Wieso muss ein Öl 3,40€ kosten um mit deinem Mobil 1 mitzuhalten? Das lässt sich so nicht einfach vergleichen. Entweder es wird der standard Wechselinterval zu Grunde gelegt, oder ein fester. Ich persönlich würde KEIN Öl 30000km fahren. Ich denke, dass verschiedene Additive in dieser Zeit schon längst nicht mehr vorhanden sind. Ich meine, aber das müsste ich suchen, dass es da auch Tests drüber gab. Vor allem die Sogenannten Viskostitätsverbesserer bleiben nicht ewig, sodass das Lö nach einer gewissen Zeit „nur noch“ seine Grundviskosität hat. Und das ist z.B. für den Kaltstart eher schlecht, weil die meisten Öle dann zu einer höheren Viskosität neigen. Die Viskositätsverbesserer sorgen dafür, dass das Öl im heißen Zustand dickflüssiger bleibt. Fallen diese Additive weg, wird das Öl bei heißem Motor zu dünn und die Scherstabilität nimmt ab. Folge ist ein Schmierfilmabriss und damit ein Motorschaden.
Für den MCV hab ich jetzt auch 5 W 40 von Fuchs bestellt, da ich kein Elf Plörre oder Noname in die Kiste kippen wollte und Fuchs zudem am günstigsten war ( 4,29 €/L).
Liqui Moly und Fuchs wären für mich auch heiße Kandidaten, aber für PD die nächsten 5 Wechsel erst mal Mobil 1.
@ Bluecontacter:
Mobil 1 ist ein Longlife ÖL, hat sogar 50700 Spezifikation somit hat es sehr große Reserven und ist auf lange Intervalle ausgelegt. Ich fahre damit dann einfach 30.000 Km für an-/ umgerechnet 3,40€/L .
Wie ist es denn mit all den anderen 50400/50700-Ölen, z.B. von Shell? Haben die keine großen Reserven? Auf welche Intervalle sind denn diese Öle ausgelegt?
Derartige Normen sind Mindestspezifikationen. Als grobe Orientierung mehr als brauchbar, aber kaum geeignet um aus mehren Kandidaten den Primus herauszufinden.
Und die technischen Unterschiede zwischen den Ölen sind gewaltig. Schau Dir doch nur mal den Test von ACE an. Weniger wegen des (imho nichtssagenden Gesamtergebnisses) sondern mehr wegen der chaotisch erscheinenden technischen Einzelwertungen. Lediglich EIN Öl (Opelöl von Shell) hat in allen technischen Wertungen ein hervorragendes Ergebnis. Diese Öl war dann auch eines der teuersten.
ALLE anderen Ölen hatte irgendwelche Ausrutscher. Ich habe keine Ahnung ob der miserable Aschewert des Mercedes-Öl durch zwei Spitzenwerte bei Verdampfungsgrad und Base-Number (???) kompensiert oder gar überkompensiert wird oder ob Mercedes-Motoren einfach keine guten Aschewerte benötigen. Es zeigt aber, dass Motoröle trotz gleicher Herstellerfreigaben vollkommen unterschiedliche Eigenschaften haben.
Mal eine Frage: Wie kommst Du darauf, dass ein Wechselintervall von 15.000 km kein Problem sei, bei 30.000 km das Öl aber seine technischen Eigenschaften verloren hätte?
Die 15.000 km stammen aus den 80er Jahren. Für die damaligen Öle (meist vollmineralisch), war dass offenbar die Grenze der Belastbarkeit. Damals hat man übrigens häufig propagiert, dass nur ein Wechselintervall von 7.500-10.000 km einen Motor langfristig am Leben erhält. Egal was die Hersteller mit ihren irrwitzig langen 15.000er Intervallen so schreiben.
Nur haben sich die Zeiten geändert. Die heutigen Öle sind gegenüber damals Hightech-Produkte. Öle können ihre Eigenschaften sehr wohl recht lang erhalten.
Deine Erklärung ist imho inkonsistent.
Entweder nimmt die Viskosität zu, dann wäre das für Kaltstart schlecht, für das Heißschmierverhalten aber gut. Oder aber sie nimmt ab, gut für den Kaltstart aber schlecht für das Heißschmierverhalten.
btw:
Gerade bei unseren Dieseln funktioniert das mit dem variablen Ölwechselintervall und stellenweise sehr langen Wechselintervallen, in der Praxis sehr gut.
