Der Zuheizer Sollte der Zuheizer kommplett ausgebaut werden dann gibt es hier eine Anleitung. Ausbau vom Zuheizer Alle Sharan, Galaxy und Alhambras (SGA) mit Dieselmotor verfügen über eine vom Motor unabhängige Zusatzheizung. Diese Zusatzheizung verbrennt Diesel und erwärmt dadurch das Kühlwasser. Auf diese Weise wird sowohl der Motor als auch der Innenraum schneller warm. Diese Zusatzheizung, meist kurz Zuheizer genannt, befindet sich unterhalb des Fahrzeugbodens in Höhe der linken hinteren Tür. Bei Fahrzeugen ohne werksseitig eingebauter Standheizung, die zwischen 1995 und 4/2000 gebaut wurden (vor Facelift) ist ein Eberspächer D3W-Z Zuheizer mit 3 kW Heizleistung eingebaut. Mit werksseitig eingebauter Standheizung kommt ein D4W-S mit 4 kW Heizleistung zum Einsatz. Bei Fahrzeugen ab 5/2000 wurde ein Eberspächer D5W-Z bzw. D5W-S mit 5 kW verbaut. Das Z bzw. das S steht für Z= Zuheizer oder S= Standheizung ab Werk . In der Grundfunktion sind diese aber gleich . Alle Fotos in diesem Beitrag zeigen den D5W Unterschiede zum D3W werden gesondert benannt Ab Modelljahr 2005 (also bei Fahrzeugen, die ab 6/2004 gebaut wurden) wurde der Zuheizer einer Modellpflege unterzogen. Der Zuheizer heißt seitdem D5Z-F und der Zuheizer mit Standheizungsfunktion D5S-F. Der Aufbau des neuen Zuheizers ist hier in einem eigenen Artikel in der SGAPedia beschrieben. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass SGA´s mit einem Benzinmotor auch über einen Zuheizer verfügen, allerdings nur dann, wenn das Fahrzeug über eine Standheizung verfügt. Dieser Zuheizertyp ist auf den Betrieb mit Benzin ausgelegt. Er verursacht jedoch nicht die hier beschriebenen Probleme, weshalb hier nicht weiter auf die Benzin-Variante eingegangen wird. Bild 1: Der Zuheizer ohne Einbauhalterung: Bild 2: Der eingebaute Zuheizer unter dem Fahrzeugboden 2. Wozu ist der Zuheizer da ? Die heutigen TDI Motoren, wie sie auch im SGA eingesetzt werden, sind sehr effizient. Ein hoher Anteil der aufgewendeten Energie (Diesel) wird in Bewegungs-Energie und nur ein vergleichsweise kleiner Anteil wird in Wärme umgesetzt. TDI Motoren brauchen deutlich länger, um ihre Betriebstemperatur zu erreichen, als Benzinmotoren. Daher dauert es auch deutlich länger, bis genügend Wärme zur Heizung der Fahrgastzelle zur Verfügung steht. Bei entsprechend kalter Witterung kommt erst nach ca. 5 Minuten Fahrt lauwarme Luft aus den Heizungsdüsen. In einem Wagen mit kleinem Innenraum lässt sich das eher tolerieren als in einem Van mit mehreren Kubikmetern Innenraum. Daher wurde bei der Konstruktion des Sharan eine dieselbetriebene Zusatzheizung eingebaut, die das Kühlwasser bei niedrigen Außentemperaturen zusätzlich erwärmt. Da der Zuheizer das Kühlwasser erwärmt, wird neben der Heizung des Innenraumes auch der Motor schneller warm. Dadurch verringert sich der Verschleiß und die innere Reibung im Motor wird reduziert. Da ein kalter Motor deutlich mehr Kraftstoff verbraucht, kann man sogar darüber diskutieren, ob der Betrieb des Zuheizers unter dem Strich zu einer Kraftstoffersparnis führt, obwohl er selbst Kraftstoff verbraucht 3. Wie funktioniert der Zuheizer ? Etwa ein bis 3 Minuten nach dem Start des Fahrzeuges schaltet bei tiefen Temperaturen der Temperaturschalter im Wasserkasten den Zuheizer an. Dann beginnt eine Glühkerze im Inneren des Zuheizers zu glühen und das Verbrennungsluftgebläse läuft auf kleiner Stufe. Etwa 80 Sekunden später beginnt die Dosierpumpe, Diesel auf das Flammschutzsieb (nur D5W) um die Glühkerze zu fördern. Bild 3: Temperaturschalter im Wasserkasten am Wischergestänge Fahrerseite Die Drehzahl des Verbrennungsluftgebläses