Ich freue mich für dich und wünsche dir, dass es das war bis du das Auto wieder zurück gibst!
Und allen andere bitte ich nachzudenken, sofern sie ein Auto länger als zwei Jahre/20.000 km fahren wollen, ob es wirklich Sinn macht, hochgezüchtete Benzin-Minimotoren in schweren Familienkutschen zu kaufen
Denn ich habe mich mit einem Autoersatz in mehr als den letzten 10 Jahren nicht beschäftigt!
Und der vor drei Jahren übernommene alte Passat des Schwiegervaters wurde nur zusätzlich angeschafft.
Denn noch tun es unsere Benziner:
1,4l/75PS/383’km - 1,6l/102PS/142’km* - 2,0l/115PS/246’km
*Ja, das Verhältnis 1,6l zu 102PS ist auch nicht optimal …
Und keiner der Motoren hat eine Turboaufladung o. Ä.
#39
Freut mich für dich und zeigt Einsicht beim Hersteller!
Was mich positiv überrascht hat ist, dass dein Motor überhaupt repariert wurde. Meine Werkstatt weigerte sich seinerzeit, den 1,4 TSI zu reparieren und bot nur einen AT-Motor an. Hängt evt. vom Schaden ab.
Vor allem kriegt man die ganzen teile die in den Motor durch kaputten Kolben sind nie mehr raus wie z.b Späne u.ä. Deswegen ist immer ein AT Motor zu raten inkl. Ölführenden Bauteilen wie Turbo usw. Weil ich würde als Garantiegeber keine Garantie auf eine Reparstur geben wenn der Motor mit Fremdkörper verschmutzt ist.
Ich hoffe dass in diesem Fall die Injektoren überprüft wurden. Nicht dass ein Injektor defekt ist und dadurch der Kolben futsch ging.
mich würde interessieren, wie es zu der Kulanzentscheidung gekommen ist? Hat der Händler da doch „dran gedreht“ oder ist es durch Eigenintiative beim Werk erwirkt worden?
Ich habe beim VW Kundendienst den Fall nochmal geschildert. Ganz sachlich mit denen geredet und die Fakten genannt. Dann kam nach 2 Tagen die Kulanzzusage. Vermutlich hat der Hersteller auch mit der Werkstatt Rücksprache gehalten. Positiv war wahrscheinlich auch, dass ich alle Wartungsintervalle in der Vertragswerkstatt ausführen lies und das Fahrzeug eine sehr geringe Laufleistung hat. Ich bin jedenfalls froh, dass es so gelaufen ist. Im Laufe der Woche hole ich meinen Sharan ab.
#48 Solange die Garantiezeit mit der Leasingdauer übereinstimmt sollte man sowas erst recht leasen, vielleicht merken die Hersteller und Kunden dann ja irgendwann was für ein downgescheixxxter Mist verkauft wird.
Imho haben die meisten Schäden nicht unmittelbar mit dem „Downsizing“ zu tun (ich halte das gar nicht für so schlecht), sondern mit Konstruktions- bzw. Qualitätsproblemen. Wenn die Kette bzw. die Kettenführung falsch/billig konstruiert ist, dann kann der Motor auch 3l Hubraum haben. Ist also eher ein „BWL-Problem“…
ich sehe das auch eher wie Tom. Bei so frühen Schäden würde ich eher den Sparwahn der Hersteller verantwortlich machen. Von Langzeithaltbarkeit kann bei 25tkm ja noch keine Rede sein. Wobei ich dem Downsizing auch sehr speptisch gegenüberstehe. Ich habe immer Fahrzeuge über eine längeren Zeitraum gefahren, viele davon zwischen 100tkm - 200tkm oder auch mal mehr (der Ali fast 300tkm). Da hätte ich dann schon Angst wg. der Standfestigkeit auf die Dauer gesehen.
Naja, ich weiß nicht. So ein TSI lässt sich ja fast wie ein Diesel fahren, da das hohe Drehmoment schon bei relativ niedriger Drehzahl anliegt. Und da die Leistung mit 150PS aus schon ganz gut ist, würde ich nicht unbedingt davon ausgehen, dass die Motoren stets erheblich mehr gequält werden, als größere. Sicher mag da der ein oder andere Fahrer dabei sein, aber viele werden sich vorher überlegen, welches Fahrprofil sie so haben und dann den entsprechenden Motor wählen.
Klar ist, dass solche Leistungsdaten ordentliches Material „im Rücken“ brauchen.
Aber ist auch, dass gerade im Hochlastbereich die Material- und Verarbeitungsqualität von entscheidender Bedeutung ist. Wie gesagt, ich will die Downsizer nicht hochloben (würde mir auch nie so eine Nähmaschine in so einem großen Auto kaufen), aber bin nach wie vor der Meinung, dass frühe Schäden eher auf das Konto von Sparmaßnahmen gehen.
