Funktion und Probleme der AGR (für TD-PD, z.B. AUY Motor) sind schon recht ausführlich besprochen worden. Ohne diese Beiträge hatte ich nie verstanden worum es da eigentlich geht.
Nun eine Frage: Mein AGR, km 180000 war wie erwartbar völlig verdreckt, im Zuge einer groesser Reparatur gereinigt. Wenn ich es nun teste indem ich mit einer kleinen Handvakuumpumpe am Unterdruckanschluss der Dose für das AGR (also nicht die Dose für die „Drosselklappe“) ansauge tut sich genau nichts. D.h. das AGR Ventil bewegt sich nicht und es wird auch keinerlei messbarer Unterdruck aufgebaut, so schnell ich auch pumpe. Man kann aber das AGR von der Abgasseite mit einem Werkzeug gegen eine Federkraft von einigen 10N hinein drücken. Es ist also beweglich und nicht fest gefressen.
Meine Vermutung ist nun das die Unterdruckdose undicht, also defekt ist. Kann das sein? Ist es richtig das man bei korrekter Funktion einigen Unterdruck problemlos aufbauen kann und die Stange des AGRs sich dann bewegt. Es wurde ja auch schon berichtet das man das Ding durch ansaugen mit dem Mund bewegen kann, was ich mir bei der Federkraft absolut nicht vorstellen kann.
Und das wichtigste: Wenn nun wirklich die U-Dose undicht ist, kann man da was reparieren oder nur in die Tonne treten?
Tja, den Unterdruck mit dem Mund erzeugen schaffen wahrscheinlich nur SGA’ler die auch eine Wärmflasche aufblasen könnten .
Die Dose selbst dürfte sich nicht reparieren lassen, da die Gummimembran mit in der Falz in der Mitte der Dose mit eingepreßt ist und somit ein Wegwerfartikel ist.
Hi,
So wie du das beschreibst ist die Dose hinüber, wahrscheinlich die Membran im inneren undicht.
Da kannst du nicht’s reparieren da hilft nur ersetzen.
Wenn die Dose in Ordnung wäre müsste sie den Unterdruck halten.
p.s. der Hase war schneller
Das AGR ist doch Federbalastet und dadurch im Drucklosen Zustand offen.
Ergo bei Unterdruck zu.
Wenn also kein Unterdruck gehalten wird und das AGR dadurch nicht richtig bzw gar nicht schließt hat der Motorauch über 3000 Umdrehungen spürbar weniger Leistung.
#9 Ich zitiere mal aus dem VW Selbstschulungsprogramm 153:
Das AGR-Ventil sitzt in einem Verbindungsrohr zwischen Abgas- und Ansaugkrümmer.
Wenn es mit Unterdruck beaufschlagt wird, öffnet es und lässt Abgas in den Frischluftstrom gelangen.
Zitat Ende
Es scheint klar, das Ding ist kaputt und kann nur ersetzt werden … und wieder einmal kriegt das Auto was brandneues eingebaut. Ich erspare mir wenigstens das grausame Putzen.
Über die Sinnhaftigkeit des AGR zu diskutieren ist schwierig und da gibt es viele Aspekte. Ganz umsonst wird das AGR schon nicht eingebaut worden sein und der Umweltschutz wird im Allgemeinen als wichtig bewertet, außer es kostet das eigene Geld …
Die Position in Ruhestellung ist ja glaub ich auch schon geklärt und meine Fotos sind glaub ich nicht mehr notwendig. Ohne Unterdruck ist da AGR Ventil geschlossen, d.h. es kommt kein Abgas ins Ansaugrohr, die „Drosselklappe“ ist hingegen offen.
Mit Unterdruck zieht die AGR Dose an der Stange quer zur Luftstromrichtung und öffnet das AGR Ventil gegen die Federkraft.
Nochmals Danke für die Antworten und das Beschäftigen mit der Problematik.
Das AGR dient dazu in bestimmten Teillastbereichen die Temperaturen im Brennraum zu senken und so die Stickoxidemmissionen zu verringern.
Hierbei wir leider auch Russ in den Ansaugkrümmer geleitete, der im Krümmer Ablagerungen bildet, welche sich im schlimmsten Fall lösen und einen Motorschaden verursachen können.
Die hierfür erforderlichen Resourcen sind sicherlich genauso schädlich wie ein defektes AGR.
Bei einigen Opel Modellen wird das AGR nach Aufspielen eines Updates der Motorsteuerung stillgelegt.