7N import aus der Schweiz

Hallo wieder!

Gibt es hier vielleicht jemanden, der kürzlich ein Auto aus der Schweiz importiert hat?

Hab das hier schon gefunden, aber ist ziemlich alt.

https://www.sgaf.de/t/auto-aus-der-schweiz-in-d-zulassen/22005/17

Hab schon paar Sachen über Import gefunden.

10% Einfuhrumsatzsteuer. Oder EUR1 form. Als Beweis dafür, dass es in der EU hergestellt wurde

Die Mehrwertsteuer des Einfuhrlandes. Weil CH ist kein EU. beträgt in Ungarn 27 %.

Es sollte möglich sein, die 8%ige Kfz-Steuer in der Schweiz zurückzubekommen.

Der Rest sollte wie bei jedem anderen Autoimport ablaufen.

Weiß vielleicht jemand etwas Aktuelles dazu?

Danke!

Würde ich mal ChatGPT recherchieren lassen. :wink:

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Folgendes antwortet ChatGPT, wenn ich die Ausgangsfrage 1:1 dort eingebe:

Ja, aktueller Stand: Deine Richtung stimmt, aber zwei Punkte würde ich korrigieren.

Die 10 % sind nicht Einfuhrumsatzsteuer, sondern Zoll. Ein Auto aus der Schweiz gilt bei Einfuhr in die EU als Ware aus einem Drittland. Wenn du bereits in der EU wohnst und das Auto in der Schweiz kaufst, fallen grundsätzlich Zoll und Einfuhrumsatzsteuer/Import-VAT an; ob das Auto neu oder gebraucht ist, ändert daran bei Drittlandimporten grundsätzlich nichts.

Für Ungarn ist die Import-VAT praktisch die ungarische ÁFA, also 27 %. Die ungarische Steuerbehörde NAV nennt 27 % als allgemeinen VAT-Satz. Bei Importen wird die VAT nicht nur auf den reinen Kaufpreis gerechnet, sondern auf den Zollwert plus Zoll/Abgaben und bestimmte Nebenkosten wie Transport/Versicherung bis zum Bestimmungsort, soweit diese nicht schon im Zollwert enthalten sind.

EUR.1 kann den Zoll sparen, aber nicht die ungarische VAT. Wichtig ist: EUR.1 ist kein bloßer Beweis „Auto ist von einer EU-Marke“ oder „wurde irgendwann in der EU gebaut“, sondern ein Präferenz-Ursprungsnachweis. Die Zollbehörde muss den präferenziellen Ursprung prüfen können; als Nachweis kommen je nach Fall EUR.1/EUR-MED oder eine Ursprungserklärung auf einem Handelsdokument infrage. Aus Schweizer Sicht muss die EUR.1 vom Exporteur ausgefüllt und beim Schweizer Zoll zur Ausfuhr vorgelegt werden; bei kleineren Sendungen kann eine Ursprungserklärung auf der Rechnung reichen, bei Autos aber meistens nicht wegen des Werts.

Die „8 % Kfz-Steuer“ in der Schweiz ist sehr wahrscheinlich die Schweizer MWST, aktuell 8,1 %. Die bekommst du nur dann sinnvoll „zurück“, wenn überhaupt Schweizer MWST im Preis enthalten ist, also typischerweise beim Kauf von einem mehrwertsteuerpflichtigen Händler. Beim Privatkauf gibt es normalerweise keine ausgewiesene MWST, also auch nichts zurückzuholen. Die Schweizer Tax-Free-Regel verlangt unter anderem, dass der Käufer nicht in der Schweiz wohnt, die Ware innert 90 Tagen ausgeführt wird und ein bestätigter Ausfuhrnachweis bzw. eine ausländische Importveranlagung vorliegt; den bestätigten Ausfuhrnachweis sendet man dann an den Verkäufer.

Für Ungarn kommt danach noch die Regisztrációs adó dazu. NAV beschreibt, dass die Registration Tax bei Pkw/Motorrädern vor der Inbetriebnahme fällig sein kann, dass die Höhe unter anderem nach Fahrzeugdaten, Erstzulassung und Wertminderung berechnet wird, und dass die Zulassung erst erfolgen kann, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt und die Steuer bezahlt ist. Außerdem braucht das Fahrzeug vor der ungarischen Inbetriebnahme eine technische Prüfung bzw. Anerkennung der Typgenehmigung; ein COC/EG-Übereinstimmungsbescheinigung ist dabei praktisch wichtig, ist aber kein Zoll-Ursprungsnachweis.

Die grobe Rechnung wäre also:

Mit gültigem Präferenznachweis: Schweizer Netto-Preis → 0/reduzierter Zoll je nach bestätigtem Ursprung → 27 % ungarische Import-VAT → ungarische Registrierungsteuer/Zulassungsgebühren.

Ohne gültigen Präferenznachweis: Schweizer Netto-Preis → regulärer EU-Zoll nach exakter Warennummer im TARIC/Access2Markets → 27 % ungarische Import-VAT auf Zollwert plus Zoll/Nebenkosten → ungarische Registrierungsteuer/Zulassungsgebühren. Den exakten Zollsatz würde ich vor dem Kauf über TARIC oder Access2Markets mit dem genauen CN/TARIC-Code prüfen, weil der EU-Zollsatz nach Warentarif, Wert und Ursprung ermittelt wird.