wird kontinuierlich erhöht. Innerhalb von ca. 130 Sekunden nach Start des Zuheizers muss dann der Flammwächter eine Temperaturerhöhung durch die Verbrennung erkennen. Wenn der Flammwächter eine Verbrennung erkennt, wird die das Verbrennungsluftgebläse auf die höchste Drehzahl und die Dosierpumpe auf maximale Förderung eingestellt. Erfolgt keine Zündung, versucht der Zuheizer, erneut zu starten. Sollte auch dieser Startversuch fehlschlagen, schaltet der Zuheizer bis zum nächsten Motorstart komplett ab. Während der Betriebsphase des Zuheizers wird der Glühstift nicht bestromt. Die Flamme erhält sich allein aufrecht. Die kleine Verbrennung am Flammschutzsieb reicht jedoch aus, um das Sieb weiterhin zu erhitzen und den geförderten Dieselkraftstoff zu verdunsten. Nachdem der Zuheizer gezündet hat, wird daher die Glühkerze nicht mehr bestromt. Dieselkraftstoff ist in flüssigem Zustand quasi unbrennbar. Erst wenn der Diesel fein zerstäubt wird, oder in den gasförmigen Zustand umgewandelt wird, können sich die Dieselmoleküle gut genug mit Luft mischen und es kommt bei Überschreitung des Flammpunktes zur Verbrennung. Der Trick besteht also darin, den Dieselkraftstoff zunächst im Flammschutzsieb zu verdunsten. Danach wird der gasförmige Diesel in der Verbrennungsdüse mit Luft vermischt und er verbrennt. Kurz nach dem Start des Zuheizers überprüft das Steuergerät des Zuheizers kontinuierlich die Temperatur des Flammwächters. Der Flammwächter ist ein Temperaturfühler, der direkt vor dem Auspuff des Zuheizers angebracht ist. Wenn eine ausreichende Temperaturerhöhung stattgefunden hat ist wohl eine Flamme vorhanden. Ansonsten bricht das Steuergerät den Startvorgang ab. 3.2 Unterschied zum D3W: Der D3W hat kein Flammschutzsieb ebenso keinen demontierbaren Kerzenstutzen Bild 4: Die Verbrennungsluftführung D5W Bild 5: Die Verbrennerluftführung D3W Bild 6: Kerzenstutzen D5W mit Flammschutzsieb und Dosierleitung Bild 7: Brennerrohr D5W mit Durchführung für das Flammschutzsieb;
3.3 Das Geräusch des Zuheizer´s
Es ist das Laufgeräusch des Zuheizers, in diesem Falle genauer gesagt das der Benzin-Standheizung B5W-S von Eberspächer. Das Geräusch des Diesel-Zuheizers ist aber nahezu identisch. Man hört zu Beginn das Anlaufen der Kühlmittelpumpe sowie das Geräusch von der Belüftung des Brennraumes. Dann setzt die Brennerturbine langsam ein, begleitet vom Ticken der Kraftstoffdosierpumpe, bis schließlich gezündet wird und die Verbrennung gestartet wird. Dann steigt die Gebläsedrehzahl bis die maximale Leistung erreicht wird. Hier ist der Link 4. Welche Probleme gibt es mit dem Zuheizer ? Der Zuheizer ist leider eine der Schwachstellen des SGA. Ein hoher Prozentsatz aller SGA-Fahrer stellt früher oder später ein starkes Qualmen im Bereich des linken Hinterrades fest, welches durch den Zuheizer verursacht wird. Wird das Qualmen ignoriert, stellt der Zuheizer seinen Betrieb oft nach einigen Wochen ein. Oft stellen Fahrzeugbesitzer auch nur fest, dass es sehr lange dauert, bis der Innenraum warm wird. Der Zuheizer funktioniert dann meist nicht mehr.Hier ist dann ein Fehler "FLAMMUNTERBRECHUNG" im Speicher abgelegt. Ebenso kann eine defekte Zusatzwasserpumpe eine Ursache für eine Störung sein. Vornehmlich im Standheizungsbetrieb wenn die Pumpe unzureichend oder gar nicht fördert wird eine Überhitzung festgestellt. Dann ist ein Fehler "ÜBERHITZUNG" im Speicher abgelegt Hier wird sehr gut die Reparatur der Zusatzwasserpumpe beschrieben. http://www.sgaf.de/node/253241 Bei qualmenden Zuheizern ist generell festzustellen, dass das Flammschutzsieb um die Glükerze herum zugesetzt ist