Hurra, ein Ölthread. Mindestens so erheiternd wie ein Reifenthread. Null Fakten, 100% Meinung und Glauben.
Hier im Forum bekommt man ja nun schon ein Gefühl für real auftretende Probleme an unseren Autos. Schäden am Motor direkt durch Schmierfilmabriss sind da nicht auffällig. Was es gibt, sind Turboschäden. Da kann man jetzt spekulieren, ob es mit am Öl lag, oder nicht.
Bei uns im Ort arbeitet einer bei Castrol im Vertrieb.
Er hat mir gesagt, dass es definitiv so ist, dass die Longlife Öle nachlassen und dass es besser wäre, einmal im Jahr oder alle 15tkm einen Ölwechsel zu machen.
Dies wird aber beim Kunden aufgrund der hohen Werkstattkosten und des zusätzlichen Werkstattbesuchs nicht mehr akzeptiert. Besser für den Motor wäre es trotzdem, besonders bei vorwiegendem Kurzstreckenbetrieb.
Mein Dicker bekommt schon immer einmal im Jahr neues Öl, natürlich mit Filter, (kostet mich ja auch nicht viel dank Selbermachen) und der Turbo ist noch astrein. Auch spendiere ich ihm einmal im Jahr einen neuen Luftfilter.
Alles andere wäre irgendwie verblüffend, oder?
Es kommt doch aber nicht darauf an, ob das Öl z.B. nach 50 Tkm noch jungfräulich ist, sondern ob die Eigenschaften für den ordnungsgemäßen Betrieb noch ausreichen. Früher taten das die Öle bis 1.000km, dann bis 7.000 km, danach 15.000 und jetzt halt 30-50 Tkm
Es ist klar, dass aus Verschleißschutzgründen eine Frischölschmierung optimal wäre.
Wenn ich jetzt nicht völlig daneben liege, hast Du noch nicht einmal 150 Tkm auf der Uhr. Was soll denn da kaputt gehen?
Ja, ich glaube, ich meine und ich persönlich würde es anders machen als vielleicht die meisten anderen hier.
Ich kann nicht sagen, ob der Wechsel bei 15000km besser ist, als bei 30000k. Schlechter wird es in keinem Fall sein. Auch ohne beigefügte Studie. Ich behaupte ja auch nicht, dass jeder, der das Öl über 30000km fährt automatisch einen Motorschaden erleiden muss. Aber ich denke, dass durchaus Teile wie der Turbo unter Umständen einem hoheren Verschleiß an den Lagestellen unterliegen können.
Aber es stimmt, in meiner Aussage zu den Viskositätsverbesserern habe ich mich schlichtweg verhauen. Es sollte natürlich genau umgekehrt sein.
Ich verlinke dazu gerne mal ins Octavia-rs.com wo genau dieser Test des ace ebenfalls besprochen wurde.
Den Kommentar von ‚rableier‘ finde ich recht sinnvoll, deswegen der Verweis daruf.
Ich ganz persönlich meine, daß die Ölwechselintervalle von den Automobilherstellern immer zu kurz angegeben werden, um ihre Werkstätten bei Laune zu halten.
Meine Autos bekommen, seitdem ich Autos habe, einfach Ölwechsel nach Herstellerangabe. Das sind beim AUY alle 30.00km (länger will der nicht mit longlife). Und was soll ich sagen, bisher gab es da noch nie irgend ein Problem.
Teuer?
Wenn ich einen Literpreis bei den 20 Liter Fuchs von 4,77€ ansetze (91,95+ Vers. bei amazon z.B.)komme ich bei 4,2 Litern Füllmenge auf etwa 20€ Kosten für das Öl. Rechnen wir noch 12€ für nen Filtereinsatz dazu, bin ich bei 32€ für nen Ölwechsel. 15000km bedeutet bei mir ca. 1x im Jahr. Also ist das tatsächlich die horrende Summe von ca. 32€, die ich jedes Jahr vollkommen unbekümmert ausgebe.
Über die Notwendigkeit diskutiere ich bei dem Preis garnicht…
Vielleicht sollte ich auch noch erwähnen, dass der Sharan nicht nur Langstrecke läuft. Da sind oft Entfernungen unter 10km bei. Die einzigen längeren Strecken, die er läuft, sind die 35km Arbeitsweg meiner Frau und die Urlaubsfahrten nach Spanien (ja 1500km).