Sonderfall: Wenn es kein normaler Kauf ist, sondern du deinen Wohnsitz aus der Schweiz in die EU/Ungarn verlegst und das Auto als Umzugsgut mitbringst, kann es Erleichterungen geben. NAV nennt private Kraftfahrzeuge ausdrücklich als persönliches Eigentum im Rahmen einer Wohnsitzverlegung; dafür müssen aber Bedingungen erfüllt sein, etwa vorheriger gewöhnlicher Wohnsitz außerhalb der EU und Nutzung/Besitz des Gegenstands über eine bestimmte Zeit.

Mein praktischer Rat vor Kauf: EUR.1/Ursprungsnachweis vorher mit dem Verkäufer klären und am besten in den Kaufvertrag aufnehmen; prüfen, ob Schweizer MWST überhaupt ausweisbar/erstattbar ist; COC besorgen; und für die Fahrt über die EU-Außengrenze nach Ungarn einen Zollspediteur oder NAV fragen, ob ihr direkt in Ungarn verzollt oder mit Versandverfahren dorthin fahrt.

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Fazit für mich wäre: Riesenbogen um die Schweiz machen.

Gruß

Hallo. Ich bin aus Bern/Schweiz und habe schon einige Autos aus Deutschland importiert (meist Jahreswagen). Wir bewegen uns von Bern aus in der Regel im Raum Lörrach. Die Zollabwicklung hat jeweils die Firma Frei in Lörrach gemacht. Die arbeiten auch mit den Garagen in Lörrach und Binzen zusammen und bieten einen „Full Service“. Die bieten auch den administrativen Import aus der Schweiz nach Deutschland an. Hier der Link, einfach mal anfragen:

Beste Grüsse. Bernhard

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Danke! Aber ich denke, wenn ich das einer Firma überlasse, verliere ich den ganzen Vorteil, dass die Autos in der Schweiz günstiger sind. Ich kaufe mein Auto einfach lieber selbst.

Das ist nur ein übertriebenes Klischee, basierend auf meinen Erfahrungen mit Gebrauchtwagenportalen im letzten Jahren. Natürlich gibt es immer Ausnahmen.

Autos in der Schweiz scheinen besser gepflegt zu sein, haben weniger Kilometer, mehr Ausstattung und sind günstiger. Autos in Österreich haben ofter mehr Rost und bieten weniger Optionen. Autos in Deutschland sind meist etwas teurer, bieten zwar auch mehr Ausstattung, haben aber deutlich mehr Kilometer und werden hauptsächlich wegen des TÜV-Auslaufs verkauft. Außerdem gibt es dort weniger Allradfahrzeuge als in der Schweiz oder in Österreich. Autos in Holland rosten, haben viele Kilometer auf dem Tacho und keine Extras. Und sind teuer. 0 Allrad. Ungarische Autos gibt es nicht. Sie sind alle importiert.

Es wäre also schön, ein Schweizer Auto zu kaufen und es hier zuzulassen. Oder den ausnahme aus Österreich oder Deutschland zu finden. :smiley:

Könnten Sie mir vielleicht sagen/zeigen, welche Papiere man normalerweise beim Verkauf eines Autos in der Schweiz aushändigt/erhält?

Wenn ich mich richtig erinnere, war der Import/Export bei Frei nicht teuer. Ich würde trotzdem mal nachfragen.

Wenn du ein Fahrzeug bei uns in der Schweiz kaufst, kriegst du den Kaufvertrag und den anullierten Fahrzeug Ausweis mit dem dazugehörigen Abgasdokument. Letzteres nur bis zur Einführung von OBD2, ab dann war keine Abgaswartung mehr notwendig.

Liebe Grüsse. Bernhard

PS. Du kannst übrigens bei uns total einfach beim Strassenverkehrsamt wo das Fahrzeug vor dem Verkauf angemeldet war (Strassenverkehrsamt des entsprechenden Kantons), eine Exportnummer holen (kannst gleich drauf warten), deren Laufzeit du wählen kannst ( mit entsprechend höheren Kosten im Bezug zur Laufzeit) und kannst direkt auf eigener Achse nach Deutschland fahren. Einzige Voraussetzung: das Fahrzeug muss noch geprüft und vor dem Kauf noch zugelassen /zulassunsfähig gewesen sein. -Die Zollformalitäten müssen dann an der Grenze trotzdem erledigt werden…

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Das Auto soll nach Ungarn.

Dann kannst du auch nach Ungarn fahren…

Das ist wirklich gute Info! Vielen dank!

Fahrzeug Ausweis ist noch immer so ein Papier? Kein plastic Karte oder so?

Und Kaufvertrag etwas wie das hier?

Ja genau. Das ist der Schweizer Fahrzeugausweis. Kaufvertrag ist das Aussehen natürlich administrativ unterschiedlich. Aber für die Zollformalitäten brauchst du auf jeden Fall einen schriftlichen Vertrag.

Gerüchteweise sind Fahrzeuge aus der Schweiz besser im Zustand, weil die MFK (Pendant zum TÜV) so penibel ist. Da darf kein Tröpfchen Öl vom Motor fallen. In (A) ist das nicht so streng.

Aber wie geschrieben, gerüchteweise.

Das stimmt schon. Gerade wir Schrauber haben einen schweren Stand… Allerdings ist es auch einfacher die Autos im Alter länger zu fahren, weil sie keinen/weniger Wartungsstau haben.

Das klingt für mich doch sehr stark klischeebehaftet.