Bild 9: Verkoktes Flammschutzsieb Die Ursache für die zunehmende Verkokung ist nicht geklärt. Vielleicht lässt die Heizleistung der Glühkerze mit der Zeit nach, so dass eine leichte Verkokung während des normalen Betriebes in der Start bzw. Nachglühphase des Zuheizers nicht mehr freigebrannt werden kann. Häufiges Glühen z.B. im Kurzstreckenverkehr begünstigt dabei die Alterung der Glühkerze. Der wesentliche Unterschied zwischen der Serienmässig eingebauten Metall-Glühkerze und der nur als Ersatzteil verfügbaren Keramikglühkerze ist, dass die Keramikglühkerze deutlich heißer wird. Eine leichte Verkokung wird daher in der Nachglühphase verbrannt. 5 Fehlerauslesen vom Zuheizer Beim D5W-Zuheizer im neuen SGA-Modell muss die Fehlermeldung mit einem Diagnosegerät beim Händler oder mit VAG-COM gelöscht werden. Im Gegensatz zu den Zuheizern D3W im alten SGA-Modell ist es nicht ausreichend, die Batterie 20-30 Minuten abzuklemmen, um den Fehlereintrag zu löschen. Beim alten SGA-Modell mit D3W-Zuheizer können Fehlermeldungen hingegen nicht mit dem Diagnosegerät oder VAG-COM ausgelesen werden.Der D3W ist nicht an die Boarddiagnose angeschlossen. Es ist dazu ein spezielles Diagnosegerät erforderlich, über das meist nur Eberspächer-Vertretungen (Bosch-Dienste) verfügen.Es wird unterm Fahrzeug direkt Zwischen dem Zuheizer und der Stecker vom Fahrzeug geklemmt. Zum Fehler auslesen muss der Temp Schalter im Wasserkasten überbrückt werden.Bei einigen D5W Modellen ist es noch nötig den Motor laufen zu lassen.
6. Was kann ich tun, wenn mein Zuheizer qualmt D5W ? Kurzfristig gesehen ihm möglichst oft die Gelegenheit geben, bis zur Erwärmung des Kühlwassers auf 85-90 Grad zu arbeiten, also Kurzstrecken vermeiden oder bei Kurzstrecken die Sicherung Nr. 12 (beim neuen SGA-Modell bis MJ2004) herauszuziehen. Leider wird die Keramik-Glühkerze ausschließlich als Ersatzteil vertrieben. Bei neuen Fahrzeugen und auch bei Austausch-Zuheizern wird immer noch eine konventionelle Metall-Glühkerze eingebaut. Daher kann das Problem eines qualmenden Zuheizers auch bei Fahrzeugen nach MJ2004 auftreten. Bei der Metall-Glühkerze werden die elektrischen Zuleitungen unmittelbar an der Kerze angeschraubt. Bei den neuen Keramikglühkerzen sind zwei Kabel fest mit der Glühkerze verbunden. 6.1 Qualmen beim D3W Sollte wieder erwarten der D3W anfangen zu Qualmen dann ist mit Sicherheit der Brennraum durch Kurzstreckenfahrten verkokt.hier bietet sich an den Zuheizer zu öffnen und den Brennraum zu reinigen ! Da aber auch der Brennraum vom D5W verkoken kann sollte der Brennraum von zeit zu zeit auch gereinigt werden. Zum reinigen eignet sich hervorragend Backofenreiniger. 6.2 Kurzstrecken 7. Warum sollte der Zuheizer nicht mit Biodiesel (RME) oder Pflanzenöl betrieben werden ? Der Flammpunkt von RME und Pflanzenöl (Flammpunkt 60 Grad C) liegt höher als der von Diesel (Flammpunkt 55 Grad C) . Beide Kraftstoffe verbrennen erst bei höherer Temperatur vollständig. Da der Zuheizer nicht auf den Betrieb mit alternativen Kraftstoffen ausgelegt ist, kommt es ebenfalls zu einer Verkokung des Flammsiebes. 8. Der Zuheizer funktioniert nicht mehr, was jetzt ? Der ZH schaltet sich normalerweise nur ein wenn: - Die Außentemperatur unter 5 - 8 Grad (beim alten Modell) fällt. 8.1 Typische Fehlerbilder: Normalerweise schaltet der ZH ab, wenn eine Kühlwassertemperatur von ca. 85 °C erreicht wird. Wenn jedoch die beiden Fahrzeugheizungen (vorn/hinten) eingeschaltet sind, schaltet der Zuheizer bei tiefen Temperaturen auch bei längerem Betrieb nicht ab, weil das Kühlwasser im Heizkreislauf, in der auch der Zuheizer eingebaut ist, die 85° C nicht erreicht.
