an meinem Sharan 7N1 (im Profl steht der andere ältere Sharan 7M9) ist der Sturz der Hinterachse viel zu stark negativ, d.h. unten sind die Räder zu weit auseinander. Mit freiem Auge sichtbar.
Die Sommerreifen sind innen bis zu Gewebe abgefahren, nach wechsel auf die Winterreifen waren diese auch nach kurzer Zeit innen stark abgefahren. Außerdem hat das Auto ein etwas schwammiges Fahrgefühl. Also eindeutig.
Die Exzenterschrauben der Sturzeinstellung stehen etwa in Mittelstellung. Von selbst verdreht haben sie sich wohl nicht. Bei der Pickerlüberprüfung wurde nichts angemerkt. Auf meine Frage was da zu tun ist kam nur eher Schulterzuckend, ‚muss man halt einstellen‘.
Ich hab mir nun eine kleine Vorrichtung gebaut, bestehend aus einer 30mm Rundstange, daran eine Schraube geschweißt. Das ganze auf einem Holzbrett zur besseren Kraftverteilung. Das Auto wird mit der Hinterachse auf die Vorrichtung gefahren. Siehe erstes Bild. Mit einem langen Ringschlüssel kann man nun das Rad unten quer hin und her bewegen und die Querlenkerelemente beobachten.
Durch die Drehung der Stange ändert sich der Sturz zwar sichtbar nur das erhoffte Erfühlen einer Bewegung zwischen dem oberen und unteren Querlenkern und dem Aggregateträger oder Radlagergehäuse ist nicht wirklich erkennbar. Alles geht etwas schwammig leicht hin und her. Ich hätte mir erhofft das ein lockeres Gummilager fühlbar ist.
Hier noch ein paar Bilder der in Frage kommenden Gummilager.
Was sagt ihr nun dazu? Sind die Gummilager doch ausgeschlagen und man ersetzt den oberen und unteren Querlenker komplett? Oder noch andere Teile? Oder kann man die Gummilager auspressen und durch neue ersetzen? Laut Anleitung gibt es nur die Querlenker komplett. Oder doch nur Sturz justieren? Kriegt man die Fahrwerksschrauben überhaupt auf oder muss Schweissgerät und Flex zur Anwendung kommen. Fragen über Fragen an die Experten.
Was mir bei den Schrauben viel geholfen hat, ist ein Rostlöser mit Graphitanteil. Da geht fast jede Schraube auf, sofernst du mit Schlagschrauber dazukommst! Nächstes Problem ist ja dann die Hinterachse, die rostet dir ja als ganzes weg. Da musst schon überlegen obs du den ganzen Träger samt Gummipuffer austauschen willst.
Bezgl. Pickerl, In meinem Bekanntenkreis wird jetzt immer häufiger Augenmerk auf die Hinterachsen gelegt, da wurden schon viele getauscht. Musst in die richtige Werkstatt fahren
Ps: aber coole Idee mit den Rundstangen, da könntest noch ein Flacheisen mit Langloch reinschrauben als Verbindung, dann siehst die Veränderung in Millimeter.
Ich habe einen kompletten Querlenkersatz für hinten gekauft und alle Querlenker samt Gummibuchsen getauscht.
Dafür habe ich die komplette Hinterachse ausgebaut (hab nen 4-Motion). Ich kann dir sagen, das ist kein Spaß. Die Schrauben waren alle völlig fest. Ich hab mir nachher ne große Flex besorgt, anders bin ich den Schrauben nicht beigekommen. Das Problem ist nicht, die Muttern ab zu bekommen, das ging ziemlich gut, sondern die Schrauben dann aus den Löchern zu bekommen…
Ich habe dann herausgefunden, das es am einfachsten ist, die Sechskantköpfe ab zu flexen und dann die Schraubenreste mit der Mutter und Schlagschrauber durch aufschrauben der Mutter herauszuziehen.
Dann kannst du auch die Hinterachse direkt entrosten und versiegeln, wenn sie schon draußen ist.
Nach der ganzen Aktion kann dann auch die Hinterachse wieder eingestellt werden.
Guten Abend,
kurzer Zwischenbericht: Ich bin dabei die Ersatzteile zu bestellen.
Der Plan ist die Querlenker unten, die Spurstangen und die Querlenker oben zu tauschen. Schrauben und Muttern alle neu. Demontage geplant mit einer Säbelsäge.
Mir ist momentan noch nicht klar ob ich die Federn durch Demontage und absenken des Querlenker unten heraus bekomme oder ob ein Zusammendrücken der Federn notwendig ist. Ich werde berichten.
Gruss
SpaceSchrauber