AUTOBATTERIE reichen 75 Ampere oder mehr ?

Hallo liebe SGAF Freunde,

reichen bei der Autobatterie 75 Ampere aus,

oder soll oder gar muss es mehr Ampere sein ?

fahre einen :seat: Alhambra Signo Bj 12/2002 1.9 TDI

habe aber keine Standheizung …

kämpfe schon seit langer Zeit mit immer wieder leerer Batterie bzw. das Auto läßt sich nicht mehr starten.

fahre mit dem Auto nicht jeden Tag und dann auch mal nur sehr kurze Strecken so in etwa 5 km

habe schon mehrmals das Auto durch checken lassen es soll alles in Ordnung sein

:frowning: leider kann ich mich nie auf mein Auto verlassen :? …

vielen herzlichen Dank an alle die sich die Mühe machen und versuchen mich weiter zu helfen =D>

viele liebe Grüsse einstweilen

Michael

#1

Wenn die jetzige auch eine 75 Ampere ist, sollte das doch mit Deiner Ausstattung zusammenpassen.

Ich habe auch den TDI mit 115 PS und habe auch 75 Ampere. Fahre auch Kurzstrecken und habe keine Probleme. Hier gibt es natürlich immer wieder Diskussion das manche größere Batterien einbauen wollen und die wohl auch in die Halterung passen, nur ob die LiMa das schafft? Benutz mal die Suche, da findest Du einige Beiträge.

Die Batterie hat vor einem Jahr ca. 90 Euro gekostet, also gönn Deinem Auto mal was. :slight_smile:

Dschens

#2

Also ich würde eine möglichst große Batterie einbauen. Ich habe vor ein paar Wochen eine 102Ah Batterie von Hugel für 94Euro besorgt und eingebaut (ehe jetzt Diskussionen wegen der Marke anfangen - Hugel (türkischer Hersteller) ist Erstausrüster bei Daimler, GM … umd vielen anderen Marken).

Folgende links click.gif (besonders Abschnitt 11 und click.gif sind sehr interessant und erklären auch vieles, was bei Batterien beachtet werden muß. Im Abschnitt 11 wird besonders darauf hingewiesen, welchen Einfluß die Entladetiefe auf die Lebensdauer der Batterie hat. Die Batterie sollte möglichst nicht unter 80% Kapazität entladen werden (sprich nicht mehr als 20% der Kapazität sollten entnommen werden).

Daraus wird klar, daß man mit einer großen Batterie mehr Spielraum hat (bei 100Ah kann ich 20Ah entnehmen, während bei einer 75Ah Batterie schon mit 15Ah diese Grenze erreicht wird). Diese Erfahrung habe ich auch bei meinem Opel gemacht. Erste Batterie war nach 6 Jahren tot, danach eine viel größere Batterie eingebaut, die jetzt 7 Jahre schon drin ist und der letzte Batterietest hat hervorragende Werte ergeben. Dabei war die Batterie sogar eine Baumarktbatterie!!

Die Lima spielt bei der Wahl der Größe der Batterie überhaupt keine Rolle, auch wenn immer wieder mal was anderes behauptet wird.

Aber natürlich ist auch etwas Pflege der Lebensdauer der Batterie zuträglich. Bei viel Kurzstreckenbetrieb sollte sie ab und an aufgeladen werden, bevor sie unter 70% Ladezustand fällt.

#3

…auch dafür ein =D> =D> =D>

mfg

Ploetsch10

#4

HABE NOCHETWAS VERGESSEN UND ZWAR:

habe die Batterie nicht einmal 2 jahre und seit dem her eigentlich nur Porbleme aber lt.dem Fachhandel bei dem ich ich sie gekauft habe bei demich jetzt auch schon 1 oder 2 mal mit der batterie gewesen bin hat sie gemessen … und wieder aufgeladen und empfand sie als BESTENS …

#5

Das heißt, ich könnte auch eine 60Ah Lima einbauen und damit eine 100 Ah Batterie korrekt laden? Warum baut man dann so große Limas ein?

#6

So habe in meinem obigen Beitrag den Link noch einmal korrigiert, da er nicht direkt zum entsprechenden Unterartikel „linkt“.

Hallo Tom, mit meiner Aussage meinte ich, es ist egal, ob ich eine 75Ah Batterie einbaue oder eine 100Ah. Theoretisch könnte ich auch eine 200Ah Batterie einbauen (geht natürlich vom Platz nicht). Die vorhandene Lima wird die Batterie immer aufladen. Sie muß ja nur die entnomme Menge an Energie (beim Starten) ersetzen. Nehmen wir an, wir haben beim Starten 5Ah entnommen (weiß jetzt nicht ob das ein relevanter Wert ist, aber einfach angenommen). Dann hat die 75Ah Batterie nur noch eine Kapazität von 70Ah und eine 100Ah nur noch eine Kapazität von 95Ah. Es muß bei beiden 5Ah nachgeladen werden, was bei beiden Batterien gleich lang dauert.