Der Zuheizer schaltet sich nicht mehr ein, wenn der Glühstift defekt ist oder das Flammschutzsieb (nur D5W) völlig verkokt ist. Nur in wenigen Ausnahmefällen funktioniert der Zuheizer nicht mehr, weil das Verbrennungsluftgebläse oder das Steuergerät defekt ist. Der Zuheizer gehört zu den wenigen Ersatzteilen, die bei Ford günstiger sind, als bei VW/Seat. Bevor man sich an die Reparatur des Zuheizers gibt, sollte versucht werden, den Fehlerspeicher des Zuheizers zu löschen. Dazu die Batterie beim alten SGA-Modell D3W (an Radiocode denken) für ca. 10 Minuten abklemmen. Beim neuen Modell D5W funktioniert dies nicht, hier kann die evtl. vorhandenen Fehlercodes nur mit dem Diagnosegerät oder VAG-COM zurücksetzen. Versucht er danach wieder erfolglos zu starten, bzw. qualmt er wieder, sollte das Flammschutzsieb und die Glühkerze (nur wenn noch alte Bauform) getauscht werden. Macht er keinen Mucks, ist von allen Fehlermöglichkeiten ein Defekt der Glühkerze am wahrscheinlichsten. 9. Kann man den Zuheizer selbst reparieren?
Bild 17: Elektrische Kontakte auf der Glühkerze lösen Danach die Glühkerze am oberen Sechskant herausschrauben. Das Flammschutzsieb ist nur eingepresst. Eventuell kann man es z.B. mit einer kleinen Häkelnadel herausziehen, ohne dass man den Zuheizer weiter auseinander bauen muss. Mit dem Widerhaken der Häkelnadel hakt man am oberen Ende des Flammschutzsiebes ein.
Wie bereits erwähnt sind an der neuen Keramik-Glühkerze die Zuleitungen bereits angebracht. So kann man die Keramik-Glühkerze gut von der konventionellen unterscheiden. Es ist daher notwendig, die Zuleitungen der alten Glühkerze zunächst aus dem Stecker zu entfernen und die Pins der neuen Glühkerze in den Stecker ein zu rasten. Dazu muss aus Steckplatz T14C / 9 die weiße Leitung und aus dem Steckplatz T14C / 12 die braune Leitung entfernt werden. Diese Arbeit ist etwas knifflig, da die Pins mit kleinen Widerhaken im Stecker sitzen. Man kann sie z.B. mit zwei feinen Uhrmacher- Schraubendrehern oder einer stabilen Büroklammer zusammendrücken und die Pins dann herausziehen. Dann kann die neue Keramikkerze mit den vormontierten Leitungen eingebaut werden. Es ist zu beachten, dass im Steckplatz 9 die weiße Leitung und im Steckplatz 12 die schwarze Leitung eingesteckt wird. Ersatzteile: ErsatzteilEberspächer Vertretung (Bosch Dienst) ca. Preis VW ca. Preis gerades Flammschutzsieb 10% Wahrscheinlichkeit (Nur im D5W verbaut) 25 2121 99 01 01 13,97€ VW 7D0 898 885 26,40 € Dichtungssatz 20 1820 99 00 01 16,64€ VW 7D0 898 003 20 € Keramik-Glühstift 25 2106 01 10 00 60 € VW 7M3 963 319 A 78 € Metall-Glühstift 25 1864 01 10 00 33 €
Der Link stammt von unserem User sahin.demirci er hatte dort seinen neuen Stecker bestellt. 9.2 . Brennerkammer reinigen und in den Wärmetauscher einsetzten Wenn eure Brennerkammer stark verkokt ist und durch nicht verbrannten Diesel geflutet wurde könnt Ihr sie einfach reinigen. Zuerst wird das Flammrohr gezogen. Das Bild stammt vom D3W Z der D5W Z sieht etwas anders aus ist aber vom Prinzip her gleich . Hier seht Ihr den Brennraum. Diesen könnt Ihr aus dem Wärmetauscher drücken indem Ihr mit einem Schraubendreher in den hinteren Wassereinlass vom Wärmetauscher geht und Ihn heraus hebelt. Hier der Wärmetauscher ohne Brennraum. Am roten Strich ist die Arretierung für die Brennerkammer zu sehen: Alles gut reinigen . Am besten in Alkohol / Ethanol einlegen . Es geht aber auch mit Backofenspray . Wenn alles sauber ist, gut durch trocknen lassen. So nun können wir mit dem Einbau beginnen . Wir nehmen den WT und stellen Ihn vor uns hin. Dann wird der neue O- Ring über die Brennerkammer gezogen. Auf dem Bild ist die Nut an der Brennerkammer und das Gegenstück im WT zu sehen. Vorteil ist das man die Nut etwas verdreht und dann bis zum Anliegen an der Wulst rein drückt. Dann verdrehen bis man merkt, dass die Nut in die Wulst rutscht. ACHTUNG : die Nut muss komplett in den WT eingedrückt werden. Dies geht das letzte Stück sehr schwer. Mit einem Stück Holz und einer Schraubzwinge geht es etwas leichter. Wenn dies erfolgt ist, kann der Zuheizer wieder zusammengebaut werden. 10. Sonstige Fehler
Fehlerbild: Drehzahlschwankungen des Lüftermotors speziell beim Heizerstart und auch im Volllastlauf. Mögliche Fehlerursache: Mit Rostlöser und MoS2-Fett kann die Achse des Motors in den meisten Fällen wieder gängig gemacht werden. Wichtig ist es jedoch, den Zuheizer wieder so abzudichten, dass kein Spritzwasser mehr eindringen kann. Das ist nicht ganz einfach, da der Zuheizer sehr heiß werden kann. Eventuell funktioniert das Abkleben mit Alu-Klebeband. Bei Zuheizern ab ca. Modelljahr 2003 wurde eine Abdeckung für den Motor in das Alu-Gehäuse des Lüftermotors eingearbeitet. Dadurch ist der Motor besser vor salzhaltiger Ansaugluft geschützt. 10.2 Wechseln des Verbrennungsluftgebläses DIESES KAPITEL ENTHÄLT BILDER UND TEXT VON DEN USERN EDELSTAHL , DERGET und HOERNCHEN! Zunächst sollte der Zuheizer ausgebaut werden und das Verbrennungsluftgebläse freigelegt werden. Anleitung siehe Punkt 9 Man kann hier bereits eine mögliche Ursache für Lüfterprobleme sehen: Korrosion. Sollte der Fehler weiter bestehen, oder der Motor war nicht schwergängig, dann könnte die nächste mögliche Fehlerursache ein elektrisches Problem mit dem Motor selbst sein. Z. B. Kohlen verschlissen oder sonstiger motorinterner Fehler. Man kann dann zunächst den Innenwiderstand des Motors messen. Dieser sollte zwischen 2 und 3 Ohm liegen. Ist der Widerstand niedriger (möglicherweise Kurzschluß) oder extrem höher (hochohmig gewordene Wicklung oder gar Unterbrechung) scheint der Motor selbst defekt zu sein. Man kann entweder den Originalmotor (besteht aus Elektromotor, Trägerplatte und Lüfterrad) von Eberspächer (Teilenummer nicht zur Hand) über den Boschdienst bestellen (VAG Preis > 200 EUR). Info: Bosch möchte dazu unbedingt die Daten vom Typenschild haben. Speziell interessiert die AUSFÜHRUNGSNUMMER. An dieser Nummer hängen die Ersatzteillisten bei Eberspächer. Dieser Ersatzmotor kann im Eisenbahnmodellzubehör Austausch des Motors: Unter dem Lüfterrad findet man nun die drei Torxschrauben, die den Motor halten. Nach dem Ausdrehen der Schrauben ist der Motor frei. Hier ein Bildvergleich der Motoren: Sollte der neue Motor nicht über Gewinde verfügen, um den Motor zu befestigen, werden diese mit Gewindeformenden Schrauben geformt. Siehe Textabschnitt weiter unten. Einbau in umgekehrter Reihenfolge. Beim Aufsetzen des Lüfterrades muss etwas zwischen Lüfterrad und Trägerplatte gelegt werden, damit das Lüfterrad wieder eng an der Trägerplatte anliegt, jedoch nicht schleift. Derget und Edelstahl haben 5 Lagen Papier unter gelegt. Das sollte passen! Nun kann der Testlauf beginnen. Der User Hoernchen hat das Lüfterrad anders demontiert. Beim Abhebeln ist die Gefahr, dass das Gebläserad beschädigt wird, doch relativ gross. Die 4 Verriegelungslaschen für obere Stirnplatte des Motors mit geeignetem Werkzeug aufbiegen. Eine der beiden Stellen ist gut zugänglich, die 2. leider nicht so gut...
Dann den Zuheizer geeignet aufstellen und das Gehäuse unter dem Gebläserad unterstützen. Unter dem Motor muss circa 3 cm freier Raum sein.
