beim Sharan I eines Bekannten (Typ 7M; Bj. 2000, 85 kW-Benziner) ist innerhalb von 5 Jahren zweimal die Zündspule defekt gewesen. Bei der 2. Reparatur wurden auch die Kabel und der Kondensator sowie andere zur Zündung gehörige Komponenten getauscht. Jedes mal machte sich der Tod der Zündung durch Motor-Absterben beim Anhalten schon einige Zeit vor dem Totalausfall bemerkbar. Dieses Absterben tritt nun zum dritten Mal auf, vermutlich wird bald die 3. Zündspule fällig.
Wie ist das zu erklären? Dass die Zündspule selbst jeweils Auslöser der Misere ist, ist ja doch unwahrscheinlich. Welche Bauteile könnten für das Sterben der Zündspule in Frage kommen?
Auslesen mittels VCDS möchte ich den Wagen morgen. Welche Werte könnte ich überprüfen?
Vorab vielen Dank für Eure Hilfe, viele Grüße, Jan
Wie alt sind die Zündkerzen?
In welchem Intervall wurden sie getauscht?
Wurde der Drehmoment beachtet beim Einbau?
Wie sehen sie derzeit aus (Funkenbild UND Isolator kontrollieren)?
Welche Marke Spule/Kerze/Kabel sind verbaut?
Von wieviel Kilometern reden wir hier?
Ich würde auf normalen Verschleiss in der heutigen Zeit tippen.
Welche Qualität kann man denn noch erwarten?
Ich habe in letzter Zeit so viel schlechte Erfahrungen mit Teilen aus
dem Zubehör gemacht.
Selbst originale Teile halten nicht mehr das was Sie mal früher gehalten haben.
Es muss immer billiger werden weil der Geiz ja Geil ist und der Profit muss ja auch stimmen.
Welche Zündspulen wurden denn Verbaut? Das billigste von Ebay? Oder bei VW gekauft?
Zurück zur Spule, früher war eine Spule groß und massiv und hat in der Regel das ganze Autoleben gehalten.
Heute muss sie das gleiche auf kleinstem Raum schaffen.
Deine Spule hat ja 4 Ausgänge, oder?
Du kannst Sie vielleicht frühzeitig kaputt bekommen wenn Du auf der Sekundärseite ständig
Kurzschlüsse hast und dadurch mehr Strom fließt als normal.
Ich würde die Kerzen und Kabel auf ihren Widerstand durchmessen. Wenn da alles OK ist, wars halt die Spule.
Der Wagen kommt auf nicht viele Kilometer. Höchstens 4000 im Jahr.
Repariert wurde jeweils in freien Werkstätten. Zur Arbeitsweise kann ich nichts sagen (Anzugsmomente etc.). Das verbaute Material muss ich mir erst ansehen, das kenne ich nicht aus dem Stegreif. Werde berichten.
im Fehlerspeicher war nichts hinterlegt. Allerdings konnte ich die erweiterten Messwerte des Motorsteurgeräts ohnehin nicht einsehen, weshalb auch immer.
Zündkerzen und Zündkabel kamen bei der letzten Reparatur neu. Unten ein Bild vom Zündverteiler.
#5 Wenn die Kerzen reinbetoniert wurden reißen die Isolatoren ab und verursachen Funkenschläge. Das kann deine Zündspule durchaus töten. Deshalb schau dir Dinger genauer an und verlasse dich nicht blind darauf das die ja Fehlerlos gemacht wurden.
Ein Blick in den Verteiler lohnt auch immer. Ich habe schon die Dinger mit irgendwelchen (selbstverständlich Leitenden) Wartungssprays geflutet gesehen.
Es sollte auch (so seltsam es klingen mag) bei der Zündanlage eine Markeneinheit herrschen. Beispiel bei Ford: Bosch Zündkerzen und Original Zündspule funktionieren nicht.
Ebenso kann es dir bei einer Kombination zwischen Beru und Bosch ergehen.