Was nicht funktioniert, ist eine Batterie mit zu wenig Ah einzubauen. Das ist aber nicht wegen der Lima, sondern hier spielt der Kaltstartstrom eine Rolle. Das ist meist der zweite Wert, der bei einer Batterie angegeben wird z.B. 100Ah/800A.

Diese Batterie ist in der Lage, für 30 Sekunden 800 Ampere zu liefern. Dieser Wert ist direkt abhängig von der Größe der Oberfläche der Bleiplatten in der Batterie. Je größer um so höher der Kaltstartstrom. Kleine Batterien haben immer einen kleineren Kaltstartstromwert als große -> eine 45Ah Batterie dürfte mit einem SGAF Diesel kaum zurechtkommen.

Nun aber trotzdem noch zu deiner Frage. Prinzipiell könnte auch eine 60A Lima deine Batterie aufladen. Aber, jetzt kommt das große aber, dann darfst Du keine großen elektrischen Verbraucher einschalten, sonst wird Deine Batterie leergesaugt. Die Größe der Lima ist abhängig, wieviel Ampere sie liefern muß, wenn alle möglichen elektrischen Verbraucher eingeschaltet sind. Nimm an, Du hast Licht an, Scheibenheizung vorn und hinten, Radio, Motorelektrik etc. dann werden da beträchtliche Mengen an Leistung benötigt. Nehmen wir theoretisch an, der Wert, wenn alles an ist liegt bei 70A (PS: Lima wird nie in Ah angegeben, sonder in W(VoltAmpere), da man aber die Spannung weiß (12V) kann man auch A angeben, das ist der maximale Strom, den die Lima liefern kann(bei 12V)).

Nun hat Deine Lima ein Problem, denn Sie kann nur 60A liefern. Die restlichen 10A holen sich dann die Verbraucher von der Batterie, die dannn nach einer gewissen Zeit in die Knie geht.

Schlußfolgerung ist also, die Lima muß einen höheren Strom liefern können als im ungünstigsten Fall verbraucht werden kann. Deshalb werden Limas immer auf 125% oder mehr Leistung als im ungünstigsten Fall verbraucht werden kann, ausgelegt. Das heißt auch die Lima ist immer in der Lage, wenn alles eingeschaltet ist auch noch die Batterie zu laden.

Ich hoffe, der Text ist halbwegs verständlich und nicht zu technisch.

Holger

#7

Ne, wunderbar, vielen Dank!

#8

Stimmt fast. Der Kaltstartstrom ist vom Innenwiderstand abhängig (kleiner gibt mehr Strom) und der lässt sich bei einer großen Batterie (viel Ah) einfacher niedrig halten. Aber mit speziellen Konstruktionen kann man durchaus eine 33Ah Batterie bauen, die mehr Kaltstartstrom als eine normale 100Ah Batterie hat.

Für Diesel werden Batterien mit besonders viel Kaltstartstrom gebaut (>350A). Manchmal sind diese auch Vibrationsunempfindlicher gebaut. Fast immer aber teurer als eine Benziner-Batterie vom gleichen Hersteller.

Christian

#9

Deine alte kaputte Batterie tendiert eher zu 0 Ah, und der Lima macht das auch nix.

Absolute Beispiele für kleine Batterien bei grossem Motor sind häufig Ami-V8 allerdings Benziner Motoren. Der selige Diplomat V8 mit 5,4 liter V8 (Verdichtung 11 und paar kleine :1) hatte nur eine 55 Ah Batterie, weil nix grösseres in den Motorraum passte.

Hochwertige Batterien erkennt man überdies meist nicht an den Ah sondern am Kaltstartstrom.

Für den SGA würde ich eigentlich immer eine 66 oder 88 Ah Batterie empfehlen, die erste ist eine Mainstreamgrösse und daher relativ meist erheblich preiswerter als eine 71 oder 74 Ah Ausführung.

Die 88er gibt es meist relativ preiswert in stabiler rüttelfester Ausführung für LKW oder Industrieanwendungen.