2. Steckkontakte an den Kabeln des Motors. Die die grauen Einzeladerdichtungen ( 3,9 x 7,8 mm für 0,5-1,0 mm2.... 357 972 740D) sind beim Freundlichen zu bekommen oder lassen sich von den alten Kabeln demontieren. Dazu werden vorsichtig die Fahnen, welche die Dichtung halten, ein wenig auseinander biegen. Dann Dichtung - ohne sie zu zerreißen - nach hinten aus den Fahnen ziehen. Vor dem Einsetzen in das Kontaktgehäuse die Dichtung mit ein wenig Spucke schmieren. Beim Eindrücken acht geben, dass die Dichtung dabei nicht nach hinten geschoben wird - normalerweise kein Problem. Wenn man nicht sicher ob sich die Dichtung verschiebt den Kontakt vor dem Einrasten im Gehäuse noch einmal herausziehen und die Position der Dichtung kontrollieren. Wenn beim Einsetzen die Dichtung ganz ins Gehäuse rutscht ist die Sache dicht. Die Dichtung wird durch das Kunststoffgehäuse an das Kabel gepresst und dichtet so ab. Die Dichtung muss nicht so tief im Gehäuse sitzen wie die anderen Dichtungen. Wenn die Dichtung unbedingt nach gedrückt werden muss, dann bitte mit einem geeignetem Werkzeug, dass weder das Kabel noch die Dichtung beschädigt 3. Den Motor am Gehäuse montieren
Den Motor in die Aufnahme am Gebläsegehäuse einsetzen und die Befestigungsschrauben einfach ein drehen. Werden die originalen Schrauben durch "normale" Schrauben ersetzt kann man die originalen Schrauben für das Formen eines Gewindes in der Stirnplatte verwenden. Bein den normalen Schrauben würde ich noch zusätzlich Sicherungsscheiben verwenden um ein Losdrehen durch Vibrationen zu verhindern. 4. Gebläserad montieren.... Das Gebläserad erst mal per Hand auf die Motorachse drücken. Dabei ein wenig hin und her bewegen damit die Rändelung der Achse in die bereits vorhandene Rändelung des Rades findet. Dann mal das Rad mit der Hand drehen und kontrollieren ob es rund läuft. Nun wird der Zuheizer geeignet aufgestellt und unter der Motorachse unterstützt - das ist wichtig um während des Auftreibens die Lager im Motor nicht zu beschädigen Mit einem Hammer wird das Gebläserad mit gefühlvollen Schlägen auftreiben . Ich habe dazu einen kleinen Hammer mit Kunstoffkopf genommen. Oder eine Wichtig Es darf dabei immer nur auf die Mitte der Nabe geschlagen werden und es muss darauf geachtet werden, dass beim Schlag die Achse des Motors auf der Unterstützung aufliegt.
10.3 Keine Verbindung zwischen Zuheizer-Steuergerät und Diagnosegerät möglich Wenn der Zuheizer kein Lebenszeichen mehr von sich gibt, ist ein Kabelbruch neben dem Stecker des Zuheizers eine überraschend häufige Ursache. Driver hat das mal für uns fotografiert: Hier die Erklärung von User "Mensch" weshalb immer die rote Leitung nahe dem Zuheizer Stecker durchbrennt: Es ist bekannt, dass die rote Leitung Dauerplus führt, und den Zuheizer mit Spannung versorgt. Es liegen also ständig 12V+ an. Die Leitungen liegen ungeschützt unter dem Fahrzeugboden im Spritzbereich der Räder. Im Winter spritzt Salzlauge auf die Leitungen. Die Isolation wird mit Salzlauge durchsetzt. Was nur im Falle der roten Dauerplusleitung zu einem <strong>ständigen</strong> Stromfluss führt, weil die benachbarten Metallteile auf Masse (0V) liegen. Dieser Kriechstrom führt in Verbindung mit der Salzlauge zu einem elektrochemischen Prozess, der die Dauerplusleitung im Bereich des Steckverbinders an der mechanisch am meisten beanspruchten Stelle schädigt. Dieser Prozess beschleunigt sich durch eine zunehmende Erwärmung an dieser Stelle während des Zuheizerbetriebs auf Grund der eintretenden Querschnittsverringerung, bis die Leitung irgendwann beim Zünden des Zuheizers an dieser geschwächten Stelle durchbrennt. Der Querschnitt der Leitung hat sich soweit verringert, dass die letzten intakten Litzedrähte im Moment des maximalen Stromflusses an der beschriebenen Stelle zu heiß