Welches Getriebe für Anhängerbetrieb DSG oder Schaltgetriebe? 150PS TDI oder 177PSTDI ?

Hallo zusammen,

Bekannte von mir wollen sich aktuell einen Alhambra neu kaufen und sind am konfigurieren.
Dabei stellte sich die Frage wieviel Leistung soll der TDI haben?
Weiterhin DSG oder Schaltgetriebe?

Sie haben einen Wohnwagen mit 1350 kg zul. Gesamtgewicht. Sie haben grundsätzlich kein Problem manuell zu schalten, würden nur wenn es beim Ziehen einen Vorteil ist ein DSG nehmen. Der Wiederverkauf stünde dann voraussichtlich in über 10 Jahren an wenn das Auto sowieso schon „verbraucht“ ist.

Ich selbst habe mich beim Galaxy wegen Wohnwagenbetrieb für das Wandlergetriebe und nicht für das DKG entschieden, weil ich eigentlich der Meinung war dass das DKG beim Anfahren mit Anhänger keinen Vorteil zum Schaltgetriebe hat.
Wie seht Ihr das?
Beim Galaxy ist es ja sogar so, dass bei dem TDCI mit 167PS und DKG im Anhängerbetrieb die Motorleistung reduziert wird um das Getriebe nicht zu überlasten, weil es zu schwach ausgelegt ist und zu heiß wird.
Gibt es solche Einschränkungen beim Sharan/Alhambra auch? Ist da irgendetwas bekannt was man da beachten müsste.

Wie ist das mit den beiden genannten Motoren. Hat der 177PS TDI da einen entscheidenden Vorteil? In den Daten Ist der Unterschied beim Drehmoment gar nicht so groß.
Oder ist das sogar so wie beim SharanII TDI PD mit 115PS und 130PS die beide das gleiche Drehmoment hatten und man beim Hängerziehen gar keinen Vorteil hatte weil der 130PS erst bei höheren Drehzahlen mehr Leistung hatte?
Reicht da der 150PS aus?

Vielen Grüße

Thomas

#1

Ich würde Schaltgetriebe wählen ,außer es gäbe eine bezahlbare Garantie über die geplante Haltedauer.

Motormässig halt überlegen mit welcher geplanten Drehzahl man bei 80-110 fährt .

#2

#1

Was meinst du damit?
Ist das Getriebe beim 177PS der Motor so lang übersetzt, dass man mit Wohnwagentempo den größten Gang nicht mehr nutzen kann im Gegensatz zum 150PS ?

Tempo dass die Bekannten fahren ist dann sicher zwischen 100 und 110km/h

Viele Grüße

Thomas

#3

Zum Thema DKG:
Ist vielleicht nicht die seriöseste Quelle, aber solche Berichte liest man sehr häufig:
www.autobild.de/artikel/doppelkupplungsgetriebe-14520631.html
Und der Getriebeexperte im Artikel scheint ja ziemlich Ahnung zu haben.

Ich denke mit Handschaltung oder einer vernünftig dimensioniertem klassischen Wandlerautomatik ist man besser bedient. Allerdings muss man bei der Automatik spätestens alle 60.000km das Öl (und wenn möglich auch den Filter) wechseln. Sonst geht es einem wie mir und es kostet satt vierstellig :shock:

#4

Verwechselt nicht das trockene 6- oder 7-Gang DSG in den PS-schwachen Benziner- und Dieselmodellen des VW-Konzerns
mit dem nassen 6- oder dem neueren nassen 7-Gang DSG, welches immer im Diesel-Shalhambra III eingebaut ist !!!

Das ist eher unauffällig, ich selber habe mit dem nassen 6-Gang DSG 162.000 km runter und fahre auch des Öfteren einen Trailer bis zwar nur 750kg,
völlig problemlos. Alle 60.000km ist halt zwingend eine Getriebeölwechsel notwendig.

Probleme mit DSG gibts, aber kaum im Shalhambra III.

Da ist eher das 6-Gang Schaltgetriebe ein Problem, auf motortalk liest man einiges an Problemen schon bei etwas über 100.000km,
sowohl im Sharan als auch im Passat.

