Ich möchte den Schweller nachdem er geschweißt ist innen lackieren.
Hat schonmal jemand den SprayMay 2K Epoxy Primer
mit so einer männlichen Hohlraumsonde benutzt?
Wenn das funktioniert, dann wäre es die Variante mit dem geringsten Aufwand und man hätte einen hervoragenden Korrosionsschutz an den Schwelle-Reparaturstellen.
und wieso nimmst Du nicht ne Druckbecherpistole, bei der i.d.R. schon eine Schlauchdüse/ Hohlraumsonde u.v.m. für < 40 € dabei ist ?
In den Becher füllst Du Deinen ganz normalen Grundierfüller, besser die rote Schweißerrostschutzfarbe rein und arbeitest damit in den Hohlräumen .
Großer Vorteil und noch größere Kostenersparnis:
Wenn die Grundierung bzw. die Kiste fertig geschweißt, lackiert und trocken ist kannst dann gleich ALLES innen mit Fluid Film Hohlraumkonservieren.
Bzw. dort ausserhalb des Sichtbereiches und Unterboden wo keinerlei Rost vorhanden ist, dann direkt mit Seilfett mit der gleichen Becherpistole drüber jauchen.
Der Unterschied zwischen Hohlraumwachs und Lack besteht darin, dass das Wachs im Idealfall fließfähig bleibt. Wenn du einen nicht fabrikneuen Schweller lackierst werden vorhandene kleine Rostausblühungen einfach nur abgedeckt und rosten dort munter weiter. Das Wachs schließt die Luftzufuhr verlässlicher ab. Außerdem musst du mit dem Lach auch sicher jede Stelle treffen (ohne Sicht) während das Wachs etwas verläuft.
Nö, wenn der Wachs erst mal abgeflossen ist und altert, bekommt der immer Risse und dort dringt Feuchtigkeit ein.
Mit das einzige was über 20 Jahre ( auch im und vor allem über den Rost) noch kriecht ist Fluid Film und das kriecht sogar gegen die Erdanziehung nach oben.
( Wachs und Bitumen ist so was von gestern !)
P.S.:
Da der Dr. ja mehr als nur eine alte Kiste hat und Seilfett in der Dose nicht altert, braucht er gleich eine ordentliche Packungsgröße
Es kommt dabei jedoch sehr stark auf die Qualität der verwendeten Wachse/Fette an. Das Petec Zeugs ist zwar recht günstig, aber es ist recht dünnflüssig und haftet nicht so schön wie Alternativen. Wir verwenden seit vielen Jahren das Seilfett von LM. Da das auch sehr oft in der Industrie eingesetzt wird bekommt man das auch in vielen anderen Gebindegrößen ohne beim großen A zu bestellen.
Danke für die Info, ich habe halt das günstigste Seilfett raus gesucht.
Du machst das wahrscheinlich auch häufiger als ich, ich nehme auch meist etwas dickflüssigeres Seilfett.
Im Winter wärme ich es, dann bis es flüssig wird, vor dem Einfüllen in die Druckbecherpistole mit einem alten ( aussortierten ) Wasserkocher an.
Aber selbst bei Deinem/ Eurem Wachst steht in der Gebrauchsanweisung:
"…Gebrauchsanweisung:
1. Der Untergrund muss entrostet, entfettet, gründlich gereinigt und trocken sein. Feuchtigkeitsreste können vernachlässigt, Restrost kann mit AKEMI® Anti-Rost inaktiviert werden." …
Ich habe als „Lackaufbau“ für neue Schweißnähte in Erinnerung, dass das beste als Erstmassnahme bei Punktschweißungen ein dünnflüssiger Rostschutz ist , den man zwischen die Bleche fließen lässt.
Man hat allerdings nur eine Chance.
Ich verwende da einen „säurefüller“ aus der Spraydose .
Grundierung und Füller ist jedoch recht „offenporig“ und muss dann weiter versiegelt werden .
Im sichtbereich halt Lack und im nicht zugänglichen Bereich halt Irgendwas „ Schmieriges“
Das Wachs kriecht eigentlich recht gut. Besser als manch anderes Produkt auf dem Markt. Grober Rost und Feuchtigkeit sind hier aber auch das hauptsächliche Hindernis. Wunder können die Produkte nicht vollbringen. Wenn alles voll Rost, Dreck oder Wasser steht kannst du mit keinem Konservierungsmittel etwas ausrichten.
