SGApedia

Erhöhen der Einbautiefe der Lautsprecher [SGA I]

Bild von muni-mula

Ausgangspunkt: 
Die meisten Lautsprechersysteme passen nicht in die Standardaufnahmen des SGA.
Hier ein Beitrag zur Erhöhung der Einbautiefe der Lautsprecher im SGA 1.
Er hat seine Anlage im Sharan bis zur Perfektion gebracht. 
Weitere Berichte folgen!

Viel Spaß beim lesen und nachbauen.

Zum Ausbauen der Türverkleidung bitte hier nachlesen. http://www.sgaf.de/viewtopic.php?t=23954&highlight=verkleidung

Lösung:
Hinter der Verkleidung ist etwa 2 cm Platz bis zum Aggregatträger
(originale Verschraubung des Lautsprechers).

1. Es wird ein "Spacer" angefertigt, der den Raum zwischen Aggregatträger und Türverkleidung auffüllt.
Hierfür eignet sich 22mm MDF- Platte - passt exakt, sodass die Verkleidung später darauf aufliegt. Alternativ kann Multiplex (MDF) genutzt werden, was etwas mehr kostet aber wasserbeständiger ist, bis hin zu Stählen wie z. Bsp. Rotguß.

Nun fertigt man sich mit einer Oberfräse oder einer Stichsäge einen Ring. Der Abstand von Innen- zu Außendurchmesser beträgt bei meinen Ringen 3 cm. Je nach Bedarf kann dieser Wert natürlich anders gewählt werden. Allerdings würde ich nicht unter 1,5 cm gehen, da auch etwas Stabilität in die Sache kommen muss. Grundsätzlich gilt hier, je mehr Gewicht die Aufnahme hat, umso besser für den Klang.

Laut 1

2. Nachdem der Ring fertig ist, muss an einigen Stellen noch etwas Holz abgetragen werden, damit die Verkleidung wieder genau passt - hierzu die Rundungen der Türverkleidung am Holzring anzeichnen und den Ring noch etwas nach bearbeiten.

siehe hier:

Laut 3

3. In die Aufnahmen können nun zusätzlich Einschlagmuttern integriert werden, damit der Lautsprecher später ordentlich fixiert werden kann. Dies ist kein Muss, aber ich empfehle es dringend, da das Holz sonst nach dem dritten Lautsprecherausbau hinüber ist...
Laut 2

4. Damit die Lautsprecher genau durch die Türverkleidung passen, muss bei dieser von innen der Gitter- Rand abgefräst werden (ein Dremel mit Trennscheibe und viel Geduld eignen sich hervorragend). Wenn man den Wulst des Lautsprechergitters abfräst, passt der Lautsprecher später sehr genau.
Laut 4

5. Zuletzt brauchen die Ringe eine Senkbohrung. Dadurch können sie von vorn mit dem Stahlblech der Karosserie verschraubt werden - andernfalls würden die Lautsprecher nicht plan aufliegen.

6. Zum genauen Ausrichten der Ringe (gerade bei der Nutzung von Gewindemuttern) muss nun die Türverkleidung halb eingehangen werden. dann wird der ring mittig zum Verkleidungsausschnitt ausgerichtet und das Außenblech und der Ring 4-fach durchbohrt. Die entstandenen Löcher im Aggregatträger sollten auf jedem Fall mit Zinkspray o.ä. gegen Rost geschützt werden.
Laut 5

Nicht wundern. Das Dicke Kabel am Türtrennstecker ist mein Lautsprecherkabel. Dieses habe ich dort an einer freien Stelle vom Stecker durchgeführt.
Laut 6
Laut 7

7. Im letzten Schritt wird der Ring mit Acryl bestrichen und danach sofort mittels Gewindeschrauben befestigt:
Die Ringe sollten, egal ob aus MDF oder MPX gefertigt, außerdem dick mit Farbe bestrichen werden, um ein Aufquellen zu vermeiden!
Hier deutlich zu sehen die Senkbohrung mit den Schrauben womit der Ring an der Tür befestigt wurde.
Laut 8

Wenn alles richtig gemacht wurde, sieht das ganze am Ende so aus:
Laut 9
Laut 10

Vorteile dieser Konstruktion:
- Lautsprecher sind schnell wechselbar (ohne Abnehmen der Verkleidung)
- keine akustischen Kurzschlüsse (Reflexionen) an der Verkleidung mehr möglich
- sehr stabile Befestigung, was sich klanglich positiv bemerkbar macht
- die Einbautiefe für Lautsprecher wird auf über 65 mm erhöht

Nachteile:
- die Konstruktion ist relativ aufwendig, man benötigt etwas Geduld
- relativ auffällig

Hier noch der allgemeine Hinweis, dass wer dies nachbaut für Fehler oder Defekte selbst verantwortlich ist!

SGA-Stichworte: Einbautiefe, Lautsprecher

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