Gibt es Foreneinträge welche als Anleitung zum Bremsleitungswechsel geeignet sind:
- Bezug von vorgebogenen Bremsleitungen
- welche Werkzeuge sollte man haben (Muss + Luxus)
- welche Bremsflüssigkeit/wieviel
- Tipps bevor man die Bremsleitung aufmacht
- verlegen der Bremsleitung
- Anzugsmoment der Anschlüsse (gibt’s sonst noch was zu beachten)
- Entlüftungsprozedur
Bei mir geht es im speziellen um die beiden hinteren - die will der TÜV getauscht sehen. Den Rost an der langen darf ich entfernen und konservieren.
Bremsleitungen werden in der Regel aus Meterware gemacht, mit Fittingen versehen und dann gebördelt, das ganze ist eigendlich relativ easy, ich rate dir aber das von jemandem machen zu lassen der Sachverstand und das nötige Werkzeug hat --> Selbsthilfewerkstatt
Und wenn man dabei ist, und du den SGA noch länger fahren willst dann mach es von vorne her komplett neu, im Bereich der Lenkung sind Verbinder da kann man ansetzen, und mit Kunifer muss man dann nie mehr dran
Vorgebogene Leitungen gibt es zwar teilweise aber nur sehr selten und dann für überzogene Preise
Ich habe ein Bördelgerät, ein Biegegerät speziell für enge Radien und Bremsleitungsschlüssel SW 11, bis auf das Bördelgerät (habe ich vor 25 Jahren mal für 50 DM gekauft)ist alles Markenware von Hazet & Co, ich brauche das aber öfter mal, für dich wird das nicht lohnen, dazu ein Entlüftungsgerät ausrangiert aus einer Opel Werkstatt
ich weiß nicht wie technisch versiert du bist… aber,
An Bremsen bastelt man nicht, die sind sicherheitsrelevant.
Und ich möchte kein Auto mir entgegen kommen sehen,
dem gerade die Bremsen versagen.
Vor allem keinen 2-Tonner wie unseren SGA.
Ansonsten kurz zusammengefasst:
Die hinteren Bremsleitungen haben eine Länge von 750mm.
Die gibts auch fertig gebördelt zu kaufen.
Vor Beginn der Arbeiten das Bremspedal treten und gedrückt halten.
(Bremsenniederhalter oder ein Brett, sonst läuft dir die Bremsflüssigkeit aus.)
Die nähere Umgebung der zu öffnenden Bremsnippel säubern.
Dann mit einem Bremsendienstschlüssel (11mm offener Ringschlüssel) die Bremsnippel
öffnen und los schrauben.
Die verrottete Bremsleitung entnehmen, dabei die Öffnung und das Gewinde vor
Verunreinigung schützen (Gummikappe oder so).
Neue Bremsleitung analog zur alten Bremsleitung in Form bringen und biegen (Rohrbiegezange).
Neue Bremsleitung anbringen und die Überwurfmuttern mit dem Bremsendienstschlüssel festziehen.
Und hierbei aufpassen! Nach FEST kommt LOSE!
Handfest und noch eine Umdrehung sollte genügen.
Ansonsten suche mal nach Drehmoment-Angaben. Aber viel wird es nicht sein.
Wenn die Leitung verlegt ist, kannst du das Bremspedal wieder loslassen.
Und dann normal am Bremssattel entlüften.
#3:Das mit den Kentnissen hättest du ja gleich erwähnen können, im Prinzip reicht es dann einen ordentlichen Bremsleitungsschlssel zu kaufen, und man braucht einen guten Maulschlüssel SW 14 oder SW 17 zum gegenhalten am Bremsschlauch.
Zum entlüften ist ein zweiter Mann hilfreich, das Pedal aber niemals bis auf den Boden durchtreten, da wurde schon so mancher HBZ geschlachtet
Du bist ja auch ein Schraubär, der Ottonormal SGA Fahrer wechselt vielleicht 2-3 mal während des ganzen Autolebens die Flüssigkeit.
Ich wechsle sobald die dunkler wird, also max. 1-2 mal im Autoleben, anders sieht das bei Gespannfahrern, Taxifahrern und den SGA’ler in aus den Bergen aus, da würde ich auch alle 2-3 Jahre wechseln.
Den Helfer kann man sich übrigens sparen wenn man über den Nippel einen durchsichtigen Schlauch steckt, dessen anderes Ende in einem durchsichtigen Behälter mit alter Bremsflüsigkeit eingetaucht ist .
Ich habe einige Autos in der Pflege, und das geht so viel schneller und sicherer, vor allem wenn man Pflegefälle hat die sich nicht so einfach entlüften lassen
Neu würde ich sowas auch nicht kaufen, war eben ein günstiges Angebot vor Ort
Ich habe mir von Korrosionsschutzdepot die zugelassenen Kunifer Leitungen besorgt. Super zum Verlegen und Bördeln. Ende vom Lied, durch die HU gerasselt, „Dafür brauchen sie eine Einzelabnahme“
Guten Tag,
ich habe den Bremsleitungswechsel und damit auch gleichzeitig Bremsschlauchwechsel hinten
am 7M9 auch schon hinter mir.
Vorne sind die Leitungen anscheinend besser geschützt und ein Wechsel ist noch nicht notwendig laut TÜV.
Die erste Schwierigkeit ist die Verbindungsmuffe der beiden Leitungen vorne wo es dann aufwärts in den Motorraum geht zu lösen. Habe ich mit Krähenfußschlüssel geschafft. Also unbedingt einen Satz besorgen.
Die Plastikhalterungen der Bremsleitungen brechen auch ab und zu.
Nach dem Ausbau der Leitungen habe ich an jeder Biegung mit einem Isolierband markiert, eine Skizze mit allen Längen und Biegeradien und Winkeln gemacht.
Neue Bremsleitungen habe ich aus Stahl, Meterware, hergestellt.
Diskussionen über Kunifer und ob das jetzt gestattet ist oder nicht können mühsam werden und
sind möglicherweise auf Oe nicht anwendbar.
Gebogen habe ich von Hand über Rundhölzer mit entsprechgendem Durchmesser auf eine Holzplatte montiert. Die Biegezangen kann man oft nicht ansetzen wenn die Biegung knapp am Ende der Leitung ist.
Zum Abschneiden unbedingt Rohrschneider und nicht Säge verwenden. Entgraten mit Rohrentgrater und nicht Feile.
Zum Bördeln habe ich ein billiges BGS Gerät verwendet. Mit passender Montagepaste G 052 150 A2.
War eigentlich kein Problem. Unter der Lupe genau kontrollieren. Mit Pressluft durchblasen.
Der Einbau der Leitungen ist eine mühsame Sache da man doch etwas hin und her biegen muss. Ich habe die neuen Leitungen in einen langen Plastiksackerlschlauch gegeben damit sich nichts abscheuert beim Einfädeln.
Überwurfmuttern anziehen nur mit passendem Drehmomentschlüssel (14Nm, nach Herstellerangabe) und Gegehalten am Schlauch. Keine Experimente mit ‚nach Gefühl anziehen‘ oder einen ‚Fachmann‘ fragen oder ‚Der Nachbar/Schwager der das schon seit 30 Jahren so macht‘ fragen. Das ist schon des öfteren diskutiert worden.
Zum Entlüften habe ich ein Chinaschrott Entlüftungsgerät genommen.
Habe ich in einem anderen Beitrag schon einmal beschrieben.
Man kann das System sehr praktisch mit Bremsflüssigkeit durchspülen.
Mit Pumpen am Bremspedal ist das eine mühsame Sache und die Gefahr der Beschädigung des HBZ besteht.
Wenn man alles sorgfältig macht sehe ich hier eigentlich keine Gefahr und habe keine Sicherheitsbedenken.
Gruss
Spaceschrauber