Ich würde wieder das DSG im Shalhambra nehmen…

#5

#4: Im Artikel oben wird auch das nasse DSG, speziell von VW, als ebenfalls anfällig bezeichnet.
Ich würde für den Anhängerbetrieb mit seiner hohen Belastung der Kupplung auf keinen Fall ein DSG kaufen.
Beim Anfahren mit einem 1,8t Wohnanhänger an der Auffahrt zum Gotthardtunnel hat die Kupplung meines AUY schon deutlich gerochen…

#6

Die Automatik hat halt einen Gang mehr. Üblicherweise ist beim Schaltgetriebe mit etwas Gegenwind oder Steigung der 6. Gang zu lang für echte 80km/h. Wenn man natürlich schneller fährt, dann passt der schon. Das wird bei beiden Dieseln gleich sein. Bei der Leistung gilt einfach: Mehr ist mehr. Übermotorisiert sind beide Versionen nicht.

DSG ist prima bein Fahren, aber blöd beim Rangieren. So richtig „kriechen“ kann die nicht.

Oliver

#7

Ich meine damit , dass der Normaluser eher im Bereich des Max. Motordrehmomentes als im Bereich der Höchstleistung fährt.

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#8

Ich hab jetzt doch mal in den Konfigurator geschaut. Sollten deine Bekannten auch mal tun :wink:

Den 150Ps gibt’s mit 6-Gang Schaltgetriebe oder 6-Gang DSG. Kein Gang mehr;)
Den 177PS gibt’s eh nur mit Automatik, 6 Gänge bei Vorderradantrieb, 7 Gänge bei Allradantrieb.

Letzterer wäre dann das Wohnwagenzugfahrzeug meiner Wahl :wink:

Oliver

#10

Hallo Oliver,

Ja Allrad ist natürlich am bessten, aber auch die teuerste Variante.
Allrad stand aber nicht zur Frage.

Viele Grüße

Thomas

#11

Hallo zusammen,

Vielen Dank für Eure Beiträge.
Wenn ich das mal zusammenfasse, scheinen die Meinungen über die Qualität des nassen DSG im Alhambra noch auseinander zu gehen, es bieten aber im Anhängerbetrieb auch keinen Vorteil und ist eher schwieriger beim Anfahren und Rangieren.

Viele Grüße

Thomas

#12

#11

Also, ich fahre den Sharan mit 150PS Diesel aus 2016.

Und ziehe im Jahr ein paar Tausend km einen Bootsanhänger ca. 2200kg.

Erstes Fazit: Alles läuft perfekt. Echt, kann nicht klagen. DSG tut bis jetzt, was es soll. Riechen tut natürlich nichts, weil die Kupplung im Ölbad läuft. Das scheint mir vernünftig, weil dann immerhin die Reibungswärme besser abgeführt werden kann.

Und ich slippe die 2200kg auch. Also mit dem schweren Hänger die steile Rampe in den See und auch wieder hoch. Anfahren so steil am Berg - null Problemo erstaunlicherweise, und dies nur mit Frontantrieb. Den 1300kg - Hänger stelle ich mir nun also easy vor. Normal fährt man ja nicht jeden Tag mit dem Wohnwagen?

V.a. beim Berganfahren an der Rampe scheint mir, dass er das „mühelos“ macht. Sprich: Der Computer kuppelt schon eher sehr viel feinfühliger, als man es selber könnte.
Nix mit hochtourig oder so. Halt einfach losfharen. Klar schaue ich schon, keine ganz grossen Belastungen auszureizen: Bei Stau mit Hänger am Gotthard fahre ich nicht alle 2 Meter neu an, sondern warte, bis mal 50m frei sind.

Fazit: Funktionieren tut das ganze absolut easy.
Abwarten muss ich nur noch die Standfestigkeit…

Ich werde auf jeden Fall reichtzeitig das Getriebeöl wechseln, evlt. auch selber machen, damit man spühlen kann, wie im Artikel oben es steht.

#13

#12 : Laufleistung aktuell ? Wieviel davon im Hängerbetrieb ? Haken ab Werk oder nachgerüstet

#14

#13 aktuell gegen 40’000km. Ca 3000km mit 2.3T Anhänger.

Ob der 1. Besitzer im ersten Jahr Trailer gezogen hat weiss ich nicht…

Im Bootforum wird sicher viel gezogen, heute wohl auch mit DSG. Aber threads wegen DSG Schäden gibt’s eigentlich nicht. Wohl aber Diskussionen über das DSG grundsätzlich.

#15

Na ja, nach 40tkm kann man noch keine Aussage zur Haltbarkeit treffen. Wenn ich 15-20tkm im Jahr fahre, sind das gerade mal 2-3 Jahre.

#16

#15 ja hatte ich auch geschrieben. Mein Bericht hatte sich nur darauf bezogen, dass das DSG bis jetzt mit schwerem Hänger auch am steilen Berg sehr gut funktioniert hatte. Das war alles.

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#17

Hallo,

vielleicht solltet ihr überlegen, wie viel genau ihr mit dem Wohnwagen fahrt. Beim Kauf des nächsten Autos würde ich auch gerne Automatik nehmen, habe aber auch gelesen, dass Automatik beim Wohnwagenbetrieb dem manuellen Schalten unterlegen ist.
Da wir aber bei eine Fahrleistung von rund 15.000km im Jahr nur vielleicht 3000km im Jahr mit Wohnwagen fahren denke ich mir, werde ich Automatik nehmen und mir denken, die wenigen Kilometer mit Hänger schafft das Getriebe schon.
Blöd wäre es halt, weil man vielleicht insgesamt 10 Tage mit Wohnwagen fährt und sich dann freuen kann manuell zu schalten während man sich die anderen 350 Tage ´nen Wolf ohne Hänger schaltet.

Beste Grüße
Klappskalli

#18

#17
Warum willst du dich freuen, im Hängerbetrieb manuell zu schalten? Das DSG schaltet mit Anhänger genausogut wie sonst auch. Es macht auch keine „sinnlosen“ schaltungen. Am steilen Berg kuppelt es bestimmt schonender betr. Drehzahl als es ein Mensch könnte.

Meine einzigen Bedenken sind die Standzeit über 15 Jahre.

#19

Ich habe einen Galaxy BJ2003. Letztes Jahr hatte ich befürchtet, dass der Nehmerzylinder defekt ist und deshalb die Kupplung komplett tauschen lassen. Das war aber definitiv verfrüht… Hat mich 1600€ nach 15 Jahren gekostet.
Dann habe ich da noch meine B Klasse, BJ 2011. Ich habe Anfang 2018 den Job gewechselt und brauchte schnell noch ein Auto. Da ist mir eine B Klasse sehr günstig zugelaufen. Der Wagen war ein Vielfahrer Auto mit Super Ausstattung und Scheckheft gepflegt. Nach einem halben Jahr ging die Automatik in Notlauf und hat nicht mehr geschaltet.
Ich habe das ATF und den Filter wechseln lassen, aber der Fehler kam immer wieder…
Letztendlich habe ich 2000€ nach 7 Jahren hin gelegt um den Steuerkasten mit den Ventilen zu erneuern (und natürlich wieder Filter und ATF zu wechseln :frowning: )
Automatik ist ganz nett wenn man im Stau steht, aber ich habe auch keine Probleme zu schalten und zu kuppeln. Meist bin ich eh im 6. Gang und fahre vor mich hin.

Fazit: Das Risiko von teuren Defekten wird IMHO durch den Komfortgewinn einer Automatik nicht kompensiert.
Generell sollte man unbedingt zumindest den ATF und Filterwechsel alle 60.000km bei den Unterhaltskosten mit einplanen.

#20

Da ich kein DKG wollte, aber trotzdem Automatik brauche (Problem mit linkem Fuß) haben wir uns für den neuen mit 8-Gang-Automatik entschieden. Fährt sich super, gerade mit Wowa.