werden und durchbrennen. Ich könnte mir vorstellen, dass man dem "Durchgammeln" der roten Leitung vorbeugen könnte, in dem man den Kabelbaum in diesem Bereich vor dem Kontakt mit Salzwasser schützt (z.B. Beschichtung mit einem dicken Wachsfilm). Das Wachs darf aber keine Inhaltstoffe besitzen, welche die Isolation schädigen. User "Mensch" hat es nicht geschafft, den Steck-Kontakt der roten Leitung durch Zusammendrücken der Widerhaken aus dem Steckergehäuse zu ziehen. Er hat sich deshalb von einer Werkstatt mit dem passenden Werkzeug helfen lassen. Anschließend hat er das rote Kabel gekürzt, Schrumpfschlauch zum Schutz der Lötstelle aufgeschoben und ein Stück Kabel mit angecrimptem neuen Stecker angelötet. Dann den Schrumpfschlauch ueber die Lötstelle geschoben und verschrumpft. Wenn es kalt genug ist und bei laufendem Motor (5/2000 bis etwa 5/2002) sollte auf PIN 1, Pin 6 und Pin 7 der Steckverbindung 12 Volt gegen Masse (Pin 2) meßbar sein. Pinbelegung des Zuheizer-Steckers: Pin 1 Plus Versorgung 12V, Klemme +30 (liegt immer an) Sollten die Kabel durchgegammelt sein gibt es beim Händler die Kabel incl der Stecker einzeln ! Die Teilenummer für die Einzelleitung zur Reparatur der defekten Dauerplus-Leitung lautet: 000 979 219E (000979219E) (ca. 4,30€. Diese (gelbe) Reparatur-Leitung besitzt 2,5mm2 Querschnitt und zwei (große) Stecker, sie muss einfach in der Mitte durch getrennt werden. 10.5 Steuergerät reparieren Die Platine ist mit einem weichen, nicht sonderlich schnittfesten Siliconmasse vergossen. Die Konsistenz liegt irgendwo zwischen Götterspeise und Weingummi. BEVOR IHR ANFANGT DIESE GIESSMASSE ZU ENTFERNEN, versucht mit Hilfe einer hellen Lampe duch die teiltransparente Masse zu sehen, wo die zwei Torxschrauben liegen (diese sind silber), mit der die Platine mit dem Gehäuse verschraubt ist. Wenn die Platine oben herum gelockert oder freigelegt ist, müssen wir die Platine noch von unten lösen. Dazu an den mit Pfeilen gekennzeichneten Punkten Löcher in die Wand mit den Teilenummern (das ist die einzige Wand, die keine Außenwand ist) bohren, die unter die Platine führen. Wenn die Platine oben herum gelockert oder freigelegt ist, müssen wir die Platine noch von unten lösen. Dazu an den vorher gebohrten Löchern mit einem dünnen Schraubenzieher unter die Platine fahren und durch hin und her Bewegungen das Silicon entlang der Aussenwand lösen (so, wie man einen „Schnee – Engel“ macht). Wenn der Zuheizer laufen will, aber das Gebläse unruhig läuft, können wir davon ausgehen, dass die eigentliche Steuerung des Motors funktioniert, jedoch der Signalweg gestört ist. Die linke untere Lötstelle sieht komisch aus. Man nennt so etwas eine „kalte“ Lötstelle, bei der die Metallverbindung innerhalb der Lötstelle hochohmig geworden ist.Man kann sehen, dass der Pin nicht mehr wirklich vom Lötzinn umschlossen ist. Die Lötstelle muss mit frischem Elektroniklot nachgelötet werden. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge unter Verwendung von Silikonmasse. Elektronik-Silikon ist vorzuziehen, jedoch tut es auch das Silikon aus dem Baumarkt (Silikon, nicht Acrylmasse). Sollte der Fehler nun noch immer weiterbestehen, wird man wohl um den Austausch des Steuergerätes nicht herumkommen, denn dann ist der Signalweg irgendwo in der Elektronik gestört, wofür wir (noch) keinen Reparaturvorschlag haben. Hier nochmals Danke an die beiden User Edelstahl und Derget für die Bilder und die Beschreibung! Sollte der Fehler dennoch weiterbestehen kommt nur noch ein Fehler im Steuermodul in Frage. Hier ein weiterer Beitrag, der sich mit der Reparatur eines Zuheizersteuergerätes beschäftigt. 