Die Druckbecherpistolen mit Wachs oder Fett lege ich auch im Sommer recht gerne in die Sonne. Gerade beim dickflüssigen Seilfett ist das schon erstaunlich wie kriechfähig das sein kann. Da habe ich es auch schon durch Falzungen laufen sehen (im Sommer).
Wenn du gar nicht an die Stelle rankommst kannst du ja auch mit der chemischen Keule arbeiten.
Mit Brunox einnebeln, 48h warten, erneut einnebeln und nochmals warten. Dann mit Fett drauf. Brunox braucht allerdings eine gewisse Luftfeuchtigkeit um ordentlich zu arbeiten. Funktioniert also an knallheißen Sommertagen nicht wirklich gut.
Aber, wie gesagt, Wunder können alle Produkte nicht vollbringen. Man muss sich schon gut überlegen welches Produkt man an welcher Stelle einsetzt. Das „eine“ Universalprodukt gibt es leider nicht.
Nämlich das Fluid Film , wobei es allerdings auch nicht im Wasser stehenden Blech versiegeln kann, aber das kann ja eigentlich kein Mittelchen.
Nur Fluid Film ( Liquid A ) lässt sich recht leicht abwischen z.B. durch Spritzwasser und muss halt mal im Spritzwasserbereich z.B. mit Permafilm oder Seilfett nachgearbeitet werden, in Hohlräumen ist und bleibt es unschlagbar, da es auch im Restrost kriecht und kriecht und kriecht.
Und genau das ist, wie bei allen Rostumwandlern, das Problem.
Bleibt nur eine winziger Rest an Wasser unter der umgewandelten Stelle verborgen bzw. kommt später auf Grund von Spritzwasser oder von der anderen Seite des eventuell an einer winzigen Stelle durchrosteten Bleches unter den Rostumwandler, rostet es einfach weiter .
Daher sollte man im sichtbaren Bereich immer den kompletten Rost mechanisch entfernen bzw. das sehr rostige Blech raus schneiden und dann ordentlichen Lackaufbau betreiben.
Im unsichtbaren, verdeckten Bereich und vor allem in den Hohlräumen tut Fluid Film mit Seilfett für das nächste Jahrzehnt auf einfachste und günstigste Art und Weise die beste Arbeit.
So kann ich das jetzt aber nicht stehen lassen !
Ich habe zwar auch die blaue Druckbecherpistole, müsste aber mal nachschauen ob die auch von Wiltec ist/ war.
Mit Seilfett im Herbst/ Winter keinerlei Probleme, habe dabei nur mit der mitgelieferten Hakendüse und der Hohlraumsonde gearbeitet.
Habe allerdings das Seilfett vorher erst in dem blauen Becher direkt mit einem Camping Gas Kocher erhitzt bis das Seilfett zu dampfen anfing ( BITTE NIE nachmachen Fett über offener Flamme ist ein no go ! )
Daher habe ich dann immer einen alten Wasserkocker für das Seilfett genommen, das geht am besten.
Habe schon mind. 3 KFZ, vor allem die Hohlräume damit behandelt, geht einwandfrei vor allem mit der Hohlraumschlauchdüse/ - sonde.
Sogar einem Bekannten, bei meiner Golfversiegelung im Winter, die ganze Garagenhalle unter Seilfettnebel gesetzt, er hat sich dann gefreut das alles und alle anderen KFZ mit einer Seilfettschicht benetzt waren .
Wahrscheinlich war sein Werkstattkompressor auf über 6 bar eingestellt
Fazit:
Eigentlich bist Du ja Schrauber des Jahres und ich kann bisher nur etwas von Dir lernen
Aber irgendwas machst DU mit den Düsenschläuchen was falsch bzw. ist irgendwas an/ in den Düsen schwergängig oder verstopft.
Bei mir waren auch keinerlei Metallspäne im neuen Druckbecher.
Vielleicht sind die Düsen mit Metallspänen zugesetzt
Die blaue Dose die mir vorlag war einfach nur Schrott.
Ich habe dann für ein paar Euro mehr eine vernünftige gekauft und damit hat es einwandfrei und ohne irgendwelche Schmerzen funktioniert: