BVK: Ladedruckregelung: Regelgrenze überschritten-Turbo/Drucksensor/AGR/Druckwandler schon gewechselt

Ja, ich denke derjenige der den Lader „überholt“ hat wird hier eventuell geschludert haben beim VTG.
Wobei es ja absolut leichtgängig war als ich es vor dem Einbau gepüft habe.
So gesehen kann man hier ev. gar keinen Fehler vermuten…

Ich hätte jetzt auch nicht daran gedacht bei einem „neuen“ Lader etwas am VTG zu ändern…

Ich hatte leider den Fehler gemacht, das Ding damals trotz der auf den Bildern offensichtlich anderen Optik zu bestellen…
Die Stehbolzen sehen anders aus, der Sicherungslack der Schrauben auch :wink:
Aber hätte ja auch sein können, dass es dennoch so ist wie der Verkäufer behauptet hat.
Leider hat der offenbar vorsätzlich gelogen, denn der hat behauptet der Lader ist neu und kommt von Garret…
Und da kein Pfand oder Tauschteil nötig war, hätte es ja wirklich sein können wie der Verkäufer behauptet hat.
Es könnte ja sein, dass „2.Wahl Lader“ ohne Originalverpackung und „Garret Garantie“ auf diesem Weg verramscht werden - zum wegwerfen wäre es ja auch schade…

Der Lader ist - anders als behauptet - definitiv kein neuer Lader von Garret.
Das Gehäuse ist offenbar ein VW OEM Lader von Garret, die Rumpfgruppe von „KODE“

Und so sieht die original Garret aus:

In dem Fall ganz offensichtlich „Wer billig kauft der kauft 2 Mal…“

Aber wenn einerseits der Verkäufer die Wahrheit gesagt hätte auf meine Frage ob es ein überholter Lader ist, hätte ich nicht gekauft.
Und wenn andererseits das VTG nicht aus ungeklärten Gründen direkt nach Einbau geklemmt hätte, würde der Lader vermutlich funktionieren und der 1. Tausch wäre erfolgreich gewesen…

Ich habe keine Ahnung, wie „gut“ oder „schlecht“ die Rumpfgruppen sind die dort eingebaut werden.
Der Tausch der Rumpfgruppe ist ja sehr einfach und schnell erledigt wenn der Lader ausgebaut ist.
Der überholte Lader den ich nun ausgebaut habe hatte sonst funktioniert abgesehen vom VTG.

Jedenfalls sollte man sich bei einem Lader unbedingt die Rumpfgruppe sehr genau ansehen.
Der Rest vom Lader ist in dem Zusammenhang uninteressant, denn den kann man strahlen und der sieht dann auch wieder aus wie neu.
Da geht auch i.d.R. nichts defekt.
Auch das Typenschild sagt nat. nichts aus in dem Zusammenhang.

Ich hatte gestern noch fertiggeschraubt bis Mitternacht und ne kurze Probegefahrt gemacht - der Fehler scheint zum Glück behoben.
Der IST LD folgt dem SOLL LD sehr gut, bis auf kurze Überschwinger kein Problem.
Offenbar war bei dem 1. originalem Lader wirklich der eigenartige Schaden am Abgasrad Nähe VTG für den Fehler verantwortlich?!?
Eventuell funktioniert dadurch die Regelung nicht 100% - da der Lader nicht so regiert wie von der Regelung erwartet…
Ich hoffe es, die Zeit wird es zeigen.
Da der Fehler ja nicht immer aufgetreten ist, muss ich mal beobachten.

Sowohl der eigenartige Fehler mit vermeintlich „gesundem“ Lader und leichtgängier VTG, als auch das direkt nach Einbau klemmende VTG sind offenbar absolute Ausnahmen - denn ich konnte dazu mit google nichts finden…

Ist nat. TOP, wenn einem solche Sachen passieren - ich bin es aber eh nicht anders gewohnt :upside_down_face:

Ja - war eben vor ca. 3 Jahren, als die sonderbaren Probleme angefangen haben…

Ich werde die Turbo´s wohl zu so einem „Instandsetzer“ senden - ich mag gar nicht abschätzen wie viele von den Turbo´s mit den (China?) Rumpfgruppen unterwegs sind und die laufen ja offensichtlich.
Kennt jemand Instandsetzer die von privat ankaufen?
Der jetzt eingebaute wäre wenn man das VTG ein wenig schleift i.O. - also wenn den jemand haben möchte (oder beide) einfach melden.
Viel. bekomme ich noch ein paar € raus als Zuschuss für den neuen Garret :joy:

https://kodeturbo.com/

Sieht auf den Fotos aus der Firma eigentlich sehr solide und sauber aus.

Polen, Masuren, soll eine schöne Gegend sein :slight_smile:

Kannst ja bei denen mal anfragen, was der letzte Aufbereiter falsch gemacht hat, dass das mit ihrer Rumpfgruppe gleich nach Einbau klemmte.

Danke für die Bilder!
Auf dem ersten Foto sieht es so aus, also ob die Schaufeln zu keinem Zeitpunkt geöffnet haben und außerdem ist es Richtung Abgasausgang verdammt rußfrei.
Hast du dort vorher rausgewischt oder warum ist das dort so sauber?
Die Abgase können ja nicht einen anderen Weg nehmen, wenn die Schaufeln geschlossen sind, oder?

Also für mich sieht das so aus, als hätten die VTG Flügel an der Scheibe geschliffen, also sehr knappes Spiel. Entweder haben die das Teil schon zu fest zusammen geschraubt, oder es sind da Teile getauscht worden, die sich thermisch anders verhalten.
Die Rumpfgruppe würde ich ausschließen, die hat ja erstmal nichts mit dem VTG zu tun.

Allerdings hast Du geschrieben, dass das VTG auch nach dem Ausbau noch verklemmt war. Das spricht dafür, dass sich Teile unter der Hitze verformt haben. Und das wiederum deutet darauf hin, dass der Stahl unter Spannung stand, welche sich dann durch die Temperaturen normalisiert haben.

Dass die Lader auch von Garrett knapp berechnet sind, zeigen ja die Schäden am Original VTG. Ganz hundertprozentig bekommt offenbar selbst Garret die Legierung nicht immer so genau hin. Stimmt die Legierung nicht, dann stimmen auch die Eigenschaften (Ausdehnung, Härte etc. nicht). So ganz trivial ist das Verfahren nicht.

Und da Garrett ja die Spezifika der Legierung wie auch der Anzugsmomente für sich behält, haben da Dritthersteller noch schlechtere Karten. Laut Garrett soll ja eine Überholung ja auch gar nicht möglich sein.

Eigentlich aber auch kein Wunder, damit sich so eine Firma halten kann und Gewinn macht muss ja die Qualität stimmen.
Wenn das Zeug nicht hält, weiß es dank Internet ja sofort jeder…

Ja - hat tatsächlich sofort nach Einbau gesteckt.
Der Wagen ging auf der Probefahrt in Notlauf :weary:

ja - wie neu?!?

Die sind zum Notausgang raus :joy:

Eigentlich nicht???

Durch den Schlitz rund um die VTG Schaufeln kommen die Abgase in den Abgasteil vom Turbo.
Die Schaufeln leiten die dann im eingestellten Winkel auf die Abgasturbine.
Der Auslass in Richtung Abgasanlage ist dann weg von der Rumpfgruppe - in Richtung von dem „Loch“ raus aus dem Turbo…
Dadurch, dass die VTG Schaufeln viel zu eng waren ohne Spiel kamen die Abgase nicht weiter als bis zu den Schaufeln und mussten sich da wohl „durchkämpfen“.
Vielleicht ist dort so viel Ruß weil sich die Abgase dort gestaut haben???

Ab Motorlauf gar keines mehr offensichtlich.
Das VTG war nicht schwergängig - es war FEST.
Ich konnte es auch nicht mit einer Gewindestange bewegen und auch nicht mit dem Finger.

Vor Einbau war es völlig „frei“ - es hat nicht gekratzt oder irgendwas…

Stimmt - wenn der VTG -Murks nicht gewesen wäre, dann wäre der Turbo vermutlich einwandfrei gelaufen…

Ja - komplett.
Erst nach minimal lockern der Schrauben hat es sich bewegen lassen…
Entweder war wirklich Verformung die Ursache oder es war schon so knapp, das der erste Ruß direkt alles verklemmt hat?!?
Aber eher wohl durch die Hitze…

Doch schon - aber nur wenn die es selber machen.
Da die eben keine Einzelteile verkaufen.

Im Grunde ist die Überholung von einem Lader ja sehr simpel wenn man die Rumpfgruppe neu macht.
Reinigen, VTG gängig machen und mit neuer Rumpfgruppe zusammenschrauben.

Da für das Wuchten der Turbine der Rest vom Lader nicht nötig ist spricht ja nichts eine Überholung auf die Art.
Wenn also Garret die Teile rausgeben würde, dann wäre so ein Turbo im Grunde so gut wie ein Neuer…
Aber ob die Turbinen wie hier von „Kode“ schlechter sind, kann wohl niemand sagen?!?

Hmmm? :thinking:
grafik

Geht’s nicht hier bei „EXIT“ raus Richtung Auspuff?
Wenn ja, warum ist es da nicht rußig?

Oder gibt es wirklich noch einen Notausgang/Bypass? Das wäre dann ein sg. Wastegate, richtig? Wo sitzt das?

Ein Wastegate wäre ein Ventil, gibts auch. Wir haben wir einfach eine verstellbare Geometrie. Je nach Einstellung der Lamellen strömt das Abgas direkt auf die Wellenschaufeln oder eben mehr oder weniger dran vorbei. Also kein Auf oder Zu sondern nur die Strömungsrichtung.

Eben, das machen wenn, dann die Vertragshändler / Vertretungen von Garrett, die bieten es ja auch an. Rausrücken werden die die Teile vermutlich eher weniger.
Ein „günstig“ Fremd-Instandsetzer wird erst mal gucken, wo er Teile günstig bekommt. Bedeutet nicht zwingend dass er Schrott verbaut, aber da sich die Rumpfgruppe ja relativ einfach tauschen läßt, heißt das ja nicht das die Plan von der Materie haben.

Ich würde aber erwarten, dass ein seriöser Instandsetzter das Ding vor Auslieferung einmal auf Temperatur bringt um zu sehen, ob es überhaupt funktioniert. Sollte man daran erkennen, dass die Ölflansche ölig sind.

Da kann man nun drüber spekulieren. Es gibt ja den Ratschlag, einen sehr heißen Motor ein wenig nachlaufen zu lassen, damit sich die Teile kontrollierter abkühlen können. Das Verklemmen der VTGs kommt ja durchaus öfter vor. Und ich will nicht wissen wie die Dinger aussehen, die vielleicht noch muter ihren Dienst tun. Wenn die Turbos getauscht werden, dann machen sich die wenigsten Werkstätten die Mühe, das Alt-Teil auseinander zu nehmen.

Das beschädigte Flügelrad ist noch eine andere Frage. Zum Fehler führt es vermutlich aber erst, wenn der Turbo nicht mehr genug Druck aufbaut. Zu viel Druck liegt aber nicht am Flügelrad sondern an der Tatsache, dass die Verstellung nicht mehr (schnell genug) zurückkommt, um den Druck auf das Flügelrad zu reduzieren.
Selbst mit angefressenem Flügelrad kannst Du noch viele KM fahren. Größeres Problem wird hier sein, dass dann die Welle unwuchtig wird und schneller verschleißt.

Doch - du hast natürlich Recht. (hab´s geändert)
Sorry ich habe Unsinn geschrieben und hatte selber den Denkfehler :hushed:

Also bei Exit geht´s raus.

Ich hatte das Foto direkt nach Demontage gemacht und bin ja auch gefahren in der Zwischenzeit sei letztem Tausch…

So sah es aus nach dem ich ein wenig gereinigt habe:

Ein weiteres Mysterium?!?

Also mysteriös finde ich, dass die Verklemmung offenbar stattfand, als die Dinger zu waren. Damit hätte der Ladedruck eigentlich zu gering sein müssen.

Sehe aber deutliche blanke Spuren, wo offenbar Verstellflügel auf die Scheibe gedrückt wurden.

Was jetzt aber wirklich zu diesem Zustand geführt hat, das kann man nur noch orakeln.

Abschließend:

Der Fehler ist zum Glück bisher nicht mehr aufgetreten.

Wechsel des Turbo nach OBEN:
(Weil bei 4Motion sonst das Winkelgetriebe raus müsste)
Es geht aber nat. auch bei Frontantrieb - ist dort aber sinnfrei.

Ich habe den Wechsel mit 2 Auffahrrampen in der Garage durchgeführt.
Eine Bühne würde bei der Methode nach oben sinnfrei sein, aber mit Bühne würde man nach unten tauschen und es wäre dann SEHR viel einfacher…
Mit Grube geht beides denke ich.

Es ist jedenfalls möglich, aber ggfs. nicht ratsam weil sehr aufwendig.
Hinter dem Motor in Richtung Innenraum ist kaum Platz, man sieht absolut nicht was man schraubt und muss sich überall herantasten:

Im Bild ist der Turbo draussen - mit eingebautem Turbo ist fast überhaupt kein Platz mehr dort…

Mit Blickrichtung Zylinderkopf bzw. Motor.
Unten sieht man das Winkelgetriebe vom Allrad und somit den Grund, weshalb ich überhaupt nach oben ausgebaut habe…

Der AGR Kühler kann drin bleiben damit man den Kühlmittelkreislauf nicht öffnen muss.
Er nervt zwar tw. aber man kann ihn immer ein wenig „umlegen“.

Um möglichst viel Platz (und Licht) zu haben sollte man folgendes entfernen:

Verkleidungen Motor, Batterie, Unterfahrschutz, Wasserkastenabdeckung
Scheibenwischer, Verkleidung unterhalb Scheibenwischer

Unten:
Antriebswelle rechts abschrauben Getriebeseitig
(Radseitig kann bleiben, damit man an die Schrauben kommt Fzg/Rad anheben)
Ladeluftrohr das vom LLK Richtung Turbo führt
Ladeluftrohr das weiterführt zum Turbo ansaugseitig
Ölrücklaufleitung vom Turbo zum Block

Wichtig: Schraube die den Turbo unten am Block abstützt.
Problem dabei: Dort ist der Turbo zusammen mit einem stabilem Winkelblech am Block angeschraubt das auch das Winkelgetriebe stützt.
Leider ist diese EINE Schraube so dämlich angeordnet, dass man an die Schraube am Turbo direkt nicht rankommt.
Also muss man die schraube Lösen, die zusammen mit dem Winkelblech am Block verschraubt ist.
Das macht die Sache nicht einfacher, insbesondere das ansetzen später ist sehr angenehm… :face_vomiting:

Oben:
Ladeluftschlauch vom LLK zum AGR
AGR Ventil (langer Imbusschlüssel mit Kugelkopf nötig, dann kann man an die untere Schraube rankommen)
Rohr vom AGR zum AGR Kühler
AGR Kühler (abschrauben und an Schläuchen hängenlassen)

Ansaugbrücke! Relativ übel, die Schrauben sind nicht sehr angenehm zu erreichen…

Wieder von oben:
Nun kann der Turbo losgeschraubt werden.

Beginnend mit der Ölvorlaufleitung, damit man die nicht vergisst.
(Nach Bedarf neu machen - je nach dem was das Fehlerbild beim Turbo war)

Rohr zum AGR Kühler ist ab
Flansch zur Abgasanlage losschrauben
Krümmer (Turbo) vom Kopf losschrauben

Wenn die Schraube unten bereits gelöst wurde, kann der Turbo nun nach oben entnommen werden.

Montage in umgekehrter Reihenfolge…

Die Öl Rücklaufleitung diesmal aber vorher anschrauben und vor Anschluss der Vorlaufleitung mit einer Spritze frisches Motoröl in den Anschluss vom Turbo (Vorlauf) geben. (Wieviel dort bleibt ist die andere Frage, nicht sparen. Ich habe dabei die Welle ein wenig gedreht mit dem Finger)
Vor dem Motorstart dann unbedingt den Stecker der PDE´s abziehen und den Motor ausreichend durchdrehen mit dem Starter damit sich die Vorlaufleitung füllt zum Turbo und der Turbo geschmiert wird.

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