Das klingt so banal, wie es auch ist. Es liegt halt in der Natur des Sache, daß es da kein „zu viel“, sondern nur ein“zu wenig“ gibt, Wer will kann das Öl täglich wechseln, schaden tut das nicht. Wer dadurch besser schlafen kann, soll es tun.
Die Ausgangsfrage war, ob die vom Hersteller empfohlenen Wechselintervalle und Ölsorten sinnvoll sind, oder nicht.
Und ich sag mal, es gehen bei Einhaltung dieser Vorgaben keine Motoren wegen „verbrauchtem“ Öl kaputt.
#20: Sie gehen nicht kaputt, aber sie verschleißen schneller als sie bei einem regelmäßigen Ölwechsel müssten.
Ganz zu schweigen von definitiven Schäden durch Ölschlamm bei ungünstigen Betriebsbedingungen (besonders bei Benzinern).
#21 Ganz meiner Meinung. Aber wenn man das öffentlich äußert wird man ja gleich geschlachtet weil es die Industrie geschafft hat ihre Plörre als Wunderöle zu vermarkten.
Identische Aussagen wie in #19 habe ich auch von unserem Vertreter der unabhängiger Ölhändler ist und seit über 40 Jahren in der Branche tätig.
#22
Ich denke, den meisten Wind machen diejenigen, die sich ihrer Sache nicht so sicher sind. Die brauchen da noch irgendeine Art von Rückmeldung.
Ich für meinen Teil habe mal vor Jahren irgendwo im Internet einen Forums-Thread zum Motoröl gefunden, in dem Leute schrieben, die Öl auf Motorenprüfständen vermessen. Nach dem Lesen von gefühlt 400 Seiten aus mehreren Jahren, habe ich mir meine Meinung zum Öl gebildet, und das Gefühl gewonnen, niemanden von meiner Meinung überzeugen zu müssen.
Zum Thema:
Der PD-TDI hat sehr spezielle Anforderungen an das Öl. Dafür wurde damals mit der 50501 eine eigene VW-Freigabe eingeführt. Für den V6 gibt es geeigneter Öle, die nicht alle anderen Freigaben miterfüllen müssen. Ich würde verschiedene Öle für die Motoren wählen. (Und ein 5W-30 wäre nicht dabei. )
Gibts dazu irgendwo Daten oder Fakten?
Nochmal, es geht nicht um pathologisch verspätete Ölwechsel, sondern um vom Hersteller empfohlene Intervalle mit vom Hersteller empfohlenen Ölen.
Warum ist eigentlich die Öl- und Motorenentwicklung gerade auf dem Stand der 90er und 15 Tkm Wechselintervall stehen geblieben?
Davor gab es doch noch die guten Einbereichsöle (Sommer- und Winteröl) und Wechselintervalle alle 5.000 km, dann 7.500 km, danach 10.000 km und erst in den späten 80ern bzw. Anfang der 90er sind auch die letzten Pkw-Hersteller bei 15.000 Wechselintervall angelangt.
Und auf diesen 15 Tkm muss man nun für alle Zeiten verharren? Warum gerade auf diesem Wert und nicht z.B. auf Einbereichsöl und 5 Tkm Wechselintervall?
Gab es in den letzten 30 Jahren, keinerlei Fortschritte mehr im Bereich der Motorenöle? Aus Sicht des Jahres 1990 liegt übrigens die Zeit der Einbereichsöle genau so lang zurück, wie aus heutiger Sicht das Jahr 1990.
Ich investiere lieber ein paar Euro mehr in Öl als viele Euros mehr in einen neuen Turbo oder gar Motor.
Besonders gefährdet sind übrigens die hoch aufgeladenen Downsizing Benziner.
Ich will hier auch keinen Glaubenskampf los treten.
Im Prinzip gibt es 3 Probleme:
Ölschlamm / Verkokung, insbesondere bei Benzinern
Dies ist auch vom Fahrprofil und von der Fahrweise abhängig. Auch die Ölqualität trägt dazu bei. Je nach Motor tritt es recht häufig auf und kann durch kurze Ölwechsel Intervalle gänzlich vermieden werden.
Kondensat/ Ölverdünnung, insbesondere bei Benzinern
Beim häufigen Kurzstreckenbetrieb wird das Öl mit Benzin (sehr häufig) und Diesel (seltener) verdünnt. Dadurch werden die Schmiereigenschaften schlechter. Wenn das Kondensat verdampft (bei Langstrecken nach Kurzstrecken Betrieb) sinkt der Ölstand dramatisch! Hier hilft eigentlich nur wechseln.
Ruß (beim Diesel)
Der ist bei jedem Diesel im Motoröl und wirkt wie ein Läppmittel. Das heißt die Lagerschalen und Wellen werden zunehmend aufgerieben. Wenn das Öl doppelt so lange drin bleibt sind doppelt so viele Rußpartikel drin. Kein Öl (bzw. Additiv) der Welt kann da was dagegen tun. Es hilft nur wechseln
Zusammenfassend kann man also das durchaus vorhandene Risiko von kapitalen Motorschäden deutlich durch klassische Ölwechsel Intervalle reduzieren. Auf der Gegenseite steht lediglich etwas Aufwand und Geld für neues Öl.
Wenn man das Auto generell nach 4 Jahren wechselt oder nur geleast hat kann man den Longlife Service machen. Wenn man das Auto länger halten will ist es meiner Meinung nach nicht zu empfehlen.
Meine Rede, ich hab noch nie von einem Motorschaden mit der Diagnose: Klarer Fall von zu häufigem Ölwechsel… gehört
Ich sehe das so, das man natürlich nicht unbedingt immer sagen kann ob ein Motor nicht auch mit jeweils 30TKM (oder gar mehr) Wechselintervall gehalten hätte - aber das ist etwa die Logik die auch Kettenraucher haben: Die erzählen gerne von Menschen die ebenfalls bis ins hohe Alter Kettenraucher waren ohne an Krebs zu erkranken… Nur weiß man 1. oft nicht mal ob jemand nicht doch bereits schon an Krebs leidet und vor Allem denke ich wird (fast) niemand mehr ernsthaft behaupten wollen das es keinerlei Zusammenhang zwischen rauchen und Krebs gibt…
Natürlich kann man immer auch dann Glück haben wenn man nicht das tut was eigentlich vorteilhaft wäre - aber was soll das beweisen???
Ich habe hier noch etwas nettes gefunden was sich mit dem Thema in wissenschaftlicher Weise beschäftigt. Der Bericht genügt nahezu wissenschaftlichen Kriterien: www.a3quattro.de/pdf/Bericht_VR6_3-2_Kettentrieb_onlineVers.pdf
Wollte ich Euch nicht vorenthalten.
Der Trend sollte eindeutig in Richtung Frischölschmierung gehen.
Übrigens hat noch keiner auf meine Fragen geantwortet.
Warum durfte man von einem 5 Tkm Wechselintervall in den 60ern auf 15 Tkm Wechselintervall in den 90ern gehen? Das kann für einen Motor doch nicht gesund sein, oder?
Ich habe noch nie von einem Motorschaden mit der Diagnose gehört, Wechselintervall wurde von 15 Tkm auf 5 Tkm verkürzt.
Weil in den 60/70ern reine Mineralöle ohne jegliche Additive verwendet wurden, erst dadurch das die Motoröle „besser“ wurden war es möglich die Intervalle zu verlängern!
Nur irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht, dann beginnt wie hier schon mehrfach geschrieben der erhöhte Verschleiß an beweglichen innermotorischen Teilen was über eine lange Nutzungsdauer zum Ausfall führen kann, nicht muss!
Mittlerweile ist das ganze aber bei den aktuellen Downsize Motoren fast egal, Längung der Steuerketten, Verkokung der Ventile und AGR sorgen schon bei Laufleistungen unter 100tkm für Probleme, und die Motoren sind oft nur noch als Einweg —> Wegwerf zu bezeichnen
Ja, man kennt das ja auch von anderen (Verschleiß) Teilen im Auto das die besser (=langlebiger) geworden sind…
Der Wechselintervall der Zahnriemen wurde kontinuierlich verkürzt, Kupplungen sind heute auch seltener zu wechseln usw. usw.
Gut möglich und denkbar das in vielen Bereichen aufgrund der Einsparungen und Gewinnmaximierung mittlerweile die Haltbarkeit wieder deutlich zurück gegangen ist weil die Einsparungen höher sind als die Technologie noch Fortschritte machen kann.
#29 Kettenraucher.
Ich bin es, mein Vater hat nie geraucht und ist mit 76 Jahren gestorben. Ein „Onkel“ hat zeit seines Lebens geraucht und ist 96 Jahre geworden, dagegen seine Frau, die nicht geraucht hat, nur 62 Jahre.
Was soll das jetzt bringen, nichts, da es immer so ist, man weiss nicht was kommt und wie es ausgeht.
Soll heissen, Ölwechsel muss man machen, jedoch in welchen Interwall? Da scheiden sich die Geister.
Mein vorhergehender Dicker hat nur selten einen Ölwechsel bekommen und ist gelaufen wie ein Bienchen, bis im Getriebe ein Bolzen abgefallen ist, hat das etwa der seltene Ölwechsel damit zuztun? Vermutlich nicht, er hatte gerademal 420 TK runter.
Es gab bei Ford mal ein Auto, was den Tacho Überrundet hat, s.h. 1000000 km und Ford hat den Motor zurückgekauft, samt Auto. Fragt mich nicht, was das für ein Modell war, war glaube ich in den 90er Jahren. Wie da der Ölwechselinterwall war weiss ich nicht.
Mein jetziges KI (habe es wechseln müssen, da die MFA defeckt war) will auch Unbedingt einen „Sevice Interwall“, warum? Nur weil es ihm Einprogammiert wurde?
So und jetzt kommt Ihr.
Gruzß Ben2011