Reparatur Zusatzwasserpumpe sinnvoll?

Hallo,

mich würde interessieren ob jemand hier Langzeiterfahrungen mit der unter Die Zusatzwasserpumpe / Kühlmittelnachlaufpumpe beschriebenen Reparatur der Zusatzwasserpumpe hat.

Ich habe bei unserem Sharan vor 3 Jahren die Kohlebürsten gemäß dieser Anleitung erneuert und war happy, dass das so schön funktioniert hat. Leider fing die Pumpe nun (31 000km später) wieder zu stottern an. Ich habe mir diesmal eine neue Pumpe gekauft und die eingebaut. Die alte Pumpe habe ich dann zerlegt: Die Kohlen waren schon wieder runter, s. Bilder.
Offenbar hatten die Kohlen nicht die richtige Qualität, aber ich denke es wird sehr schwierig sein, hier genau die richtigen zu bekommen, und der normale (ebay-) Händler wird auch nicht viel über seine Kohlen sagen können.

Hat das bei einem von Euch länger gehalten?

Ich habe zum Wechseln der Pumpe übrigens den Kühlwasserbehälter ein Stück nach vorne rausgeholt (Schläuche drangelassen), den Dieselfilter ausgehängt und ein Stück der Ladedruckleitung ausgebaut – dann kommt man halbwegs vernünftig an die Schellen der Pumpe dran.

Die neue Bosch Pumpe (gleiche Bosch Nr. wie das Originalteil) hat auf ebay 75€ gekostet. Der Einbau ist nicht soo viel schwieriger als der Tausch der Kohlen. Für Tüftler und Superschwaben mag der Kohlentausch interessant sein - ich glaube ich wür’s nicht nochmal machen…

Grüße
Wilfried


Dann noch eine (dumme?) Frage:
Gehört der Zulaufschlauch zur ZWP eigentlich über oder unter die Motorabdeckung?
Ich hatte ihn immer drunter, aber da hat die Kante der Abdeckung eine ordentliche Kerbe in den Schlauch gescheuert, s. Bild…
Jetzt habe ich ihn mal drüber gelegt, so richtig gut scheint er mir da aber auch nicht zu liegen?

Ich meine mich zu erinnern, dass das bei meinen Sharan damals ähnlich war. Einmal Kohlen erneuert, danach einmal neue Pumpe. Die war da auch nicht so teuer war, als das ich mir die Kohlenbastelei nochmal anzutun musste.

Oliver

Ich mach alle 2-3 Jahre neue Kohlen rein.
Geht ja ambulant & schnell und ist deutlich günstiger als eine neue Pumpe. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Denke aber auch, dass die Originalkohlen um einiges Härter sind und daher länger halten.

Lieben Gruß,
isi²

Der Schlauch liegt oberhalb, so wie bei dir jetzt. Weiter links müsste eine Klammer sein, die Schutzhülle sitzt normalerweise weiter rechts (links in Fahrtrichtung).

Eine neue Bosch Zusatzwasserpumpe hält meiner Erfahrung nach ca. 100 tkm bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 35 km/h. Also ca. 3000 Betriebsstunden.

Kannst du diese Berechnung erklären?

Na ja, das ist keine höhere Mathematik: Wenn Du mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h 100 000 km gefahren bist warst Du 100 000 km / 35 km/h = 2857 Stunden unterwegs.
Wobei mir 35 km/h etwas wenig vorkommen, kommt aber auf die Nutzungsart an.
Wenn man mit 50 km/h rechnet, sind das nur noch 2000 Betriebsstunden.
Mich erstaunt es immer wieder, dass an einem Auto eigentlich kein einziges Bauteil für ein Jahr Dauerbetrieb (8760h) ausgelegt ist…

Und wo ist der direkte Bezug zwischen der Geschwindigkeit und der Lebensdauer der Pumpe?

Keiner.
Die Pumpe bzw. die Kohlen können x Millionen / Milliarden? Umdrehungen des Pumpenantriebsmotors ab, bis sie verschlissen (zu kurz geschliffen) sind.
Einfacher ist die Angabe in Betriebsstunden, da hier ein direkter Zusammenhang besteht (über die Bordspannung).

Es besteht aber kein Zusammenhang mit der Anzahl der Umdrehungen des Dieselmotors bzw. der Fahrstrecke.
Unter Berücksichtigung der Durchschnittsgeschwindigkeit aber doch.

Einfach gesagt: Bei einem Langstreckenfzg. hält die Pumpe 200 tkm, was aber wiederum ca. 3000 Betriebsstunden entspricht.

Die Durchschnitssgeschwindigkeit habe ich aus der MFA. So wird unser Wal eben bewegt.

… oder anders ausgedrückt:
Die Pumpe weiß nichts von der Fahrgeschwindigkeit, sie hat eine bestimmte Lebensdauer von soundsoviel Stunden. Da wir aber normalerweise keinen Betriebsstundenzähler in unseren Autos haben, kann man sich die Betriebszeit nur über die Fahrstrecke und die Durchschnittgeschwindigkeit ausrechnen.
Ich habe jetzt mal ein wenig gegoogelt:
Solche kleinen Gleichstrom Kollektormotoren haben normalerweise eine Lebenserwartung von 2000 – 6000 Stunden. Wenn’s länger halten soll, muss wohl ein elektronisch kommutierter Motor her. Das ist den Automobilbauern aber offenbar zu teuer, genau wie NiRo Auspufftöpfe…
Grüße
Wilfried