Ich habe einen Freund (auch Geschäftspartner), der sich vor mehr als 10 Jahren auf dem Innovationscampus in Wolfsburg eingemietet hatte. Ich habe seinerzeit in einem Beirat für seine Firma gesessen und einiges mitbekommen, wie z.B. die Aussage, dass 1 € Ersparnis bei der Fertigung des Golfs eine Riesensache ist. Umso weniger verwundert es mich, wenn an allen Stellen Risiken zu Lasten der Kunden eingegangen werden. Hautpsache der Gewinn passt. Das ist BWL…
So. Das Auto ist wieder da. Der Motor schnurrt wie ein Kätzchen.
Ich bin technisch nicht bewandert. Kann aber so viel sagen, dass das reine Fahrverhalten des Autos prima ist. Und wenn man wie ich keinen Diesel fahren will, hat man nicht viele Möglichkeiten. Ich werde aber beim nächsten Mal auf jeden Fall die Garantie für 700 Euro mitbestellen.
Ich würde das dem Verkäufer aus dem Kreuz rausleiern, wenn Du ein neues Auto orderst. Durch die Vorgeschichte sollte es nicht so schwer sein.
Das Argument liegt auf der Hand, denn wieso sollst Du für die Risiken, die der Hersteller einbaut, selber löhnen!
Sicherlich habt ihr Recht, dass der Kostendruck ein Faktor ist. Also minderwertiges und/oder zu schwaches Material ein Grund (neben der Steuerkette) für den Ausfall des 1.4 FSI ist.
Aber:
Ich habe in meinem Sharan I den eigentlich unterdimensionierten 2.0l Benziner mit 115PS.
Und nun stelle ich mir vor, dass aus einem Motor mit ca. einem Drittel weniger Hubraum (1,4l) ca. ein Drittel mehr PS (+35PS) herausgezwungen werden. UND das dieser kleine Motor ein ca. 2 Tonnen schweres Auto auf Dauer bewegt.
Das kann doch nicht „gesund“ sein, oder?
Denn selbst wenn alle Teile (Kolben, Pleul, Kurbelwelle, Motorwandstärke etc.) auf die immense Leistung angepasst worden sind/wären, so glaube ich, das dieser Motor auf Dauer der Belastung eines Sharans nicht gewachsen ist …
Mal eine Frage:
Was wird den für diese Motorisierung als mögliche Anhängelast angegeben?
Also was dürfte das Motörchen insgesamt bewegen?
Ich denke im ersten Moment auch so. Allerdings glaube ich bei weiterer Überlegung, dass bei Einsatz ordentlicher Bauteilqualität die Leistung durchaus aus dem kleinen Motor geholt werden kann, ohne dass die Dinger vorzeitig geschrottet werden. Vor 40 Jahren hat auch kaum jemand geglaubt, dass man mit normalen PKW-Dieseln 200km/h problemlos schaffen kann (zu der Zeit, als es eigentlich nur die Mercedes Trecker gab).
D.h die Entwicklung geht weiter und es sich viele Dinge möglich, wenn man es nur ordentlich umsetzt.
Ich frage mich allerdings auch, ob die Entwicklung oftmals nicht in die falsche Richtung geht. Downsizing soll ja den Verbrauch und Schadstoffausstoß reduzieren, dass sowas aber wohl auch nur auf dem Meßprotokoll und weniger in der Alltagspraxis funktioniert, interessiert wohl Verantwortliche weniger.
Das heißt man sollte die Dinge schon kritisch hinterfragen. Aus dem Grunde würde ich mir die aktuellen Minimotoren eben nicht kaufen.
Wenn es richtig gemacht wird, schon. Wie weiter oben schon geschrieben wurde, sind Probleme durch Sparmaßnahmen unabhängig von der Motorgröße. Der Kurbelwelle und den Pleuels ist es z.B. herzlich egal, wie groß die Kolben sind, die oben drauf sitzen. Die sehen die Kraft für 150PS, nicht mehr und nicht weniger. Wenn die dafür ausgelegt sind, dann sind die dafür ausgelegt, wenn nicht, dann nicht.
Und 100 PS/Liter sind ja inzwischen Standard, der Trend geht zu 100 kW/Liter…
Na ja,
Für den Zylinderkopf und die Ventile ist es nicht egal, ob der Druck und die Temperaturen steigen, und das passiert zwangsläufig bei Downsizing Motoren. Außerdem bekommt das Material noch endlos viele Temperatur Zyklen ab. Natürlich gibt es Materialien, die das ganz gut aushalten, aber jedes Material altert durch höhere mechanische und thermische Belastung schneller. Und der Turbo, der relativ knapp ausgelegt ist, um bei niedrigem Ladedruck schnell auf Touren zu kommen wird noch viel höher belastet als beim Diesel. Es genügt ein paar mal abstellen ohne kalt zu fahren und er ist dahin (Paradebeispiel: Abstellen an der Raststätte nach Fahrt mit hoher Geschwindigkeit). Dann ist er hin.