Unbekannter Schlauch

Hallo,
ich habe heute meine Bremsen an der Vorderachse gewechselt. Nachdem ich meine Bremsscheibe an der Fahrerseite runterhatte, fiel mir im Motorraum ein gerissener oder durchgebissener Schlauch auf, welcher von der Innenwand kommend in Richtung Getriebe verläuft. Ich konnte es nicht weiter lokalisieren. Kann mir jemand sagen, wofür dieser Schlauch ist?

Grüße

#1

Nicht direkt. .Aber schaue doch mal rund um den Motor. .Irgendwo sollte das Gegenstück noch hängen.

Mfg Nico

#2

Auf dem Schlauch hängt eine unbenutzte Federbandschelle, der Schlauch wurde nicht richtig montiert, bzw. die Schelle vergessen.

#3

Daneben läuft der zweite Schlauch.
Ich würde mal auf Differenzdrucksensor tippen.

#0 Hast du MKL an oder Leistungsverlust?

#2 Die Schelle hält das Netzgewebe das den Schlauch ummantelt. Der ist vorne eindeutig gerissen oder durchgebissen.

#4

Hallo, guten Tag,
vielen Dank für die freundliche Unterstützung. Leider sieht man von oben gar nichts. Das Fahrzeug muss auf die Bühne und die untere Motorverkleidung muss runter, damit man etwas lokalisieren kann.

Grüße

#5

#3
Hallo,
nein MKL ist aktuell nicht an, jedoch im Jahr 2013 schaltete sich das Fahrzeug auf der Autobahn berghoch im Volllastbereich unerklärlich ins Notlaufprogramm. Ich hatte nur noch wenige hundert Meter nach Hause und stellte das Fahrzeug ab. Nach Wiederstart war der Fehler verschwunden und ich vermutete einen zugesetzten Dieselfilter und ließ ihn wechseln. Im Februar 2014 dann überraschend keinen TÜV bekommen. Fehler: Ansaugluft-Temperaturfühler. Bei FORD wurde der Fehler gelöscht, da kein Defekt festgestellt werden konnte. Dieses Jahr habe ich den Sensor gewechselt, da er beim Auslesen wieder angezeigt wurde. Das Fahrzeug läuft aber relativ unauffällig. Ich habe lediglich manchmal das Gefühl, er würde geringfügig ruckeln. Ich muss dazu sagen, dass überwiegend meine Frau das Fahrzeug führt und überwiegend Kurzstrecken fährt.
Ich möchte einen Marder nicht ausschließen. Rechts neben der oberen Motorabdeckung ist ein Schlauch mit Schaumgummi ummantelt. Das Schlauch ist unbeschädigt, aber das Schaumgummi schon längere Zeit einseitig zerbröselt. Ich bin von einer Materialermüdung oder einem Scheuerkontakt ausgegangen.
Wo sitzt der Differenzdrucksensor?

Lieben Gruß

#6

#5 Du siehst auf deinem Foto rechts oben noch einen Schlauch der mit dem Netzgewebe ummantelt ist. Den müsstest du verfolgen und du findest die abgerissene Stelle vom anderen Schlauch.
Die beiden Schläuche müssten zusammengehören.

#7

#6 Du hast vollkommen Recht mit Deiner Aussage, dass ich die abgerissene Stelle finde, wenn ich sie verfolge. Von oben sehe ich leider gar nichts, so dass ich am Wochenende erst einmal eine Bühne aufsuche. Die Schläuche müssten theoretisch vom DPF wegführen. Ich möchte mich aber insbesondere bei Dir recht herzlich bedanken, denn ich denke, dass Du bei der Ferndiagnose genau richtig liegst. Die Schläuche des Differenzdruckschalters im Ersatzteilhandel, Hersteller-Nr.: 1440559, sehen verdächtig ähnlich aus. Ich bin beeindruckt. Klasse, Danke und ein großes Lob für dieses Forum.

Grüße

#8

#7 Ich denke das bei fast allen Fahrzeugen der Differenzdrucksensor in der Nähe der Spritzwand verbaut ist. Wenn ich mich bei Ford nicht ganz irre müsstest du den bei abgenommener Motorverkleidung von oben sehen können. Ich kenne leider den Motor nicht ganz genau, aber die Erfahrung lässt mich den Sensor an der Stelle vermuten bzw. ich würde an der Stelle suchen.
Die Sensoren sind in 90% der Fahrzeuge so verbaut das man die ohne Hebebühne wechseln kann.
Leider kann ich in meiner Autodata auch keine Bauteileanordnung zu dem Motor finden.

#9

#8
Hallo,
ich gebe mal eine kurze Rückmeldung. Ich hatte das Auto am Samstag auf der Bühne. Untere Motorverkleidung ab und gesucht. Der Differenzdrucksensor sitzt tatsächlich mittig weit unten an der Spritzschutzwand oberhalb des Katalysators. Vom Motorraum aus nicht zu sehen. Selbst von unten kommt man schwerlich dran. Wenige Zentimeter des durchgebissenen Schlauches hingen mit Schelle noch an einem der Anschlüsse. Ford verkaufte ursprünglich ein Reparaturset mit Schläuchen und Differenzdrucksensor für 300 €. Neuerdings gibt es aber auch nur die beiden Schläuche im Set für 118 €, aber nicht einzeln. Ich überlegte, ob ich nicht einfach das kurze Stück entferne und den übrigen Schlauch wieder auf den Anschluss schiebe, bin aber letztlich davon abgekommen, da die Schläuche in unterschiedlichen Längen und Durchmessern ausgeführt sind. Irgendeinen Sinn muss es ja haben. Also habe ich das Original-Set zu dem Wucherpreis bestellt. Der Werkstattmeister hat interessehalber bei VW angerufen und den Preis für einen Sharan mit den Defekten angefragt. Schläuche mit Differenzdrucksensor im Set für 65 €. Da kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Herzlichen Dank Chaot