Andreas

#10

Ich wollte eigentlich nur auf andere Diskussionen hinweisen, nicht wieder eine lesen. :roll:

Dschens

#11

Ok, gebe ich noch mal meinen Senf zum Kaltstartstrom:

Möglich ist das, aber das geht fast immer zu Lasten der mechanischen Stabilität. Man kann das erreichen, indem man die Platten möglichst dicht stapelt. Hier wächst aber die Gefahr, daß sie isch berühren und es zum Ausfall der Zelle kommt. Bei den Vibrationen im Auto ist eine extrem dichte Packung der Platten nicht als vorteilhaft anzusehen.

Die zweite Möglichkeit den Kaltstartstrom zu erhöhen ist, daß man die aktive Masse erhöht - sprich die Plattenanzahl an sich. Dies hat aber auch eine höhere Kapazität zur Folge. Deshalb hat im Normalfall eine Batterie mit einer höheren Kapazität auch einen höheren Kaltstartstrom. Schaut man sich mal die Batterien eine Kapazitätsgröße an, dann ist der Wert für den Kaltstartstrom nicht so sehr unterschiedlich.

Allgemein sagt man auch, daß man, wenn man auch, daß man bei gleicher Kapazität eigentlich die Batterie bevorzugen soll, die den geringeren Kaltstartstrom besitzt (der natürlich ausreichen muß).Der höhere Kaltstartstrom wird weil meist durch konstruktive Maßnahmen erreicht, die der mechanischen Stabilität konträr gegenüberstehen.

Das zweifle ich mal an, siehe oben. Klar, um Platten dichter zu packen (und das sicher) sind höhere Anforderungen an den Herstellungsprozess vorhanden. Trotzdem geht man mechanisch ein höheres Risiko ein.

Ich würde mich etwas an den Kauftips hierclick.gif orientieren. Da wird vieles auch nochmals begründet.

Wie schon beschrieben ist die Entladetiefe der Batterie einer der wesentlichsten Faktoren für die Lebensdauer einer Batterie und da ist eben die Entladetiefe bei einer bestimmten entnommen Energiemenge bei einer kleinen Batterie höher als bei einer Batterie mit einer höheren Kapazität.

Aber schliessen wir das Thema lieber ab. In dem Batterie FAQ sind die Zusammenhänge gut und relativ fundiert beschrieben. Entscheiden muß jeder selber. Jedenfalls hatte ich mit größeren Batterien noch keine Probleme (naja, kann ja noch kommen), während extrem klein dimensionierte Batterien (Opel Corsa) nach 6 Jahren hinüber waren. Die großen haben länger als die 6 Jahre gehalten bis zum Ende des Autolebens (ca. 10 Jahre).

#12

Also,

ich bin entzückt, ob dieser elekrotechnischen Vorlesungen…zum Wohlbefinden der Batterie.

Nachdem vor ca. 5 Jahren meine erste Batterie (1.9.TDI Bj.99), die sicherlich „Originalausstatterqualität“ war, gegen eine 100 Ah getauscht wurde. Warum 100 Ah weiß ich nicht mehr, aber irgendwie war die im Angebot und die preiswerteste…

Nachdem heute die Kiste bei minus 6 Grad nicht mehr ansprang, wie auch schon mit abnehmender Tendenz in den letzten Wochen, bin ich wieder zum gleiche Teilehändler. Der Verkäufer war entsetzt, das ich gerne eine 100 er haben wollte. Er schaute in seinen PC und sagte, dass locker
Auf jeden Fall sprang die Kiste wieder an, die Schraube zur Fixierung liegt unten drinnen, muss morgen bei Tageslicht geborgen werden, aber ich bin happy.

Das war heute sicherlich der Tag der Frostschutz und Batteriehändler hier bei -6° nach 2-3 Tagen Standzeit für viele Autos.

Das als Erfahrungsbericht.

Gruß und guten rutsch

Frank

#13

Micht hat es nun auch erwischt, mein TDI geht nicht mehr an. VW hat mir dann Starthilfe gegeben und mir auch gleich den Preis für eine neue Batterie gesagt. 170Euro ich dachte die haben sie doch nicht alle oder?

Also auch mal bei den ATU und die haben eine 80Ah von ARKTIS im Angebot /110 Euro) und sie soll auch laut „Auto Zeitung“ Empfehlenswert sein.

Was halt ihr davon? Oder kennt jemand noch ein besseres Angebot??

#14

Schieb noch mal nach oben.

Wer könnte mir eine Batterie Empfehlung geben?

#15

Hallo

Habt ihr schon mal an eine Gel Batterie gedacht?

Kostet auch dementsprechend mehr aber hatte damit nie wieder Probleme das das Auto im winter nicht anspringt trotz Kurzstrecke + Licht + Radio mit Verstärker, und ne Alarmanlage die Nachts aktiv war!