Das Öl-Thema ist wie das Reifen-Thema einfach eine Glaubensfrage!
Jeder hält seine Methode/Anwendung für richtig, da kann man nicht alle zu einer Meinung bewegen.
Welcher normale Mitteleuropäische Wagen muss schon Temperaturen von minus 40°C bis plus 50°C Umgebungstemperatur überstehen und immer noch sicher laufen?
Mein Seat sollte es!
Wer bringt so viele km im Gebirge zusammen, bei Eis, Schnee, Regen, Nebel und Sonnenschein, wie mein Seat?
Mein Seat muss es!
Also kann ich nicht darauf pochen, dass ich das Richtige Zeug, für alle, am Auto und im Motor habe.
In den Kofferraum kommen auch zuerst die Schneeketten, bevor die Winterreifen montiert werden, denn im Herbst wurde ich schon einige male vom Schnee in den Bergen überrascht.
Daher ist es auch unmöglich von einem „Flachlanddeutschen“ das selbe zu verlangen, oder ihm meine Erfahrung aufzuschwatzen.
Bei Reifen und Öl, werden wir hier nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen [-X
Danke Manfred, das mit der Glaubensfrage unterschreibe ich sofort.
Einen Ölwechsel alle 15000 km kann man wohl von niemandem verlangen. Muss man auch nicht. Aber eben auch nicht verbieten. Ich wechsel mein Öl nunmal in diesen Abständen. Punkt.
Wer es anders machen möchte, dem ist es natürlich genauso freigestellt, wie denen, die ebenfalls kürzere Intervalle bevorzugen.
Ich denke, damit sollte in diesem Thema auch alles gesagt sein.
Fakt ist:
Solange Motoröl nach VW Spezifikation eingefüllt wird, kann man sich an die von VW vorgegebenen Intervalle halten. Ob LongLife oder feste Wechsel.
Alles Andere liegt im Ermessen (Glauben) des Besitzers…
Ganz ehrlich? Ich leg mich drunter und trinke aus. Was meinst du, was das Dünnpfiff gibt…
Nee, im Ernst, um das ganz kurz zu beantworten:
Ich bringe den Wagen auf Betriebstemperatur, Fahre den Wagen auf Auffahrrampen, damit die Ablassschraube noch etwas tiefer liegt, dann lasse ich ablaufen und warte erstmal. In der Zeit wechsel ich den Filter, trinke Kaffee oder ein Bierchen, und dann warte ich noch etwas länger. Wenn nichts mehr tropft, kommt ne neue Schraube samt Dichtring rein und dann wird das Öl eingefüllt.
Aber auch dabei gibt es sicherlich was zu beanstanden, oder?
Gruß Bastian
PS:
Es soll ja Leute geben, die wechseln direkt zweimal hintereinander. Altes raus, neues rein, Motor laufen lassen, neues raus, ganz neues rein. Diese Leute nennen das spülung.
Ob das sinnvoll ist, darf an dieser Stelle gerne weiter diskutiert werden. Ich klinke ich dann aber aus… \\:D/
Na ja, eine Aussagen kann man nach den ganzen Aussagen hier unbesorgt treffen: Keiner der „ich weiß es besser“ - Fraktion hat bisher irgend ein Problem gehabt, was auf falsches oder zu spät gewechseltes Öl zurückzuführen ist.
Ergo ist es ziemlich egal, ob nun „SuperBlub Longlife 17“ oder „MegaSchmier Extra Quietsch 3“ reinkommt. So lange die Plörre die VW-Norm erfüllt, ist alles prima. Ebenso völlig egal ist es, in wie weit man die Herstellerangabe zum Wechselinterval unterbietet. Ob nun alle 5000, 1000, 15000, oder 30000km, völlig wurst.
#35
Absaugen kommt bei meinem Seat nicht infrage [-X
Kenne aber auch Kollegen, die schon zig tausende km nichts andres machen, als nur Absaugen und auch keine Probleme haben.
Eines haben wir aber gemeinsam:
das Motoröl wird immer im warmen Zustand gewechselt/abgesaugt und immer kommt ein neuer Ölfilter rein!