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#10

Kann man da nicht einfach Meterware bestellen? Der Sensor geht doch noch, oder?
Ist der restliche Schlauch zu kurz, als dass man ihn über den Anschluss schieben könnte?
Grüße

#11

#10
Wie bereits geschrieben, sind die Schläuche unterschiedlich lang 562/529 mm und haben verschiedene Innendurchmesser 6,5/5,2 mm. Darüber hinaus sind sie textilummantelt, vermutlich zum Schutz vor der großen Hitze in diesem Bereich. Ob es soetwas als Meterware gibt, weis ich nicht. Die Wände müssen ja auch eine bestimmte Stärke haben, um dem Druck standzuhalten. Wenn ich den restlichen Schlauch auf den Anschluss stecken würde, käme er möglicherweise zu nahe an die heißen Auspuffteile. Ich habe es nicht ausprobiert. Der gegenüber dem Ursprungszustand kürzere Schlauch würde möglicherweise falsche Daten an den Sensor liefern. Ich weiß es aber nicht und habe mich daher für die sichere Variante entschieden, bevor mir der Partikelfilter kaputt geht. Ob der Differenzdrucksenosr noch in Ordnung ist, merke ich erst, wenn die Schläuche wieder drauf sind.

Grüße

#12

Das würde ich aber bald (!) angehen (diffdrucksensor anschließen), da sonst eher der DPF zusetzt. Das MSG (bei Ford neudeutsch PCM) kennt ja ohne Schlauch Verbindung den Diffdruck nicht und geht möglicherweise von einem freien Filter aus und unterlässt (notwendige) Regenerationen

Ich würde daher gleich nach dem Anschließen des Diffdrucksensors auf die BAB deiner Wahl und mal 30 min mit 120 kmh Konstantfahrt machen

#13

Hallo zusammen,

den Differenzdrucksensor zu wechseln ist (jedenfalls ohne Bühne/Grube) eine echte Scheißarbeit…ich hab mal geschaut hier:

www.hjs.com/aftermarket/service/online-lieferprogramm.html

gibt es sowohl Sensor, einzelne Schläuche als auch das ganze Set zu kaufen.

Ich hatte seinerzeit auch mal Silicon-Schläuche aus dem Modellbaubereich (von Graupner, für Modellmotorenabgase) herumexperimentiert…aber über die originalen Schläuche geht nix drüber. Ich würde mal schauen, ob Du nicht etwas Metall-Panzerschlauch o.ä. über den eigentlichen Schlauch als Beißschutz ziehen kannst.

Wenn ich mich recht entsinne, dann war der dünnere Schlauch auslasseitig vom DPF. Wenn dieser defekt ist, würde dem Sensor der normale Umgebungsdruck suggeriert, der aber deutlich zu niedrig ist, ein gewisser Überdruck musste vorhanden sein. Ergo würde dein Motor dauernd versuchen den DPF freizubrennen, weil eine zu große Differenz zwischen Ein- und Austritt gemessen wird. Von daher solltest Du in jedem Fall auch mal Deinen Ölstand überprüfen, da ja bei unseren Baujahren beim Freibrennen die wundersame Ölvermehrung/-verdünnung eintritt.

Viel Kurzstrecke hat bei mir auch dazu geführt, daß über das AGR-Ventil jede Menge Öl-/Diesel-/Ruß-/Irgendwasschlamm in die Ansaugbrücke gelangte. Nach dem Ausbau (auch recht aufwendig) habe ich das Ding mit reichlich Bremsenreiniger und einer Bürste wieder frei bekommen, der Durchlass betrug vor der Reinigung noch ca. 40%.
Mein damaliges Problem des dauernden Freibrennens wurde aber erst durch einen im ausgebauten Zustand regenerierten DPF und bei DTB gereinigte Injektoren behoben (deren Ausbau ist echt easy!).

Ich hoffe, daß hilft Dir irgendwie, wenn Du mehr wissen willst…gern!

Gruß
Tobi aus KR

#15

#13 Kleiner Tip zur Reinigung:

Bremsenreiniger ist wie der Name schon sagt wunderbar geeignet Bremsen zu reinigen. Deine Ansaugbrücke und das AGR dürfte das allerdings weiger beeindrucken. Wenn du Ruß oder Verkokungen loswerden willst solltest du zu Sprühöl greifen. Beste Erfahrungen habe ich da mit Ballistol gemacht. Das unterwandert wirklich gut.
Dazu gehört natürlich noch eine gute Portion Zeit. Am Besten ist es wenn das Öl über Nacht einwirken kann.

#16

#15

Danke für den Tip! Der Bremsenreiniger war zwar schon ganz gut, aber beim (hoffentlich nicht eintretenden) nächsten Mal werde ich an das Ballistol denken. Von früher kenn ich noch ein Zeug, das hatte Tetrachlorkohlenstoff (CCl4) enthalten…das war dann wirklich Bombe. Aber das bekommt man so einfach nicht mehr. Und reines Aceton ist wohl auch zu viel des Guten…

#17

#16 Seltsamerweise funktioniert es mit Aceton auch nicht so gut wie man es eigentlich erwarten sollte.
Wenn du noch jemanden bei der Bundeswehr kennst kannst du ja dort mal nach dem Kaltreiniger anfragen. Ich habe erst kürzlich gesehen das der noch munter in Verwendung ist und der enthält genügend Tetrachlorkohlenstoff um richtig wirksam zu sein. Im privatgebrauch ist der ja komplett verschwunden.