10.6 Steuergerät ersetzten Wenn alle Reperaturversuche nichts bringen bleibt nur die Möglichkeit das STG zu ersetzten . Bei Eberspächer direkt bestellen bringt den Vorteil das man einen günstigeren Preis bekommt als über VW Ford oder Seat. Wichtig hierbei ist zu sagen das Ihr unbedingt auf die Nummern auf dem STG achten müsst. Hier Bilder von Nummern vom User : Domikori Ihm ist es leider passiert das er unterschiedliche Nummern bekommen hat. Das ist das Bild mit den originalenEberspächer Nummern. Für eine Reibungslose Neubeschaffung benötigt Ihr 3 Nummern. Ausführung , Ausführungs Nr. und die Fabrik Nr. ACHTUNG: Die gezeigten Nummern sind nur ein Beispiel. Jeder muss die Nummern von seinem Zuheizer ablesen. Wenn Ihr eine falsche Nummer angebt kommt sowas unter Umständen raus. Hier war der Stecker falsch. Bei anderen nummern können andere Sachen nicht gehen. Wie z.B. Diagnose etc. Also immer schön alle Nummern angeben. und sollten die Nummern nicht mehr lesbar sein dann mit dem kundendienst von Eberspächer über das Fahrzeug die richtige Einheit suchen. Die sind sehr fix was das angeht. Ja ! Es muss lediglich (bei Fahrzeugen ohne PD) eine zusätzliche Wasserpumpe und ein Elektronik-Modul nachgerüstet werden. Bei Wagen mit PD Motor wird lediglich eine Zusatz-Elektronik eingebaut. Die Umwälzung des Kühlwassers übernimmt hier die bereits vorhandene Zusatz-Kühlmittelpumpe. 12. D3W gegen D5W austauschen. Die Heitzleistung vom D3W Z ist mit 3 KW sehr gering und stellt in der Palette von Eberspächer den kleinsten ZH dar. Es besteht jedoch die Möglichkeit den D3W Z gegen den D5W Z auszuwechseln. Dafür sind einige kleine änderungen von Nöten.Der Wechsel bringt Vorteile aber auch Nachteile mit sich. Als Vorteil ist zu nennen die große Heitzleistung von 5 KW . Aber Nachteilig das verkokende Flammsieb ( Weiter oben beschrieben) .Hier sollte man schon vorab gegensteuern und die kKeramik Kerze und ein neues Sieb einbauen. Benötigte Teile: 1. Ein D5WZ zu erwerben bei 3 2 1 oder aber neu bei Eberspächer. 2. Passende Dosierpumpe von Eberspächer3,1 - 5 KW . Eine Pumpe von Webasto würde zwar laufen fördert aber zuviel. 3. Ein dünnes Kabel 0.2 - 0.3 4. Neue Schlachschellen mit max Durchmesser 25 nehmen Einbau: Zuerst den Kühlwasserbehälter aufschrauben und vorhandenen Druck ablassen. Alten D3W von der Halterung schrauben und den Stecker trennen. Danach Wann unterstellen und eine Seite der KW- Wasserschläuche lösen und abnehmen. Den Schlauch hochhängen und den anderen Schlauch vom Zh trennen. Den Stecker vom Fahrzeug von Pin 5 mit dem dünnen Kabel verbinden.Es kanns ein das ein Kabel vorhanden ist. Dieses ist aber nicht an die OBD Diagnose angeschlossen. Hier kann das Kabel hinter dem Stecker gekappt werden und mit einen Verbinder das dünne Kabel anklemmen. Gut mit Isoband oder besser mit Schrumpfschlauch umhüllen. Dieses Kabel bitte mit dem Hauptkabelstrang nach vorne bis zum OBD Stecker verlegen. Dort wird das Kabel auf die K-Line angeschlossen Pin 7 . Den neuen D5W mit den beiden Schläuchen verbinden und neue Schellen verwenden. Aber den neuen ZH noch nicht in die Halterung einsetzten.Nun den Stecker vom Zh mit dem vom Fahrzeug verbinden. Testlauf. Wenn der ZH läuft kann dieser in die Halterung eingebaut werden und mit dem Auspuff und dem Luftschlauch verbunden werden. Sollte er nicht laufen kann dieser ZH nun auch über die OBD Diagnose ausgelesen werden. Einige D5W mögen den Masseanschluss der Dosierpumpe am ZH Stecker nicht. Hier bitte den Pin 4 aus dem Stecker ZH auspinnen und gegen Fahrzeugmasse klemmen. Alternativ kann auch die Masse an der Dosierpumpe direkt auf die Fahrzeugmasse geklemmt werden. Hier hat der User CHOMPER einen Workshop errichtet für die Installation einer Standheizung. SGA-Stichworte: Qualm, D5W-Z, qualmt, Taxischalter, Zuheizer, Zusatzheizung (10 Bewertungen) |
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zu dem Schluss, daß das Steuergerät des Zuheizers defekt sein müsse. Die 









