Stoßdämpferwechsel vorn

Datum: 8.8.22
Kilometerstand: 298500
Kosten: 230
Art: Wartung/Reparatur
Modell: Alhambra
Motor: AUY

Die Reparatur ist noch nicht erledigt.
Natürlich habe ich das Problem, das weder die Muttern oben am Federteller, noch die Bolzen unten am Radlagergehäuse sich lösen lassen.

Lösen der Bolzen am Radlagergehäuse.

Zum Glück gibt es eine Menge Beiträge mit vielen Ideen im Forum.
Erfolglos war die Verwendung eines langen Hebels. Der Schraubenkopf drehte sich schon sichtbar, aber die Rückseite im Gewinde blieb stehen. Da ich das nicht abreißen wollte, habe ich nicht weitergedreht.
Dann habe ich einen Schlagschrauber probiert: ging auch nicht.
Am Ende habe ich den Bolzen von der Rückseite aufgebohrt. Der Reihe nach 2mm, 3mm und 4mm Durchmesser etwa 3-4 cm tief. Also nur dort, wo auch das Gewinde des Radlagergehäuses sitzt.
Danach ließ sich der Bolzen mit langem Hebel lösen.

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Hast Du auch Bilder ?

Gruß

Rabbit

Nö. die Finger waren dreckig.
Aber bei der zweiten Seite versuche ich daran zu denken. :wink:

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Braucht eine stirnseitige Bohrung in einer Schraube wirklich ein Bild ?

Gruß

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@hinki
Wieso ging sie dann raus, weil du von „hinten“ mit Spray dazugekommen bist?

  • Und machst du für den Zusammenbau eine durchgehende Schraube?

4mm Loch in der Schraube machen kein Gewinde kaputt, scheint nur etwas Spannung zu nehmen…

Die rückwärtig angebohrte Schraube an unserem :sga: war nach dem erfolgreichen Herausschrauben gut verwunden.
Ich nehme an, dass sie durch die Verwindung (die erst durch das fehlende Material ermöglicht wird) an Durchmesser verliert und sich dadurch löst.

Ich hatte auch in die Bohrung mit Eisspray die Schraube versucht zu „schrumpfen“.
Ob es auf dem Weg zum Erfolg eine Rolle gespielt hat, weiß ich nicht.

Wenn es meiner wäre , dann würde ich den Gewindeteil samt Achsschenkel mit einer 1mm Trennscheibe aufsägen und mit längerer Schraube und Mutter arbeiten .

Das Ausbohren von hochfesten Schrauben ist immer sehr „spaßig“

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Mit dem Schweißbrenner die Mutter erhitzen, dann mit Kreuzgelenk und Schlagschrauber immer wieder abwechselnd links und rechts drehen. Unten muß einer die Stange vom Stoßdämpfer mit ner Rohrzange gegenhalten.

Gegenhalten möflichst weit oben und mit Schmirgelpapier richtung Stange vom Stoßdämpfer.

Fortsetzung:

Der Bolzen auf der zweiten Seite ist kurz hinterm Kopf abgerissen.
Das Aufbohren auf der Gewindeseite hat nichts gebracht.
Dann musste ich den Rest komplett ausbohren. (@eddiek Ja, sehr spaßig. :slight_smile: )
Die Gewindereste habe ich dann mit Dremel und Schraubendreher entfernt. @Rabbit da war nix mehr zum fotografieren übrig.

Erkenntnis:
Der Bolzen rostet nicht im Gewinde des Achsschenkels fest, sondern auf dem restlichen glatten Teil.
Also muss man diesen Teil möglichst heiß machen, bevor man da irgendetwas probiert. Merke ich mir fürs nächste Mal. :slight_smile:

@wob100 Ich habe die originalen Schrauben gekauft. Also habe ich alles getan, um die auch verwenden zu können.

Somit ist die Vorbereitung für den eigentlichen Stoßdämpferwechsel abgeschlossen.
Die Muttern oben werden mit dem Dremel geschlitzt.

Gruß,
Hinki

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Bei unserem habe ich die Schraube per Gas/Sauerstoff Lötbrenner erhitzt, dann viel WD40, und sofort Schlagschrauber Feuer frei, die hatte dann keine Zeit sich zu „überlegen“ ob sie nicht doch abreißen will

War bei mir ähnlich. Eine Schraube mit Geduld etc. lösen können. Zweite Schraube ging gar nicht. Gewindeseite ausgebohrt, dabei sehr gut mittig getroffen, aber die Gewindereste waren so festgerostet, daß die sich selbst mit Schraubendreher etc. nicht entfernen ließen → also Gewinde ausgebohrt. Der glatte Teil von der Schraube auch komplett mit dem Achsschenkel zusammengerostet. Den dann mit Dorn und Vorschlaghammer ausgetrieben.

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Ich habe beim Stoßdampfer die Stange mit Dremel und Diamantschleifer eckig gemacht. Dann konnte einer unten die gaaanz große Zange ansetzen und der Zweite oben die Mutter mir deiner Knarre und „zölligem Rohr“ als Verlängerung lösen.
Bei mir hat es so geklappt.
Stoßdämpfer waren eh Schrott…
Da kann man die auch noch weiter zerstören.

Ich nutze für sowas meine 400er Knipex Copra

Fortsetzung:
Endlich hatte ich Gelegenheit, das Auto wieder auf die Bühne zu bekommen.
Das Schlitzen der oberen Mutter klappt ganz gut. Ein Stück vom Gewinde der Kolbenstange muss weg, aber dann kommt man dran. Die Mutter gibt nach, wenn sie noch auf etwa 1 mm Dicke zusammenhält, und lässt sich dann ohne Gegenhalten abdrehen.
Die originalen Stoßdämpfer sind relativ lang, und für das Herausnehmen war es günstig oben das Gummilager aus dem Weg zu nehmen.

Danke für die vielen Anregungen, und die Pedia-Beiträge

und

Mit den neuen Stoßdämpfern ist es ein ganz anderes Fahrgefühl. :slight_smile: