woche eingebaut wird.
So, lange hat es gedauert. Weiß auch nicht, ob der Injektor mit dem Fahrrad aus China kam …
Heute wurde er gewechselt. Endlich ist der Gestank vorbei!
Hat Brutto 410,13 € gekostet.
Hallo Chris!
So schlimm ist es bei mir nicht gewesen, das Auto ist problemlos gefahren, nur der Gestank störte und der verölte Motor. Siehe Schadhafter Injektor und verölter Motor
Schöne Grüße!
Bert